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Nachricht vom 19.04.2024 Sonstiges

AltbĂĽrgermeister Hans Drexler feiert 75. Geburtstag

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2014 leitete er als 1. BĂĽrgermeister die Geschicke Hirschaus und erwarb sich bleibende Verdienste – am 17. April feiert er seinen 75. Geburtstag! Der Jubilar ist AltbĂĽrgermeister, Kreis- und Stadtrat a.D. Hans Drexler!

Nicht nur während seiner 12 Amtsjahre als Rathaus-Chef bewies Hans Drexler in seiner „Wahlheimat-Stadt“ Hirschau enorme Tatkraft und vorbildlichen Gemeinsinn. Ob Brauchtum oder Musik, Sport oder Kultur, Umweltschutz oder Kommunalpolitik – überall konnte man auf ihn zählen. Anders als bei seinen Amtsvorgängern Mathias Amann, Georg Lederer, Willi Bösl und Helmut Rösch stand seine Wiege nicht in Hirschau, sondern in Geraszell in Niederbayern. Am 17. April 1949 wurde er als erstes von fünf Kindern der Landwirts-Eheleute Johann und Maria Drexler geboren. Nach vier Jahren Volksschule trat er ins Humanistische Gymnasium und Bischöfliche Knabenseminar in Straubing über, entschied sich dann aber für eine Maschinenbauerlehre. Er besuchte die Berufsaufbauschule in Straubing, bevor er Dienst beim BGS in Schwandorf tat. Nachdem dem Abitur an der FOS in Straubing schloss er sein Verfahrenstechnik-Studium an der FH Nürnberg als Diplom-Ingenieur ((FH) ab. Sein Beruf verschlug ihn und seine Frau Burgi 1976 nach Hirschau zur AKW-Kick GmbH. Dort stieg der Entwicklungsingenieur 1983 zum Werksleiter auf – eine Position, die er bis zum Wechsel auf den Rathaus-Chefsessel innehatte.

Schon in jungen Jahren war Drexler in seiner Heimat mannigfaltig ehrenamtlich aktiv. Er war u.a. Vorstand bei der KLJB, spielte dort Theater, war von 1973 bis 1976 Schützenmeister beim von ihm gegründeten Verein „Grüne Au“ usw.. In Hirschau setzte er sein Engagement nahtlos fort, organisierte gleich 1976 den Skimarathon des SC Monte Kaolino. Lang ist die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten: DIANA-Schützenmeister, Vorstand der LBV-Ortsgruppe, des TuS/WE und der Sportpark GdbR, stellv. Vors. CSU-Ortsverband, stellv. Vors. Africa Luz, Gründer und bis heute Mitglied D’Watzndorfer, Mitglied der Ehenfelder Sänger und der Hirschauer Wirtshausmusi. Ohne Drexler und dem von ihm gegründeten Festspielverein gäbe es weder Hirschauer Stückl-Festspiele noch Steingutausstellungen. Er leistete unzählige unentgeltliche Arbeitsstunden beim Ausbau der alten Mälzerei, der Erstellung von Steingutausstellungen, beim Bau der Bühne und der Tribüne usw.. Seit 2013 beteiligt sich der Verein an der Kirwa-Ausrichtung. 2000 hatte Drexler großen Anteil an der Wiederbelebung der Hirschauer Kirwa, die neun Jahre lang auf dem Ex-WE-Sportplatz gefeiert wurde. Zu Recht gilt er als Vater des Sportparks. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Fest steht: Überall, wo es Arbeit gab und gibt, war und ist Hans Drexler dabei. Dass er 1983 in die CSU eintrat ist Familientradition. Sein Vater war lange Jahre CSU-Gemeinderat und sein jüngerer Bruder war von 1996 bis 2020 CSU-Bürgermeister in Wiesenfelden.

Die Hirschauer belohnten sein beispielgebendes Engagement. Sie wählten 2002 zu ihrem Stadtoberhaupt. Dass sie mit seiner Arbeit mehr als zufrieden waren, zeigte das Ergebnis von 71,1 % bei seiner Wiederwahl 2008. In der Tat prägte Drexler in seiner 12-jährigen Amtszeit das Stadtleben und hinterließ bleibende Spuren. Das gilt zuallererst für die Schaffung des Freizeitparks Monte Kaolino. Landwirtschaftsminister Josef Miller bezeichnete das Projekt bei der Eröffnung als „richtungsweisende Investition, die sich zu einem Aushängeschild für Bayern entwickeln werde“. Die Altstadtsanierung wurde unter seiner Regie begonnen. Er entwickelte Konzepte zur Energieeinsparung und Nutzung regenerativer Energien, baute Bürgersonnenkraftwerke auf städtische Dächer und begann den Bau der Fernwärmenetze. Es entstanden die Baugebiete am Salvatorweg und am Kahlhof. Ein Highlight war der Umbau des ehemaligen Klosters zum Betreuten Wohnen. Zur Sicherheit der Wasserversorgung wurde der Tiefbrunnen 4 erschlossen. Auch in den Ortsteilen findet sich seine Handschrift. Stichworte sind: Dorferneuerung Ehenfeld, Ehenbach-Renaturierung, Kanalbau in Steiningloh, Krondorf und Burgstall, Anschluss Krickelsdorfs an die Kläranlage Hirschau, Bau des Gemeinschaftshauses in Steiningloh. Auch diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Stadtrat verlieh Hans Drexler in einer Sondersitzung am 9. November 2015 die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“. Sein Nachfolger Hermann Falk sagte: „Hans Drexler war immer ein Mann der Mitte. Er wollte nie im Rampenlicht stehen, sondern immer einfach anpacken und tun, was zu tun ist.“ Diesem Motto ist Hans Drexler stets treu geblieben.

Letztes Jahr musste man sich um ihn wegen einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung ab Anfang Juni fĂĽr einige Wochen ernsthafte Sorgen machen. Die Ă„rzte im Amberger Klinikum St. Marien haben aber sehr gute Arbeit geleistet, konstatiert Hans Drexler voll des Lobes. Er ist fest dabei, durch Gymnastik und Training wieder in Form zu kommen. Die Pottpourri-Redaktion wĂĽnscht ihm alles Gute!

Hans Drexler (r.) leitete von 2002 bis 2014 als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Hirschau. Mit ihm im Bild sein Vorgänger Helmut Rösch (l.), der von 1984 bis 2002 an der Spitze der Stadt stand und Drexlers Nachfolger Hermann Falk (Mitte), der seit 2014 im Amt ist. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Hans Drexler (r.) leitete von 2002 bis 2014 als Bürgermeister die Geschicke der Stadt Hirschau. Mit ihm im Bild sein Vorgänger Helmut Rösch (l.), der von 1984 bis 2002 an der Spitze der Stadt stand und Drexlers Nachfolger Hermann Falk (Mitte), der seit 2014 im Amt ist.

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Foto: Werner Schulz
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