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Nachricht vom 17.02.2026 Vereine

Hirschauer Musikzügler mittendrin im Düsseldorfer Jecken-Karneval

Düsseldorf/Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit dem Jahr 1978 ist ein Termin fix für den Hirschauer Musikzug – das Karnevalswochenende in Düsseldorf. Zum 47. Mal erlebten die Kaolinstädter rheinischen Karneval pur mit dem Rosenmontagszug als absoluten Höhepunkt.

Er stand dieses Jahr unter dem Motto „„Mer bliewe bunt – ejal wat kütt“ – auf Hochdeutsch „Wir bleiben bunt – egal was kommt!“ Und auf die Hirschauer sollte einiges Unerwartete zukommen. Am Faschingssamstag hatte sich die 43-köpfige Reisegruppe, darunter vier „Ersties“, mittags per Bus auf die Reise in die Rheinmetropole gemacht. Quartier bezog man wie in den Vorjahren im A&O-Hostel. Karnevalsmäßig gefordert waren die Hirschauer bereits am Sonntag ab 11:11 Uhr beim vom Stammtisch „D’Saubande“ organisierten “Veedelszoch” in Düsseldorfs größtem Stadtteil Gerresheim. Rund 50 000 Jecken säumten bei herrlichem Wetter die Straßen. Ein Super-Auftakt! Für den Abend war natürlich ein Abstecher auf die Düsseldorfer Ausgehmeile „Kö“ geplant. Daraus wurde aber nichts! Schuld daran - ein kolossaler Wetterumschwung: Regen, Schnee und Sturm! Man musste, ob man wollte oder nicht, im Hostel bleiben und stieß dort kräftig auf den rheinischen Karneval an – anscheinend sehr kräftig. Denn zu nicht einmal sooo später Stunde, war das Bier aus. Für einen Oberpfälzer kaum zu glauben! Am Montagvormittag schien der zunächst wolkenbehangene Himmel aufzureißen. Die Sonne spitzte sogar etwas heraus. Los ging’s zur Zugaufstellung. Die Hirschauer erfuhren wieder einmal eine besondere Ehre. Sie gehörten zur Leibgarde von Prinz Marcus I. und Ihrer Lieblichkeit Venetia Nicole I. und waren unmittelbar hinter dem Prinzenwagen eingruppiert. Noch vor dem Start gab es selbst für alte Düsseldorf-Hasen ein Novum. Vor dem Prinzenwagen erschien Pfarrer Oliver Dregger, ausgerüstet mit Stola und Weihwasser und segnete das Prunkgefährt und die Hirschauer. Der Segen sollte jedoch keinen positiven Einfluss auf das Wetter haben. Es regnete sich so richtig ein. Ehrenvorstand Werner Stein: „So ein Sauwetter habe ich beim Rosenmontagszug bisher nur einmal erlebt.“ Aber – ein echter Düsseldorfer Jeck lässt sich doch davon nicht beeindrucken. Rund 10 000 Karnevalisten - verteilt auf 110 Mottowagen, 85 Fußgruppen und 30 Blaskapellen - sorgten für einen ca. fünf Kilometer langen Lindwurm, mittendrin die Hirschauer mit der Zugnummer 66.01 bei der GKG Rheinischen Garde Blau-Weiss. An der Spitze marschierte erstmals seit 46 Jahren nicht Ehrenvorstand Werner Stein. Er hatte Rückenprobleme. Für ihn übernahm Leonhard Schuster die Standarte. Hinter ihm marschierten die fünf ihre Batons schwingenden Majoretten, gefolgt von den 32 Musikerinnen und Musikern mit Andrea Fleischmann an der Spitze. In den zweieinhalb Stunden, die sie zur Bewältigung der von zigtausenden jubelnden Jecken gesäumten „Zochstrecke“ benötigten, erlebten die Hirschauer eine für Oberpfälzer kaum vorstellbare, schlichtweg verrückte Welt - einfach rheinischen Karneval total! Wenn auch die Musikerinnen, Musiker und Majoretten am Ende des Spektakels total geschafft waren, so waren doch alle stolz darauf, einmal mehr bei einem der größten Karnevalszüge Deutschlands aktiv dabei gewesen zu sein. Vorstand Maximilian Stein und Dirigentin Andrea Fleischmann zollten den Musikern und Majoretten für ihr Engagement höchste Anerkennung. Die Heimreise trat man zwar müde und erschöpft an, aber auch schon in Vorfreude darauf, im Jahr 2027 wieder mit von der Partie zu sein.

Zum 47. Mal hatte der Hirschauer Musikzug die Ehre, beim Düsseldorfer Rosenmontagszug live an zigtausenden Jecken musizierend und tanzend vorbeizuziehen und rheinischen Karneval pur zu erleben. Ehrenvorstand musste wegen Rückenproblemen als Standartenträger passen. Seine Aufgabe übernahm Leonhard Schuster. - Foto von Michael KnietschFoto: Michael Knietsch
Zum 47. Mal hatte der Hirschauer Musikzug die Ehre, beim Düsseldorfer Rosenmontagszug live an zigtausenden Jecken musizierend und tanzend vorbeizuziehen und rheinischen Karneval pur zu erleben. Ehrenvorstand musste wegen Rückenproblemen als Standartenträger passen. Seine Aufgabe übernahm Leonhard Schuster.

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