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Nachricht vom 17.08.2020 Vereine

46. Marktplatzfest Opfer der Corona-Pandemie

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit 1975 ist es das Highlight im Hirschauer Festlkalender ‚Äď das Marktplatzfest des Musikzugs. Wo seither am zweiten August-Wochenende Hunderte ausgelassen feierten, blieb es heuer ganz ruhig.



Schweren Herzens hatte sich die Vorstandschaft des Musikzugs mit ihrem Vorsitzenden Maximilian Stein entschlossen, das Fest abzusagen - zum ersten Mal in seiner 45-j√§hrigen Geschichte. Dem gesamten Team erschien es als zu schwierig, alle der Corona-Pandemie geschuldeten Auflagen und Vorschriften erf√ľllen und deren Einhaltung garantieren zu k√∂nnen. Bewusst wollte man nicht das Risiko eingehen, dass das Fest zum Ausgangspunkt der Verbreitung des Corona-Virus werden k√∂nnte, wie es mit den Bierfesten im Landkreis Tirschenreuth der Fall war. Maximilian Stein machte kein Hehl daraus, dass die Absage des Festes ein gro√ües Loch in der Kasse des Musikzugs bedeutet. Covid 19 hatte schon f√ľr den Ausfall des Osterkonzertes und der damit verbundenen Einnahmen gesorgt.

Nichtsdestotrotz lie√ü es sich das Organisationsteam nicht nehmen, sich am sp√§ten Samstagnachmittag zur normalen Fester√∂ffnungszeit vor dem Ostgiebel des Rathauses zu treffen und auf dem leeren Marktplatz mit einem ‚ÄěPollerseidl‚Äú darauf anzusto√üen, dass man beim Marktplatzfest 2021 umso mehr durchstarten werde.

Zum Festtradition geh√∂rt es auch, dass allj√§hrlich am Sonntagvormittag auf dem Marktplatz ein Gottesdienst gefeiert wird, bei dem seiner verstorbenen Mitglieder gedacht wird. Dieses Mal fand die Messfeier auf dem ehemaligen Sportplatz der SpVgg Wei√üe Erde an der Kolpingstra√üe statt. Zelebriert wurde sie vom aus Hirschau stammenden Pfarrer Herbert Mader, derzeit Dekan in Bad K√∂tzting. Er konnte im Juli sein 25-j√§hriges Priesterjubil√§um feiern. Namens seiner Heimatpfarrei gratulierte ihm eingangs Pfarrgemeinderatssprecher Laurenz Beck. Unter Leitung von Wolfgang V√∂gele sorgte der Musikzug, der seit Fasching erstmals wieder √∂ffentlich auftrat, f√ľr eine gleicherma√üen feierliche wie anspruchsvolle musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Beeindruckend insbesondere Leonard Cohens Halleluja. Mit dem Hinweis auf das Corona-Virus, das die Menschen im Moment im Griff habe, nannte Pfarrer Mader in seiner Predigt den Propheten Elias jemanden, der von Gott infiziert gewesen sei. Er habe mit Leidenschaft den Glauben an Gott neu in die Gesellschaft pflanzen wollen, hatten die Menschen doch Antik√∂rper gegen Gott und den Glauben an ihn gebildet. Derartiges sei auch in letzter Zeit in beachtlichem Ausma√ü der Fall. Das Beispiel des sinkenden Petrus zeige aber, dass der Glaube Kraft und Halt gebe, eine Aversion gegen Gott fehl am Platze sei. Abgerundet wurde die Messfeier mit dem gemeinsam gesungenen ‚ÄěGro√üer Gott, wir loben dich.‚Äú Der Musikzug hatte danach noch eine Zugabe parat ‚Äď der Marsch ‚ÄěGl√ľckauf‚Äú!

Erstmals in seiner 45-j√§hrigen Geschichte musste das Marktplatzfest des Musikzuges abgesagt werden. Der Grund: Covid 19. Das Organisationsteam traf sich zur normalen Fester√∂ffnungszeit auf dem Marktplatz zu einem ‚ÄěPollerseidl‚Äú. V. l.: Michael Knietsch, Brauerei-Chef Franz Dorfner, Vorstand Maximilian Stein, Ludwig Stein, Werner Stein, Heike Giehrl, Marie Giehrl und Erik Remhof. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Erstmals in seiner 45-j√§hrigen Geschichte musste das Marktplatzfest des Musikzuges abgesagt werden. Der Grund: Covid 19. Das Organisationsteam traf sich zur normalen Fester√∂ffnungszeit auf dem Marktplatz zu einem ‚ÄěPollerseidl‚Äú. V. l.: Michael Knietsch, Brauerei-Chef Franz Dorfner, Vorstand Maximilian Stein, Ludwig Stein, Werner Stein, Heike Giehrl, Marie Giehrl und Erik Remhof.

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Foto: Werner Schulz
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