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Nachricht vom 18.03.2021 Politik

CSU will Eichenprozessionsspinner mit nat√ľrlichen Feinden Einhalt gebieten

Hirschau/Schnaittenbach (Bericht von Werner Schulz)  Die urspr√ľngliche Heimat des Eichenprozessionsspinners ist S√ľdeuropa. L√§ngst ist er in unserer Region daheim, auch in den beiden Kaolinst√§dten. Die dortigen CSU-Verantwortlichen wollen seiner Verbreitung Einhalt gebieten.

In der Zwischenzeit ist allgemein bekannt, dass die Brennhaare der Nachtfalterraupen f√ľr Tier und Mensch gef√§hrlich sind. Besonders gilt dies ab dem 3. Larvenstadium, also im Mai Juni. Die Brennhaare, die das Eiwei√ü ‚ÄěThaumetopoein‚Äú enthalten, dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich mit ihren H√§kchen fest. Sie k√∂nnen Kn√∂tchen, Quaddeln und eine Hautentz√ľndung verursachen. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare k√∂nnen zu Bronchitis bis hin zu Asthma f√ľhren.

Die vom Eichenprozessionsspinner ausgehenden Gefahren riefen die CSU‚Äôler aus Schnaittenbach und Hirschau auf den Plan, nachdem letztes Jahr insbesondere die Eichen entlang des Feldweges zwischen der Haid- und der Sargm√ľhle stark von den Raupen des Nachtfalters befallen waren und eine Gefahr f√ľr die Gesundheit der vielen Spazierg√§nger und Radfahrer darstellten, die diesen Weg benutzen. Bei den √úberlegungen nach geeigneten Ma√ünahmen zur Eind√§mmung des Nachtfalters und seiner Larven, wie etwa das vorbeugende Spritzen mit einem Biozid mit Wirkstoffen des Neem-Baumes, galt es zu bedenken, dass die B√§ume auf Privatgrund stehen. Schnaittenbachs CSU-Vorsitzender und B√ľrgermeister Marcus Eichenm√ľller nahm daher Kontakt zu Rudi Leitl vom Landesbund f√ľr Vogelschutz auf. Er verwies darauf, dass der Eichenprozessionsspinner nat√ľrlich Feinde wie z.B. den Kuckuck, den Wiedehopf sowie die Blau- und Kohlmeise gibt. Bei ihnen st√ľnden die Raupen ganz oben auf dem Speiseplan. Rudi Leitl nannte als Beispiel den Amberger Mariahilfberg. ‚ÄěDort stehen viele Eichen. Trotzdem gibt es kaum Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner, weil die Vogelpopulation stimmt.‚Äú Stadtrat Markus Nagler wies erg√§nzend darauf hin, dass in den Niederlanden Meisen als nat√ľrliche Feinde des Nachtfalters gelten. Dort werden vermehrt Meisennistk√§sten aufgeh√§ngt, damit sich Meisen ansiedeln. F√ľr B√ľrgermeister Eichenm√ľller und die CSU‚Äôler aus den beiden Kaolinst√§dten war daher die logische Konsequenz, das Ansiedeln von nat√ľrlichen Feinden des Nachtfalters durch das Fertigen und Anbringen von Nistk√§sten zu f√∂rdern. Mit Alfons Nagler fand sich ein erfahrener Nistkasten-Fertiger. In k√ľrzester Zeit zimmerte er eine erste Serie von f√ľnfzig Nistk√§sten. Weitere sollen noch folgen.

Da in naher Zukunft die Brutzeit der V√∂gel beginnt, war es an der Zeit, die K√§sten an den B√§umen anzubringen. Hierzu verabredeten die Ortsvorsitzenden Florentin Siegert (Hirschau) und Marcus Eichenm√ľller (Schnaittenbach) eine gemeinsame Aktion. Gut vierzig Nistk√§sten wurden mittlerweile von B√ľrgermeister Eichenm√ľller, Kreisrat Fredi Wei√ü sowie den Stadtr√§ten Markus Nagler, Thomas Hottner und Christian M√ľller in Wald- bzw. Baumbest√§nden angebracht, wo der Eichenprozessionsspinner besonders stark auftritt, z.B. am Forst im Bereich des Naturbades, am √∂stlichen Ortsrand in der N√§he der Seblasm√ľhle, aber auch in den Ortsteilen Sitzambuch und Kemnath am Buchberg.

Beim Ausstatten des stark befallenen Bereichs entlang des Weges zwischen Sarg- und Haidm√ľhle halfen auch Hirschaus B√ľrgermeister Hermann Falk und der Orts- und Fraktionsvorsitzende Florentin Siegert tatkr√§ftig mit. Weitere Nistk√§sten im Bereich der Stadt Hirschau sollen in den n√§chsten Tagen folgen. B√ľrgermeister Falk nannte vor allem den Bereich um den Moosweiher als Zielgel√§nde.

In einer gemeinsamen Aktion wollen die CSU-F√ľhrungskr√§fte aus Schnaittenbach und Hirschau der Verbreitung des Eichenprozessionsspinners Einhalt gebieten. Da Meisen junge Eichenprozessionsspinnerraupen auf ihrem Speiseplan haben, will man die Ansiedlung der V√∂gel durch das Anbringen von Nistk√§sten, wie hier am Weg von der Sarg- zur Haidm√ľhle, f√∂rdern. V. l.: B√ľrgermeister Hermann Falk, Orts- und Fraktionsvorsitzender Florentin Siegert (beide Hirschau), Stadtrat Markus Nagler, B√ľrgermeister Marcus Eichenm√ľller und der Nistk√§stenfertiger Alfons Nagler (alle Schnaittenbach): - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
In einer gemeinsamen Aktion wollen die CSU-F√ľhrungskr√§fte aus Schnaittenbach und Hirschau der Verbreitung des Eichenprozessionsspinners Einhalt gebieten. Da Meisen junge Eichenprozessionsspinnerraupen auf ihrem Speiseplan haben, will man die Ansiedlung der V√∂gel durch das Anbringen von Nistk√§sten, wie hier am Weg von der Sarg- zur Haidm√ľhle, f√∂rdern. V. l.: B√ľrgermeister Hermann Falk, Orts- und Fraktionsvorsitzender Florentin Siegert (beide Hirschau), Stadtrat Markus Nagler, B√ľrgermeister Marcus Eichenm√ľller und der Nistk√§stenfertiger Alfons Nagler (alle Schnaittenbach):

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