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Nachricht vom 06.11.2020 Sonstiges

Einstimmiger Vertrauenensbeweis bei der IG BCE f√ľr Josef Birner

Hirschau (Bericht von Josef Birner)  Der neue Ortsgruppenvorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) bleibt weiterhin Josef Birner. Mit einem einstimmigen Vertrauensbeweis w√§hlten ihn die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im gro√üen Saal des Josefshauses in Hirschau unter strenger Einhaltung der Corona Vorgaben erneut wieder.

Vor der Wahl machte der Vorsitzende aber eindeutig klar, dass er sich zum letzten Mal f√ľr weitere 4 Jahre f√ľr dieses Amt zur Verf√ľgung stelle, dass er nun bereits seit dem Jahr 2000 als 1. Vorsitzender aus√ľbe. Es werde Zeit, dass J√ľngere √ľbernehmen w√ľrden, so Birner.

Als Stellvertreter an seiner Seite fungiert erneut Josef Finster, der bei 2 Enthaltungen im Amt best√§tigt wurde. Wenig Ver√§nderungen gab es bei den weiteren Vorstandsmitgliedern. Nachdem ein Gro√üteil der Kassenverwaltung inzwischen beim Bezirk angesiedelt sei, musste die Versammlung vorab entscheiden, ob ein eigener Ortsgruppenkassier bestellt werden sollte. Nachdem dies die Versammlung auch weiterhin f√ľr sinnvoll erachtete, wurde der bisherige Kassier Josef Biller erneut vorgeschlagen und einstimmig im Amt best√§tigt. Ebenso ohne Gegenstimme wurden Schriftf√ľhrerin Petra Stoiber, Bildungsobmann Hubert Zeitler und als neue Beisitzer Laura Beierl, Peter Lang und Brandon Williams in die Vorstandschaft gew√§hlt, dazu wurden die bisherigen Beisitzer Brigitte Hanft, J√ľrgen Blaschke, Wolfgang Bosser, Alfred Hausmann und Karl-Heinz Schwandner erneut einstimmig best√§tigt. F√ľr die Kassenpr√ľfung sind Hans G√∂tz, Robert Meyer und Johann Scherer verantwortlich.

In seinem vorangegangenen Rechenschaftsbericht erl√§uterte Vorsitzender Josef Birner die Aktivit√§ten der Ortsgruppe Hirschau seit der letzten Jahreshauptversammlung. Normalerweise sei man an rund 50 verschiedenen √∂ffentlichen Terminen pro Jahr im Einsatz. Die Beschr√§nkungen der Corona Pandemie h√§tten jedoch rund die H√§lfte der sonst √ľblichen Veranstaltungen verhindert. So habe weder eine Wochenendschulung f√ľr die Mitglieder, noch eine √∂ffentliche Maikundgebung stattfinden k√∂nnen. Das Familienfest, Ausflugsfahrten und die Jubilarehrung mussten aufgrund der Corona Einschr√§nkungen ebenfalls abgesagt werden. Dies galt auch teilweise f√ľr pers√∂nliche Gratulationen bei runden Geburtstagen oder der Teilnahme an Trauerfeiern. Wo immer es m√∂glich gewesen sei, habe man trotzdem versucht unter Einhaltung der Vorgaben sich √∂ffentlich zu zeigen.

Birner bedankte sich bei allen neugew√§hlten Vorstandsmitgliedern f√ľr die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit. Ein besonderer Dank galt den beiden ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Norbert Augustin und Rainer Sandner f√ľr ihre jahrelange Mitarbeit in der Ortsgruppe.

Kassier Josef Biller berichtete von einem erfreulichen Kassenbestand. Aufgrund der abgesagten Veranstaltungen h√§tten sich bei gleichbleibenden Einnahmen jedoch die Ausgaben um ca. 6000 Euro reduziert, dies habe sich nat√ľrlich positiv auf die Kassenlage ausgewirkt.

IG BCE Gewerkschaftssekret√§r Michael Amann informierte √ľber die aktuellen Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit. Viele Betriebsr√§te h√§tten in den letzten Monaten gewerkschaftliche Unterst√ľtzung ben√∂tigt bei der Umsetzung von Kurzarbeiterregelungen, manche leider auch bei der Gestaltung von Sozialpl√§nen. Nachdem das Jahr 2019 das bisher erfolgreichste Jahr bei der Mitgliederwerbung f√ľr den Bezirk Nordostbayern gewesen sei, k√§mpfe man derzeit an allen Ecken und Enden um den Erhalt der Arbeitspl√§tze. Der weltweite Lockdown habe bei vielen Branchen zu Absatzeinbu√üen gef√ľhrt. Egal ob Papierhersteller, Glas- oder die keramische Industrie, etliche seien betroffen. Besonders gebeutelt werde aktuell die heimische Porzellanindustrie. Dies w√ľrden vermutlich auch die Kaolinbetriebe als Rohstofflieferanten sp√ľren, so Amann. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung im Kaolinbecken seien jedenfalls die Verhandlungen abgebrochen worden. Obwohl die Gewerkschaft lediglich eine Forderung mit einer moderaten realen Einkommenssteigerung aufgestellt hatte, waren die bisherigen Angebote der Arbeitgeberseite inakzeptabel. Eine Erh√∂hung von z.B. lediglich 0,7 Prozent mit 2 Leermonaten bei einer Laufzeit von 20 Monaten sei in keinster Weise angemessen gewesen, so der Gewerkschaftssekret√§r. Da 2 weitere Angebote der Arbeitgeber sich nicht deutlich erh√∂ht h√§tten und zudem eine Arbeitsplatzgarantie bzw. tarifliche Besch√§ftigungssicherung ebenfalls von den Betrieben abgelehnt wurde, habe man die Verhandlungen abgebrochen, so Amann.

Bei den bisherigen Arbeitgeberangeboten werde in keinster Weise die solidarische Leistung der Besch√§ftigten w√§hrend der Kurzarbeit oder bei Arbeiten unter Coronabedingungen mit Schutzmasken, Schichttrennung und Separierung gew√ľrdigt, kritisierten die Tarifkomissionsmitglieder. Die Teuerungsrate werde nicht bei den jetzigen Werten bleiben unterstrichen die anwesenden Betriebsr√§te. So gelte bereits ab Januar die beschlossen CO2 Besteuerung. Dies bedeute eine Erh√∂hung bei den Benzinpreisen von ca. 7 Cent pro Liter. Der Mehrwertsteuersatz werde auf das alte Niveau erh√∂ht, dadurch w√ľrden die Verbraucherpreise anziehen. Dies w√ľrde sich im Geldbeutel der Besch√§ftigten auswirken. Gute Arbeit m√ľsse auch anst√§ndig bezahlt werden, so die Meinung der Anwesenden. Die Arbeitgeberseite m√ľsse sich deutlicher Bewegen und der Gewerkschaftsforderung entgegenkommen, sonst sei der betriebliche Friede gef√§hrdet.

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