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Nachricht vom 25.09.2020 Rathaus

Photovoltaikanlage in Ehenfeld/Kindlas geplant

Auftakt zum Radweg nach Amberg

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Ausschuss f├╝r Bau, Umwelt und Technik des Hirschauer Stadtrats abzuarbeiten. Nicht nur im Bereich Kricklhof ist eine Fotovoltaik angedacht, jetzt gibt es auch eine Idee dazu im Bereich Ehenfeld/Kindlas.

Dipl. Ing. Stefan Trummer von der Firma Voltgr├╝n aus Regensburg stellte die Planung vor. Zwischen Ehenfeld und Kindlas gebe es ein sehr gut geeignetes landwirtschaftliches Grundst├╝ck in S├╝dhanglage im benachteiligten Bereich, das kaum einsehbar sei und deshalb auch kaum Blendwirkung erzeuge. Von 8,5 ha k├Ânnten 7,2 ha mit Modulen best├╝ckt werden, was etwa acht Megawatt j├Ąhrliche Stromleistung erm├Âgliche. Gestartet werden soll mit der halben Gr├Â├če. Die Netzeinspeisung k├Ânnte in eine 20 Kilovoltleitung bei Kindlas oder der Hummelm├╝hle erfolgen. Die Anlage werde komplett eingegr├╝nt, der Boden werde nicht versiegelt, k├Ânne etwa f├╝r die Beweidung durch Schafe genutzt werden.

Voraussetzung f├╝r den Bau sei ein g├╝ltiger Fl├Ąchennutzungs- und Bebauungsplan unter kommunaler Planungshoheit, die auflaufende Gewerbesteuer bleibe am Ort. Die Finanzierung laufe zu 85% ├╝ber zinsg├╝nstige Bankdarlehen mit KFW-F├Ârderung. Der Rest, die Eigenbeteiligung, etwa 600000 Euro k├Ânnte auch ├╝ber B├╝rgerdarlehen mit f├╝nf bis 20 Jahren Laufzeit in St├╝ckelungen von 5000 bis 20000 Euro erbracht werden. Als fester Zinssatz seien 3,5 % im Jahr angesetzt. Liefen die Vorplanungen z├╝gig und finde die Idee Zustimmung k├Ânne 2021 gebaut werden. Die gesch├Ątzte Lebensdauer der Module liege derzeit bei 30 bis 40 Jahren. Ein sp├Ąterer R├╝ckbau werde mit einer B├╝rgschaft abgesichert. 1.B├╝rgermeister Hermann Falk schlug vor das Projekt in einer Infoveranstaltung vorzustellen was geschehen soll.

Alle privaten Bauantr├Ąge und Anfragen wurden bef├╝rwortet und werden, soweit erforderlich ans Landratsamt weiter geleitet. Zugestimmt wurde auch einer Anfrage der Stadt Amberg, die ein in ihrem Besitz befindliches Grundst├╝ck mit einem Weiher im Bereich Steiningloh/Urspring als Ausgleichsfl├Ąche nutzen m├Âchte, soweit das f├╝r Bauma├čnahmen im Stadtbereich erforderlich sei.

Z├╝gig geht es in der Postgasse voran. Als Tragschicht f├╝r das Pflaster wurde auf dem Frostschutz eine wasserdurchl├Ąssige Grobasphaltmischung aufgebracht, die Absenkungen minimiert. Nach Ausfahrversuchen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen aus Grundst├╝cken wurde die Platzierung von B├Ąumen und geplanten Pollern ver├Ąndert, und damit die Nutzung erleichtert.

Das Hin und Her um den Radweg nach Amberg geht weiter. War geplant heuer dien Feldweg von Steiningloh nach Immenstetten in Angriff zu nehmen, so soll jetzt der 900 Meter lange Feldweg von der Abzweigung der Staatsstra├če 2238 Richtung Krondorf bis zum Weiher bei Urspring ausgebaut werden. Der Weg sei eigentlich gut befahrbar stellte Wolfgang Bosser fest, ob man den unbedingt teeren m├╝sste halte er f├╝r fraglich. Als Breite einigte man sich dann schlie├člich doch auf drei Meter Asphalt und seitlich je 50 cm geschotterte Bankette um auch landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu entsprechen. Das bedeutet dass sich Hirschau mit 12,5% an den Baukosten zu beteiligen hat. Das St├╝ck weiter nach Steiningloh sei in Planung informierte B├╝rgermeister Falk. Dr. Hans-J├╝rgen Sch├Ânberger brachte die Situation auf den Punkt. Eine echte Verbesserung bringe der Ausbau dieses vorhandenen Abschnitts f├╝r die Radler zwar nicht. Man sollte dennoch nach fast 20 j├Ąhriger Planung die Chance f├╝r einen Start nutzen und auf z├╝gigen Weiterbau dr├Ąngen.

Wolfgang Bosser brachte die sehr grobe Aufschotterung eines gern genutzten Feldweges bei den Egelseer Weiherwiesen unterhalb des Kalvarienbergs und des Weges, der hinter der Kahlhofsiedlung zum Wasserwerk f├╝hrt ins Gespr├Ąch. Dieses grobk├Ârnige Material mache Radfahrern und Fu├čg├Ąngern echte Probleme. Josef Luber wandte ein, die Stadt k├Ânne nicht jeden Feldweg als Radweg herrichten. Aber so beliebte, wie die beiden genannten sollte man nicht so grob schottern sah das Dr. Sch├Ânberger etwas anders. Die Stadt will Kontakt zum Jagdverband aufnehmen.

Der Bauausschuss rechts 1.B├╝rgermeister Hermann Falk ├╝berzeugte sich vom guten Baufortschritt in der Postgasse. Die Pflasterung hat begonnen, heuer soll die Ma├čnahme zumindest gro├čenteils beendet werden. - Foto von Gerhard FleischmannFoto: Gerhard Fleischmann
Der Bauausschuss rechts 1.B├╝rgermeister Hermann Falk ├╝berzeugte sich vom guten Baufortschritt in der Postgasse. Die Pflasterung hat begonnen, heuer soll die Ma├čnahme zumindest gro├čenteils beendet werden.

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Foto: Gerhard Fleischmann