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Nachricht vom 27.07.2020 Schule

Schule verabschiedet engagierte PĂ€dagogen in Ruhestand

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Eigentlich ist es an der Hirschauer Schule gute Tradition, dass sich die ganze Schulfamilie zu einer Feier versammelt, wenn verdiente LehrkrĂ€fte verabschiedet werden. Das Corona-Virus sorgte dafĂŒr, dass dies heuer anders war.

Wegen der Hygienevorschriften kamen nur das Lehrerkollegium, Rektor a.D. Hans Meindl und Konrektor a.D. Josef Schmaußer im Schulgarten zusammen, um Lehrer Alois Feyrer und Fachlehrerin Irmgard Luber alles Gute fĂŒr ihren Ruhestand und LehramtsanwĂ€rterin Judith Kalb fĂŒr den Einsatz an ihrer neuen Schule zu wĂŒnschen. Zum Bedauern aller konnten weder Kinder noch Eltern teilnehmen. Daher ĂŒberbrachte Rektorin Birgit HĂ€rtl den Dank und die GrĂŒĂŸe des Elternbeirats und seiner Vorsitzenden Jentry Meißner sowie deren Geschenke an die scheidenden LehrkrĂ€fte.

Ihre Ansprache machte deutlich, dass Lehrer Alois Feyrer eine große LĂŒcke hinterlĂ€sst. Er begann seinen Dienst 1977 an der Pestalozzi-Grundschule in Sulzbach-Rosenberg. Nach EinsĂ€tzen in den Landkreisen NĂŒrnberger Land und Neustadt/WN sowie in Vilseck kam er 1995 nach Hirschau, wo er 25 Jahre als Klassenleiter in den Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4 eingesetzt war. Keine andere Klassenlehrkraft kann so viele Dienstjahre an der Hirschauer Schule vorweisen. Außerdem, so Rektorin HĂ€rtl, sei Feyrer der Lehrer, der am lĂ€ngsten eine Kombiklasse im Landkreis gefĂŒhrt hat. „Zehn Jahre sind Rekord!“

Dass die Rektorin ihre Rede mit dem Zitat „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“ begann, war kein Zufall. Sie nannte Alois Feyrer „den Musikfachmann der Schule, der diese lange Jahre nach innen wie nach außen geprĂ€gt hat.“ Mit seinen Musikgruppen und dem SchĂŒlerchor habe er das Schulleben stark bereichert, Schulfeiern und Gottesdienste umrahmt und z.B. das Musical „Der Regenbogenfisch“ aufgefĂŒhrt, in das die gesamte Schule eingebunden war. Außerhalb der Schule sei er mit den Kindern 15 Jahre lang beim „Lebendigen Adventskalender“ aufgetreten und habe mehrfach bei der Eröffnung des Hirschauer Weihnachtsmarktes mitgewirkt. Mit den SolidaritĂ€tslĂ€ufen zugunsten von Misereor und die Projekthilfe Dr. Luppa habe er das soziale Engagement der Kinder gefördert. Ihm sei es nicht nur um das Vermitteln von Wissen gegangen, habe bei den Schullandheimaufenthalten den Kindern auch Umgangsformen beigebracht.

Als jahrelanger Systembetreuer habe er die Digitalisierung der Schule maßgeblich mit vorangebracht, die Jahresberichte erstellt und so das Schulleben dokumentiert. Die Kinder hĂ€tten bei ihm die Arbeit mit Laptops, smart-boards und iPads erlernt. WĂ€hrend der Corona-Zeit habe er beim Homeschooling erfolgreich Videounterricht praktiziert. Generell sei er nie mĂŒde geworden, Neues auszuprobieren. Rektorin HĂ€rtl habe ihn als stets höflichen, loyalen, bescheidenen und zuverlĂ€ssigen Kollegen erlebt, der seine Aufgaben akkurat erledigt hat und auf den immer Verlass gewesen ist.

Fachlehrerin Irmgard Luber habe nach dem 1982 in MĂŒnchen abgelegten 1. Staatsexamen ihre ersten Schritte als Lehrkraft an der Hirschauer Schule noch unter Rektor Wenzel Mrasek gemacht. Von 1984 bis 1988 sei sie als mobile Reserve eingesetzt, von 1988 bis 1998 in Hahnbach tĂ€tig gewesen. Nach fĂŒnf Jahren Beurlaubung aus familienpolitischen GrĂŒnden sei sie 2003 an die Hirschauer Schule gekommen. Getreu dem ganzheitlichen Pestalozzi-Prinzip, bei den Kindern Kopf, Herz und Hand zu fördern, habe sie seither die Kinder an den Schulen in Hirschau und Ehenfeld im Fach EG unterrichtet und beide SchulhĂ€user regelmĂ€ĂŸig geschmĂŒckt. Sie als Kollegin eine Bereicherung und dienstlich flexibel einsetzbar gewesen. Ihre SprĂŒche hĂ€tten oft fĂŒr gute Laube im Kollegium gesorgt.

Beiden RuhestĂ€ndlern dankte Rektorin HĂ€rtl fĂŒr ihr vorbildliches pĂ€dagogisches Engagement. Sie gab ihnen nicht nur gute WĂŒnsche, sondern auch viele RatschlĂ€ge mit auf den Weg, wie sie die den neuen Lebensabschnitt gestalten könnten. Sie zitierte den Freizeitforscher Horst W. Opaschowski: „Wer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine Aufgabe vor sich haben.“ Um ihnen das zu erleichtern, ĂŒberreichte sie an Alois Feyrer und Irmgard Luber Gutscheine, die ihnen das AusĂŒben ihrer Hobbys erleichtern sollen. FĂŒr die ebenfalls ausscheidende LehramtsanwĂ€rterin Judith Kalb gab es als Dankeschön einen Blumenstrauß und gute WĂŒnsche fĂŒr die weitere berufliche Zukunft.

Alois Feyrer verabschiedete sich musikalisch. Er griff zu seinem Akkordeon, Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer zur Trompete – und beide ließen eine flotte Polka erklingen. Förderlehrer Dieter Albrecht ĂŒberraschte Alois Feyrer mit einem Film aus Bildern du Videos ĂŒber seine „golden and glory years“.

Nach 43 Jahren, 25 davon an der Hirschauer Grundschule, wurde Lehrer Alois Feyrer (r.) in den Ruhestand verabschiedet. Rektorin Birgit HĂ€rtl hatte ihn in ihrer Laudatio als „Musikfachmann der Schule“ bezeichnet. Alois Feyrer verabschiedete sich denn auch musikalisch. Er griff zu seinem Akkordeon, Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer (l.) zur Trompete – und beide ließen eine flotte Polka erklingen. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Nach 43 Jahren, 25 davon an der Hirschauer Grundschule, wurde Lehrer Alois Feyrer (r.) in den Ruhestand verabschiedet. Rektorin Birgit HĂ€rtl hatte ihn in ihrer Laudatio als „Musikfachmann der Schule“ bezeichnet. Alois Feyrer verabschiedete sich denn auch musikalisch. Er griff zu seinem Akkordeon, Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer (l.) zur Trompete – und beide ließen eine flotte Polka erklingen.

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