Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Am Mittwoch, 25. November wird wie jedes Jahr der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen begangen. Der Gedenk- und Aktionstag wurde 1981 von Menschenrechtsorganisationen wie z. B. Terre des Femmes ins Leben gerufen, um auf Menschenrechtverletzungen gegenüber Frauen und Mädchen hinzuweisen. Dabei sollen vor allem Themen wie z.B. Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, aufgegriffen werden.
Gerade während der Corona Pandemie hat sich die Lage der Frauen in dieser Hinsicht massiv verschlechtert, da durch die häusliche Quarantäne und die damit verbundene Enge die Übergriffe im Rahmen häuslicher Gewalt stark angestiegen sind. Von den Frauenhäusern müssen zwischenzeitlich viele Frauen abgewiesen werden, da kein Platz mehr für ihre Unterbringung zur Verfügung steht.
Eigentlich wollten die Frauen des Hirschauer Frauenbundes am Aktionstag des Diözesanverbandes am 25. November in Regensburg teilnehmen. Als Zeichen der Solidarität sollte jede Teilnehmerin mit einem gewebten, geflochtenen, gehäkelten oder geknüpften 1,5 Meter langem Band zur Veranstaltung kommen. Dort sollten die Bänder zu einem großen Netz verbunden werden, das die Solidarität aller Frauen symbolisieren sollte. Wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung abgesagt werden.
Die Hirschauer Frauenbündlerinnen entschlossen sich daraufhin kurzfristig, selbst 100 Euro an ein Frauenhaus zu spenden. Die 32 von den Hirschauerinnen für die Veranstaltung gehäkelten Bänder werden an den Diözesanverband geschickt, der dann je Band 5 Euro an Frauenhäuser spenden wird.
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