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Nachricht vom 17.05.2021 Politik

Klimafreundlichen Tourismus am Monte Kaolino

Hirschau (Bericht von G√ľnther Amann)  ‚ÄěWie ver√§ndert Corona den Tourismus und wie k√∂nnen wir unser Freizeitzentrum am Monte Kaolino darauf vorbereiten?‚Äú, zu einem Fachgespr√§ch mit diesem Thema trafen sich die Mitglieder SPD-Stadtratsfraktion auf dem Gel√§nde des Freizeitparks. Dabei galt es Ideen und Konzepte zu entwickeln, wie Hirschau von k√ľnftigen Entwicklungen in der Urlaubs- und Reisebranche profitieren k√∂nne.

Fraktionssprecher Josef Birner betonte einleitend, dass der Tourismus unter der Pandemie mit am st√§rksten leide und sich nach der Krise den ver√§nderten Bed√ľrfnissen der Reisenden stellen m√ľsse. Nach in Quarant√§ne gesperrten Kreuzfahrtschiffen und Hotelg√§sten werden regionale Angebote an Attraktivit√§t gewinnen zeigte sich Birner √ľberzeugt. ‚ÄěF√ľr den Monte Kaolino ist das eine gro√üe Chance.‚Äú

Um das j√§hrliche Defizit zu reduzieren, m√ľssten √ľber gut besuchte Ferienzeiten hinaus auch in der Vor- und Nachsaison G√§ste und Kurzurlauber gewonnen werden, pflichtete Wolfgang Bosser bei. Mit kurzen Wegen und geeigneten Naherholungkonzepten k√∂nne der regionale Tourismus an Attraktivit√§t gewinnen.

Claudia Stein verwies darauf, dass Reisen ein elementares menschliches Bed√ľrfnis sei. Auch sie vertrat die Meinung, dass nach den Erfahrungen mit der Pandemie Urlaubsziele bewusster und achtsamer gew√§hlt w√ľrden. Nachhaltigkeit und √Ėkologie w√ľrden dabei eine immer gr√∂√üere Rolle spielen.

G√ľnther Amann pl√§dierte daf√ľr, unter dem Motto ‚ÄěKlimafreundlicher Urlaub‚Äú den Freizeitpark gezielt auszubauen und zu bewerben.

Bereits jetzt habe der Monte dazu einiges zu bieten. Der W√§rmebedarf werde ohne fossile Brennstoffe nahezu vollst√§ndig aus der Biogasanlage Weiher-Kricklhof gedeckt, Schwimmbecken, Sanit√§rgeb√§ude und Gastronomie damit beheizt. Was fehle, sei selbsterzeugter √Ėkostrom. Photovoltaik auf dem Dach des Restaurants sei vom Planer aus √§sthetischen Gr√ľnden nicht gewollt worden. Das sei allerdings √ľberholt. Hier m√ľsse nachgebessert werden.

Rudi Wild verwies auf die aktuell starke Nachfrage nach Freifl√§chen-Photovoltaik. Mit dem Parkplatz des Freizeitgel√§ndes verf√ľge die Stadt √ľber ein beachtliches Areal. Durch eine √úberdachung des Parkplatzes mit Solarmodulen k√∂nnte die Erzeugung von √Ėkostrom gleichzeitig mit einer Beschattung der Parkpl√§tze kombiniert werden. Die Anregung der SPD daf√ľr F√∂rdermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative zu beantragen, sei von der Stadt bislang nicht verfolgt worden, erinnerte Josef Birner. Dabei k√∂nne die Idee eines nachhaltigen und klimafreundlichen Tourismus am Monte Kaolino dem daf√ľr erforderlichen Modellcharakter durchaus entsprechen.

Erg√§nzt werden k√∂nnte die Idee f√ľr nachhaltigen Urlaub durch ein Konzept f√ľr Elektromobilit√§t, beispielsweise mit einem Fuhrpark mit E-Bikes und Lastenr√§dern. Den k√∂nne auch ein privater Anbieter betreiben, meinte Wolfgang Bosser.

Das √úbernachtungsangebot auf dem Campingplatz k√∂nne mittelfristig durch H√ľtten in √∂kologischer Bauweise und Ausstattung aufgewertet werden, regte G√ľnther Amann an.

Stadtr√§te und Stadtr√§tin der Hirschauer SPD kamen √ľberein, die Idee eines klimaneutralen und nachhaltigen Tourismus am Monte Kaolino mit Nachdruck zu verfolgen. Vorrangig sei ein erster Schritt zur Versorgung des Freizeitparks mit Photovoltaik. Dabei sollten alle F√∂rderm√∂glichkeiten ermittelt und ausgesch√∂pft werden.



Photovoltaik auf dem Parkplatz des Freizeitparks Monte Kaolino als Teil eines Modellprojekts f√ľr nachhaltigen und klimafreundlichen Tourismus, damit befasste sich die Hirschauer SPD-Stadtratsfraktion.
Im Bild von links: Claudia Stein, G√ľnther Amann, Rudolf Wild, Josef Birner und Wolfgang Bosser.
 - Foto von G√ľnther AmannFoto: G√ľnther Amann
Photovoltaik auf dem Parkplatz des Freizeitparks Monte Kaolino als Teil eines Modellprojekts f√ľr nachhaltigen und klimafreundlichen Tourismus, damit befasste sich die Hirschauer SPD-Stadtratsfraktion. Im Bild von links: Claudia Stein, G√ľnther Amann, Rudolf Wild, Josef Birner und Wolfgang Bosser.

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