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Nachricht vom 18.09.2021 Vereine

Beachtliche Investitionen des Festspielvereins

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Obwohl die Corona-Pandemie die Planungen des Festspielvereins f├╝r 2020 und 2021 geh├Ârig durcheinander brachte, konnte der Vorsitzende Hans Drexler den Mitgliedern eine beachtliche Leistungsbilanz f├╝r die beiden Jahre pr├Ąsentieren.

Covid 19 war nicht ohne Einfluss auf den Veranstaltungsort geblieben. Die Mitglieder versammelten sich bei herrlichem Wetter vor der Freilichtb├╝hne im Schlosshof. Aktuell, so Drexler, z├Ąhlt der Verein 95 Mitglieder. Deren digitale Erfassung habe Christian Gnan komplett erledigt. Positives gab es in Sachen Steingutmuseum zu berichten. Aus der Erbschaft von Michael Popp hat man 866 Unikate mit einem gesch├Ątzten Wert von 18 000 Euro erhalten. Hinzu sind 130 Teile mit einem Sch├Ątzwert von ca. 1 000 Euro aus der Sammlung von Josef Fertsch gekommen. Der gesamte Steingutbestand beziffere sich dadurch auf 2 800 St├╝ck. Das Lager des Vereins beherberge zudem 518 B├╝cher mit einem Nominalwert von ca. 8 000 Euro. F├╝r das k├╝nftige Museum habe man aus dem Nachlass von Michael Popp 330 alte Postkarten mit Hirschauer Motiven erhalten. Das k├╝nftige Museum werde entsprechend erg├Ąnzt, sobald es der Baufortschritt erlaubt. Dem Betreuer der Ausstellung, Lothar Fischer, sagte Drexler einen Extra-Dank. F├╝r den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis M├Ąrz 2023 k├╝ndigte er eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Pfarrer Klaus Hau├čmann und Carlo Helbig mit ca. 50 Tierfiguren aus der Carstens-Zeit (1930) an. Im 2. Obergeschoss der alten M├Ąlzerei habe man ein Extralager f├╝r das gesamte Steingut geschaffen. Der Raum f├╝r den Kleiderfundus im 1. Obergeschoss sei um 12 m┬▓ erweitert worden.

Die B├╝hne sei fertiggestellt. Urspr├╝nglich hatte man f├╝r deren Bau 22 420 Euro veranschlagt. Am Ende h├Ątten die Gesamtkosten h├Ątten, ohne Eigenleistung, 27 403 Euro betragen. In der Summe seien auch die Kosten von 10 374 Euro f├╝r die mobilen Bauteile enthalten. F├╝r den Bau habe man als Eigenelistung 356 Arbeitsstunden im Wert von 3 629 Euro eingebracht.

Erfreuliches hat der Vorsitzende zum Thema den Trib├╝nenbau zu vermelden. Die urspr├╝nglich auf 149 607 Euro veranschlagten Kosten konnten auf 147 347 Euro gesenkt werden ÔÇô dies, obwohl Mehraufwendungen f├╝r die Beleuchtungst├╝rme, das Behinderten-WC, die Durchfahrtsh├Âhe zwischen Stadel und Trib├╝ne und die Betondecke ├╝ber der Kasse notwendig wurden. Auf den Festspielverein entfielen 136 670 Euro ohne die Eigenleistung von 2 199 Stunden mit einem Wertansatz von 24 905 Euro und Steuer. Der Musikzug und der Heimat- und Trachteverein beteiligten sich mit jeweils 9 220 Euro an den Kosten beteiligen. Beide Vereine erhielten aus dem LEADER-Programm F├Ârdergelder in H├Âhe von jeweils 3 254 Euro. F├╝r die Trachtler sei ├╝ber dem Kulissenlager ein Vereinsraum geschaffen worden. Der Verein habe f├╝r die Spanndecke, das Mauerwerk und die Fenster einen Anteil von ca. 20 000 Euro ├╝bernommen. Insgesamt wurde der Trib├╝nenbau ├╝ber die LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach bei einem LEADER-F├Ârdersatz von 40 % mit 46 532 Euro bezuschusst. Die Zuwendungen der Stadt und die Steuerr├╝ckerstattung seien planm├Ą├čig ber├╝cksichtigt.

