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Nachricht vom 24.08.2022 Vereine

Elo-H├╝ndin Coco als Therapeut

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit dem Fr├╝hjahr bekommen die Bewohner*innen des BRK Seniorenheims St. Barbara alle 14 Tage Besuch von einem liebenswerten Vierbeiner ÔÇô der Therapieh├╝ndin Coco, begleitet von ihren ÔÇ×FrauchenÔÇť Bianca und Annika Lingl.

Dass Coco den Senior*innen regelm├Ą├čig die Aufwartung macht, ist im Grunde der 15-j├Ąhrigen Annika zu verdanken. Sie hatte 2021 im Fernsehen eine Sendung ├╝ber Therapiehunde gesehen und war total begeistert. Ihre Coco, eine ruhige, ausgeglichene und wenig bellende Elo-H├╝ndin, schien sowohl Mama Bianca als auch Tochter Annika geeignet, eine solche Aufgabe zu ├╝bernehmen. Beiden fanden den Gedanken sch├Ân, bei den Bewohner*innen eines Seniorenheimes f├╝r Abwechslung zu sorgen und ihnen durch den Besuch von Coco eine Freude zu machen. Man machte sich im Internet schlau ├╝ber die Thematik und stie├č dabei auf den Verein ÔÇ×Therapiehunde DeutschlandÔÇť in N├╝rnberg. Nachdem man sich mit diesem in Verbindung gesetzt hatte, wurde Coco im Oktober 2021 zu einem Casting eingeladen. Coco bestand den Eignungstest, verhielt sich musterg├╝ltig, wenn z.B. jemand mit Kr├╝cken bzw. Rollstuhl direkt auf sie zukam oder mehrere um sie herumsitzende Personen sie gleichzeitig streichelten. Bianca und Annika Lingl lie├čen sich anschlie├čend in einem zweit├Ągigen Basis-Seminar des Vereins f├╝r ihre k├╝nftige Aufgabe ausbilden.

Die Corona-Pandemie verhinderte, dass Coco und ihre beiden Frauchen bis zum Fr├╝hjahr 2022 warten mussten, bis sie ihre ersten Therapieeins├Ątze absolvieren konnten. Die Leiterin des Hirschauer St. Barbara-Seniorenheimes Astrid Geitner nahm das Angebot gerne an. Um in Sachen Corona auf Nummer sicher zu gehen, wurden die Treffen im Garten des Heimes durchgef├╝hrt. Sowohl das Pflegepersonal als auch Bianca und Annika Lingl trugen einen Mund- und Nasenschutz. Bis zu sieben Bewohner*innen, manche zum wiederholten Mal, versammeln sich jeweils bei den Zusammenk├╝nften mit dem putzigen Vierbeiner. Ein Gro├čteil von ihnen hatte fr├╝her selber einen Hund. Die Begegnung mit Coco weckt viele Erinnerungen. Freudig erz├Ąhlen die Anwesenden von ihren Erlebnissen mit ihren Tieren und genie├čen es sichtlich, Coco ├╝ber das Fell zu streicheln. Das trauen sich nicht alle zu. Das gilt genauso f├╝r das Reichen von Leckerlis. Allerdings macht dies den meisten sichtlich Spa├č.

Auf K├Ąse- oder Leberk├Ąseh├Ąppchen hat Coco immer besonders Appetit. Sie nimmt ihre Delikatessen stets sehr vorsichtig und zaghaft entgegen. Manchmal d├╝rfen die Bewohner*innen eine Zeitung zerkn├╝llen und das Leckerli darin verstecken und es Coco zum Auspacken geben. Dass die Therapie Erfolge zeitigt, wird besonders offenkundig, wenn anf├Ąnglich sehr zur├╝ckhaltende Senior*innen nach einiger Zeit das Streicheln und F├╝ttern wagen und ihr Tun mit Erz├Ąhlungen begleiten ÔÇô f├╝r die Betroffenen ein gro├čartiges Erfolgserlebnis. Nichts macht Bianca und Annika Lingl mehr Freude. Wenn es drau├čen k├Ąlter wird, werden die Therapiestunden ins Heimgeb├Ąude verlegt, wenn nicht eine neue Coronawelle dies verhindert.

Seit dem Fr├╝hjahr kommen Bianca Lingl (l.) und ihre Tochter Annika (r.) mit ihrer Elo-H├╝ndin Coco ins BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim zu Therapiestunden. Dass diese Spa├č machen, kann Heimbewohnerin Maria Geitner (sitzend) gerne best├Ątigen. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Seit dem Fr├╝hjahr kommen Bianca Lingl (l.) und ihre Tochter Annika (r.) mit ihrer Elo-H├╝ndin Coco ins BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim zu Therapiestunden. Dass diese Spa├č machen, kann Heimbewohnerin Maria Geitner (sitzend) gerne best├Ątigen.

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Foto: Werner Schulz