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Nachricht vom 19.01.2021 Sonstiges

Trauer um Bruno Martin

Hirschau/Schnaitenbach (Bericht von Werner Schulz)  Die Region Amberg-Sulzbach ist um eine verdiente und hoch gesch√§tzte Pers√∂nlichkeit √§rmer: Bruno Martin. Der ehemalige stellvertretende B√ľrgermeister der Stadt Schnaittenbach und langj√§hrige Rektor der Hirschauer Volkschule verstarb am Dienstag, den 12. Januar, im Klinikum St. Marien in Amberg.

‚ÄěEin Lehrer wie aus dem Bilderbuch‚Äú titelte die Amberger Zeitung, als er im Juli 2002 nach 39 Jahren und 327 Tagen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Von 1959 bis 1962 hatte Bruno Martin, der 1939 in Neunburg vorm Wald geboren wurde, nach dem Abitur an der P√§dagogischen Hochschule in Regensburg studiert. Ab 1962 unterrichtete er in Sch√∂nlind, ab 1964 in Schnaittenbach. 1977 wechselte er als Konrektor an die Volksschule Hirschau, die er ab 1983 bis zu seiner Pensionierung als Rektor mit gro√üer Umsicht und vorbildlichem Engagement leitete.

Dass er in der Lehrerschaft hohes Ansehen genoss, kommt dadurch zum Ausdruck, dass er 28 Jahre dem Personalrat, auch als 2. Vorsitzender, beim Schulamt Amberg-Sulzbach angeh√∂rte. 27 Jahre lang war seine Kompetenz in Erziehungsfragen als Referent der Katholischen Erwachsenenbildung der Di√∂zese Regensburg gefragt. Gem√§√ü dem Motto ‚ÄěFordere viel von dir selbst, erwarte wenig von den anderen‚Äú engagierte er sich in vielfacher Hinsicht.

Seine politische Heimat fand er in der CSU. Von 1977 bis 1982 war er Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Schnaittenbach. 24 Jahre war er eine tragende S√§ule der Schnaittenbacher Kommunalpolitik. Von 1972 bis 1996 geh√∂rte er dem Stadtrat an, zun√§chst 12 Jahre als Fraktionsvorsitzender, dann je 6 Jahre als 3. bzw. 2. B√ľrgermeister. Als er sich aus dem Stadtrat verabschiedete, √ľberreichte er mit dem ebenfalls ausscheidenden Helmut Richter an B√ľrgermeister F√§rber ein kunstvoll gestaltetes Stadtwappen, das seitdem das neue Rathaus ziert und in der Dachgaube √ľber dem Haupteingang angebracht ist.

Auch in der Pfarrgemeinde St. Vitus, der er 13 Jahre lang als PGR-Vorsitzender diente, erwarb sich Bruno Martin mit seinem Elan und seiner Aufgeschlossenheit bleibende Verdienste. Die Pflege der ‚ÄěMusica Sacra‚Äú war ihm von Jugend an ein Herzensanliegen. 45 Jahre geh√∂rte er dem Kirchenchor an, den er von 1986 bis 2009 mit gro√üer Begeisterung leitete. Nicht vergessen ist in der Pfarrei, dass er die Wallfahrt zum Mariahilfberg 25 Jahre lang als Pilgerf√ľhrer leitete. Seine Liebe zum Chorgesang wird auch dadurch deutlich, dass er u.a. dem Oratorienchor (vormals Englhardtchor) von 1962 bis 2011 angeh√∂rte, seit 2009 bis zuletzt der Chorgemeinschaft St. Georg Amberg. Insgesamt 70 Jahre wirkte er als S√§nger in verschiedenen Kirchench√∂ren mit, au√üerdem auch 43 Jahre beim M√§nnergesangverein Schnaittenbach.

Weit √ľber die Landkreisgrenzen hinaus bekannt war Bruno Martin als Mitglied der Amberger Stubnmusi, bei der von der Gr√ľndung 1980 bis zu ihrer Aufl√∂sung 2005 den Kontrabass spielte ebenso wie 43 Jahre lang bei der Schnaittenbacher Stubnmusi.

Bleibende Verdienste hat sich Bruno Martin um die Gebietsverkehrswacht Hirschau-Schnaittenbach, insbesondere um die Verkehrssicherheit der Kindergarten- und Schulkinder im Kaolinpott erworben. Mit seinem Eintritt im Jahr 1977 √ľbernahm er das Amt des stellv. Vorsitzenden, von 1989 bis 2008 das des Vorsitzenden. Belohnt wurde sein Engagement mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden, die Landesverkehrswacht verlieh ihm das Goldene Ehrenzeichen. In der Aufz√§hlung seiner ehrenamtlichen T√§tigkeiten darf sein Engagement als 2. Vorsitzender des TC Hirschau nicht fehlen.

Angesichts des vielf√§ltigen Einsatzes von Bruno Martin f√ľr das Allgemeinwohl ist es fast selbstverst√§ndlich, dass er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhielt. 1996 zeichnete ihn die Hanns-Seidel-Stiftung f√ľr hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Bayerischen Volksmusik aus. 2002 ehrte ihn die Stadt Hirschau f√ľr besondere Verdienste. 2007 erhielt er das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpr√§sidenten f√ľr seine Verdienste im Ehrenamt. Die Stadt Schnaittenbach verlieh ihm 1999 die B√ľrgermedaille in Silber und zeichnete ihn 2004 mit der Verdienstmedaille in Gold aus.

Sein Engagement f√ľr das Allgemeinwohl wurde √ľber all die Jahre mitgetragen von seiner Ehefrau Lilo, mit der seit 1964 verheiratet war. Ihr gilt genauso die Anteilnahme wie Sohn Christoph und Tochter Angelika. Das Requiem findet am morgigen Mittwoch um 13 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Georg statt.

Die Region Amberg-Sulzbach ist um eine verdiente und hoch gesch√§tzte Pers√∂nlichkeit √§rmer: Bruno Martin. Der ehemalige stellvertretende B√ľrgermeister der Stadt Schnaittenbach und langj√§hrige Rektor der Hirschauer Volkschule verstarb am Dienstag, den 12. Januar, im Klinikum St. Marien in Amberg. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Die Region Amberg-Sulzbach ist um eine verdiente und hoch gesch√§tzte Pers√∂nlichkeit √§rmer: Bruno Martin. Der ehemalige stellvertretende B√ľrgermeister der Stadt Schnaittenbach und langj√§hrige Rektor der Hirschauer Volkschule verstarb am Dienstag, den 12. Januar, im Klinikum St. Marien in Amberg.

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