Der Bereich f├╝r das Kulissenlager sei bautechnisch fertig. Man hatte mit Kosten in H├Âhe von 32 761 Euro kalkuliert. Die Gesamtkosten, in denen der Au├čenputz noch nicht enthalten ist, beliefen sich aber auf 41 759 Euro, da der Dachstuhl um ca. 12 000 Euro teurer kam als geplant. An Eigenleistung brachte man f├╝r diesen Bereich 296 Stunden mit einem Wert von

2 482 Euro ein. Der Abbruch der Darre und die aus Brandschutzgr├╝nden notwendige Schaffung eines zweiten Treppenhauses mit Zugang von Norden werden derzeit umgesetzt.

Drexler dankte allen, die ihn bei der Bauma├čnahme tatkr├Ąftig unterst├╝tzt haben. Er selbst habe 2 604 Arbeitsstunden geleistet, Georg Kustner 387, J├╝rgen Hartmann 238, Bernhard Kustner 151 und Alfred H├Ąrtl 144 Stunden. Dieser habe die gesamte Printwerbung, angefangen vom Bauzaunbanner bis hin zu den Eintrittskarten und Corona-Registrierzetteln, gestaltet und gesponsert. Zusammen mit Rudi Richthammer (140 Stunden) und Stefan Linder habe er daf├╝r gesorgt, dass die Schauspieler bei den Auff├╝hrungen ins rechte Licht ger├╝ckt und akustisch unterst├╝tzt wurden. Gro├čen Dank h├Ątten auch die Sponsoren verdient. Von der Firma Falk Bau habe man 10 120 Euro erhalten, von Holzbau Reil 13 165 Euro und von der Firma Heizung Dobmeyer 18 327 Euro erhalten.

Ein positives Fazit, trotz Corona, zog Drexler ├╝ber die Festspielsaison 2021. Das eigentlich geplante St├╝ck ÔÇ×In 80 Tagen um die WeltÔÇť habe man auf 2022 verschoben, daf├╝r heuer drei Einakter des ÔÇ×K├Âniglich Bayerischen AmtsgerichtsÔÇť gespielt. 930 Zuschauer seien von den Episoden ÔÇ×Der PfarrgockelÔÇť, ÔÇ×Der ParasitÔÇť und ÔÇ×Die TrompeteÔÇť sehr angetan gewesen. Unter der Regie von Dieter Held habe das gesamte Schauspielerensemble eine sehr gute Leistung gezeigt. Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen h├Ątten die B├╝hnenbauer Roland Fritsch, Erhard Ackermann und Ludwig Koller geleistet, ebenso die N├Ąherinnen Evi Fritsch, Sabine Wopperer und Ingrid Dobat. ÔÇ×In 80 Tagen um die WeltÔÇť soll an acht Abenden im Juli 2022 aufgef├╝hrt werden. Mit dem Kartenverkauf werde man im Februar 2022 beginnen. Die 300 bereits verkauften Eintrittskarten behalten ihre G├╝ltigkeit. F├╝r 2022 k├╝ndigte Drexler zudem an, dass man in Zusammenarbeit mit dem Musikzug, der Pfarrgemeinde und den Kirwaleit die Tradition der Hirschauer Kirwa wieder aufleben lassen wolle. Ein wichtiges Ziel sei auch der Aufbau einer Jugendgruppe. Da die Revisoren Helmut Sperber und Roland Fritsch der Schatzmeisterin Mey Koller eine tadellose Kassenf├╝hrung bescheinigten, erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft.

Eine beachtliche Bilanz pr├Ąsentierte der Vorsitzende des Festspielvereins Altb├╝rgermeister Hans Drexler den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung. Die Mitglieder brachten in die verschiedenen Bauma├čnahmen eine mehr als beachtliche Summe unentgeltlicher Arbeitsstunden ein. Absoluter Rekordhalter ist 2 604 Stunden Hans Drexler selbst. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Eine beachtliche Bilanz pr├Ąsentierte der Vorsitzende des Festspielvereins Altb├╝rgermeister Hans Drexler den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung. Die Mitglieder brachten in die verschiedenen Bauma├čnahmen eine mehr als beachtliche Summe unentgeltlicher Arbeitsstunden ein. Absoluter Rekordhalter ist 2 604 Stunden Hans Drexler selbst.

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