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Nachricht vom 25.02.2020 Kultur & Feste

Mieses Wetter kann Jecken nicht beeindrucken

DĂŒsseldorf/Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Sturmtief Yulia hing wie ein Damoklesschwert ĂŒber der Musikzugreise nach DĂŒsseldorf. Am Sonntag fiel ihm der Veedelszoch in Gerresheim zum Opfer. Am Abend dann die Entwarnung – der Rosenmontagszug findet statt.

Zum 43. Mal waren die Hirschauer Musikerinnen, Musiker und Majoretten zu einem der grĂ¶ĂŸten deutschen KarnevalsumzĂŒge in die Rheinmetropole eingeladen worden. Seit 1996 gehörte die sonntĂ€gliche Teilnahme am Veedelszoch in Gerresheim, einem DĂŒsseldorfer Stadtteil, zum Reiseprogramm. Daraus wurde jedoch nichts. Die Koordinierungsgruppe aus Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und Comitee DĂŒsseldorfer Carneval e.V, entschied, dass wegen des stĂŒrmischen Wetters sĂ€mtliche Veranstaltungen des Straßenkarnevals abgesagt werden. Am Abend kam dann die Entwarnung der Organisationsleitung: „Wir rechnen mit keinen EinschrĂ€nkungen bei der DurchfĂŒhrung des Rosenmontagszuges.“ Und dieser hatte mit rund 12 000 Teilnehmer, 131 Wagen, 90 Fußgruppen, 24 Musikkapellen und mehr als fĂŒnf Kilometern LĂ€nge RekordgrĂ¶ĂŸe.

Den Hirschauern wurde wieder die Ehre zuteil, zur Leibgarde von Prinz Axel I. und Venetia Jula zu gehören. Eingereiht wurden sie unmittelbar hinter dem Prinzenwagen. Der befand sich erstmals nicht in der Mitte, sondern am Ende des Zuges. Das Organisations-Comitee wollte damit verhindern, dass sich die RathaustribĂŒne vorzeitig leert, die im Fokus der Fernsehkameras steht. FĂŒr den Musikzug hatte das zur Folge, dass fĂŒr ihn der Marsch durch die von knapp einer Million Jecken gesĂ€umten Straßen erst nach 14 Uhr begann.

Die Startnummer 1 des Zuges hatte sich bereits um 12.14 Uhr auf den Weg gemacht. Bevor es fĂŒr die Hirschauer in ihrer schmucken Heroldstracht losging, gab es natĂŒrlich einen Fototermin mit ihrer Lieblichkeit Venetia Jula. Damit sie und ihr Prinz Axel wĂ€hrend des Zuges nicht unter Durst leiden mussten, ĂŒbergab ihr Musikzug-Chef Maximilian Stein einen Kasten Faschingsbier aus der Hirschauer Schlossbrauerei.

Bis zum Musikzugstart hatte sich der den ganzen Vormittag anhaltende Regen gelegt. Allzu einladend war das Wetter dennoch nicht. Davon ließen sich die karnevalsbegeisterten RheinlĂ€nder aber nicht im Geringsten beeindrucken. In den gut drei Stunden, die man zur BewĂ€ltigung der Gaudistrecke benötigte, erlebten die Hirschauer eine rundum verrĂŒckte Welt - einfach rheinischen Karneval total! Wenn alle am Ende auch total geschafft waren, so waren doch alle stolz darauf, bei einem der grĂ¶ĂŸten KarnevalszĂŒge Deutschlands aktiv mitgewirkt zu haben. Vorstand Maximilian Stein und Dirigent Wolfgang Vögele zollten den Musikern und Majoretten höchste Anerkennung.

Die Heimreise trat man zwar mĂŒde und erschöpft an, aber auch schon in Vorfreude darauf, im Jahr 2021 wieder mit von der Partie zu sein. Dass man in DĂŒsseldorf die musikalischen GĂ€ste aus der Oberpfalz hoch schĂ€tzt, bestĂ€tigt ein GesprĂ€ch, das Maximilian Stein mit Lothar Hörning, dem PrĂ€sidenten der Prinzengarde Blau-Weiß, fĂŒhrte. Er möchte den Kontakt weiter ausbauen und die Hirschauer zu einem weiteren Karnevalstermin nach DĂŒsseldorf einladen.

Die Hirschauer gehörten wieder zur Leibgarde von Prinz Axel I. und Venetia Jula. Damit beide unterwegs nicht unter Durst leiden mussten, erhielt sie einen Kasten Faschingsbier aus der Hirschauer Schlossbrauerei. V. l.: Majoretten-Chefin Marie Giehrl, Veteran Werner Stein, Musikzug-Chef Maximilian Stein, Venetia Jula, ihr Adjutant, Dirigent Wolfgang Vögele und 2. Vorstand Thomas Stark. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Die Hirschauer gehörten wieder zur Leibgarde von Prinz Axel I. und Venetia Jula. Damit beide unterwegs nicht unter Durst leiden mussten, erhielt sie einen Kasten Faschingsbier aus der Hirschauer Schlossbrauerei. V. l.: Majoretten-Chefin Marie Giehrl, Veteran Werner Stein, Musikzug-Chef Maximilian Stein, Venetia Jula, ihr Adjutant, Dirigent Wolfgang Vögele und 2. Vorstand Thomas Stark.

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Foto: Werner Schulz
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