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Nachricht vom 11.09.2020 Rathaus

Sicherung des √úberschwemmungsgebietes vorgestellt

Bebauung dort nur eingeschränkt möglich

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Der Ehenbach mit seinen Zufl√ľssen macht in Hirschau, Schnaittenbach bis Wernberg Sicherungsma√ünahmen f√ľr m√∂gliche Hochwasserzonen erforderlich. In Hirschau betrifft die Untersuchung den M√ľhlbach, Schie√üh√ľttenbach, Schweitzbach, Eschenbach, Eulenbach und Weitzendorfer Bach. Peter Fr√∂hlich vom Wasserwirtschaftsamt Weiden und Sigrid Stepan vom Landratsamt Amberg- Sulzbach stellten das Konzept im Hirschauer Stadtrat vor. Das Bayerische Wassergesetz verpflichtet das Wasserwirtschaftsamt zur Ermittlung m√∂glicher √úberschwemmungsgebiete.

Basis f√ľr die Ma√ünahmen ist ein sogenanntes 100-j√§hriges Hochwasser. Das letzte 20-j√§hrige Hochwasser ereignete sich im Juni 2013 und war etwa halb so m√§chtig wie es einmal im Jahrhundert statistisch erwartet wird. Der Pegel f√ľr die Messungen liegt in Kettnitzm√ľhle bei Wernberg. Peter Fr√∂hlich nannte als Grundlage der Berechnung auch eine Befliegung bei der mittels Laserdaten ein exaktes Gel√§ndeprofil erstellt worden sei, mit Hilfe dessen dann Flie√überechnungen durchgef√ľhrt wurden. In Hirschau befinden bei einem 100-j√§hrigen Hochwasserereignis im 29 Haupt- und 83 Nebengeb√§ude in der gef√§hrdeten Zone. Meist liegen die Geb√§ude nahe am Schie√üh√ľttenbach oder M√ľhlbach. Um m√∂glichen Schaden klein zu halten sollten gew√§ssernahe Fl√§chen m√∂glichst nicht verbaut werden, dass Wasser abflie√üen k√∂nnen.

Sigrid Stepan stellte fest, Hochwasserereignisse in j√ľngerer Zeit h√§tten gezeigt, dass man aktiv werden m√ľsse um Sch√§den zu minimieren. Die Sicherung des √úberschwemmungsgebiets mache die Ausweisung von Baugebieten in diesem Bereich schwierig, erschwere auch einzelne Bauma√ünahmen. Auch das Einbringen Wasser gef√§hrdender Stoffe m√ľsse unterbleiben. F√ľr Bauma√ünahmen seien besondere Genehmigungen nach dem Wassserrecht erforderlich. Im √úberschwemmungsgebiet seien neue √Ėlheizungen wohl nicht mehr genehmigungsf√§hig, Altanlagen die nicht den aktuellen Vorgaben entsprechen m√ľssten nachger√ľstet werden.

Betroffene Hauseigent√ľmer sollten informiert werden waren die R√§te einig. Den Zustand ihrer Gew√§sser sollte eine Kommune im Blick haben, so Peter Fr√∂hlich. Ab 2021 werde es zudem beim Landschaftspflegeverband f√ľr den Landkreis zwei beratende Ansprechpartner geben. F√ľr die Gew√§sser 3. Ordnung, in der Regel sind das B√§che, sind die Kommunen zust√§ndig. Nicht √ľberpr√ľft wurden m√∂gliche Gefahren durch pl√∂tzliche starke Wasserabfl√ľsse au√üerhalb des Einzugsbereichs der Hirschauer B√§che etwa bei Starkregen.

Einstimmig festgestellt und die Entlastung erteilt wurde f√ľr die Jahresrechnungen 2017 und 2018 der Stadt Hirschau und der Forster Dorfner`schen Spital und Krankenhausstiftung. Der Rechnungspr√ľfungsausschuss hatte bereits im Oktober 2019 letztmals dazu getagt. Rudi Wild monierte die lange Zeit bis zur Behandlung im Stadtrat, zum dazwischen die Wahl lag.

Aufgeschlossen zeigte sich das Gremium der Idee in Hirschau einen Wochenmarkt anzubieten. Anbieter k√∂nnten aus Hirschau, aber auch von ausw√§rts kommen. Ins Auge gefasst wurde donnerstags Nachmittag. Die H√∂he der Standgeb√ľhren soll nach einer Anlaufphase gekl√§rt werden.

Auf 40 Euro im Monat wurde die Entsch√§digung f√ľr ehrenamtlich t√§tige Gemeindeb√ľrger festgelegt. Darunter fallen derzeit die Seniorenbeauftragten, der Stadtheimatpfleger, der Jugendbeauftragte, Inklusionsbeauftragte und der Wanderwegsbeauftragte.

Immer wieder neue Sachst√§nde gebe es bez√ľglich des Radwegs von Hirschau nach Amberg teilte der B√ľrgermeister auf Frage von Peter Leitsoni mit. Der Ausbau von Steiningloh nach Immenstetten sei heuer wegen der im Wegeverlauf befoindlichen Wasserleitung nicht m√∂glich. Jetzt versuche das Stra√üenbauamt heuer von Krondorf nach Urspring zu beginnen, bis nach Steiningloh sei die Planung noch nicht abgeschlossen. Leitsoni meinte, der Bedarf steige gerade durch mehr E-bikes deutlich.

Zwischen Ehenfeld und Kindlas gebe es eine Anfrage zur Errichtung einer Freifl√§chenphotovoltaikanlage. Die Vorstellung des Plans erfolge in der n√§chsten Bauausschussitzung, informierte B√ľrgermeister Falk.

Die Situation im Sch√ľlerverkehr w√ľrde derzeit landkreisweit gepr√ľft, so der B√ľrgermeister. Soweit erforderlich und m√∂glich, wenn es freie Busse und Fahrer gibt, soll es Verst√§rkerbusse geben. In Hirschau seinen derzeit keine √Ąnderungen n√∂tig.

G√ľnther Amann fragte wegen der Durchf√ľhrung des Weihnachtsmarktes nach. Der B√ľrgermeister meinte man versuche daf√ľr ein tragf√§higes Konzept zu finden. Ob der Markt m√∂glich sei entscheide wohl die zu Adventsbeginn herrschende Infektionslage.

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