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Nachricht vom 17.02.2020 Sonstiges

Kinderfaschingszug wie aus dem Bilderbuch

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Einen Kinderfaschingszug wie aus dem Bilderbuch erlebte Hirschau am Samstag. Hunderte fantasievoll kostĂĽmierte kleine Narren bahnten sich ihren Weg durch die HauptstraĂźe, die von ebenso vielen groĂźen Narren gesäumt wurde.

Zum sechsten Mal hatte die Kinder- und Jugendgarde zusammen mit dem Musikzug zu dem Gaudiwurm eingeladen, dem einzigen dieser Art in der Oberpfalz. Dass es ihn überhaupt gibt, verdankt man der Garde-Präsidentin und Cheforganisatorin Regina Merkl. Täglich hatte sie im Vorfeld den Wetterbericht studiert und gebangt: „Wenn’s nur nicht regnet!“ Wie bestellt riss der Himmel über Hirschau auf, spitzten sogar ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken, als sich das kunterbunte Narrenvölkchen vom „Unteren Müllner aus unter den Klängen des von seinen Majoretten begleiteten Musikzugs - dirigiert von Wolfgang Vögele - in Richtung Marktplatz in Bewegung setzte.

Wie alle Jahre marschierte vorne weg Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Beruflich langsam auf die Rente zugehender Hausmeister der Hirschauer Schule knöpfte er sich kostümiert als „Alter Lüftungswart“ den neuesten Beschluss des Stadtrats vor, bei der Schulhaussanierung auf die Lüftungsanlage zu verzichten. „Schule sucht für Neubau jungen tüchtigen Lüftungswart“, stand auf seinem Transparent zu lesen. Den Schuldigen für die Einsparmaßnahem nannten die vier Elferräte Martin Merkl, Sandro Gärtner, Markus Meier und Michael Kellner auf ihrem mit Bio-Luftsäcken behängten Faschingswagen: „Wenig Förderung vom Staat, Lüftung gespart!“ Ein anderes brandaktuelles Hirschauer Thema – den Monte-Hirsch-Schau-Brunnen - nahm das Ehepaar Günther und Gertrud Siegert aufs Korn. Kostümiert als goldene Hirschen hatten sie sich unter die Kindermaschkerer gemischt. Auf ihrem Motivwagen boten sie an: „... nicht nur auf dem Marktplatz hier, wir wär’n auch in Ihrem Garten eine Zier!“

Hinter Sepp Strobl folgte im zackigen Gleichschritt die gastgebende Kinder- und Jugendgarde. Ihr Prinzenpaar Jan I. und Mara I. wurde im offenen Cabrio chauffiert. Genauso bequem durften es sich die anderen Hoheiten machen: Johann I. und Marie I. vom Faschingskomitee SchmidmĂĽhlen, Sebastian I. und Sandra I. von der Kindergarde Vilseck, Jannik I. und Anna I. der Knappnesia Sulzbach-Rosenberg, Noel I. und Leonie I. von der Kindergarde Freudenberg, Alexander I. und Cornelia I. von der Faschingsgesellschaft Nabburg, Veit I und Annalena I. von der Garde Seelania Steinberg, Kilian I. und Theresa I. von der Kohlberger Mini- und Kindergarde sowie Michael I. und Fiona I. von der Kindergarde Kleinseugastanien.

Als kunterbunte Gesellschaft kamen die Maschkerer des Antonius-Kindergartens daher, die Kleinen des St. Wolfgang-Kindergartens reihten sich als Wikinger ein, die Kinder der offenen Ganztagsschule als Schlotfeger. „Schule ist galaktisch“ behaupteten die Schnaittenbacher Rektorin Michaela Bergmann und ihre Schützlinge. „Hier steppt nicht nur der Hirsch“ machten die Mamas und Kleinen der Krabbelgruppe Zwergerltreff mit ihren Tierkostümen deutlich. Die neu gegründete Kinderfeuerwehr „Feuerfunken“ präsentierte sich einsatzbereit und beim Anglernachwuchs hingen statt Fischlein Wiener Würstchen am Haken. Nicht fehlen durfte auch heuer der Nachwuchs der TuS-Schwimmabteilung. Die mit den FCN-Freunden und Mini Clubberern mitmarschierende Hexe soll vielleicht mithelfen, den Club vor dem erneuten Abstieg zu bewahren.

Neben dem Hirschauer Musikzug blies die Jugendblaskapelle Fensterbach dem Narrenvolk den Marsch.

Bürgermeister Hermann Falk und Ex-Musikzugchef Werner Stein kommentierten genüsslich die ins Visier genommenen lokalen Ereignisse. Sie feuerten das Publikum immer wieder mit einem kräftigen "Hirschau OHO" an und stellten humorvoll die vorbeimarschierenden Gruppen vor. Mit der Ankunft auf dem Marktplatz war die Faschingsgaudi keineswegs zu Ende. Bei Stimmungsmusik ging es an der Bar genauso rund wie am Kaffee- und Kuchen- und von der Metzgerei Weich betreuten Verpflegungsstand.

An der Spitze des Hirschauer Kinderfaschingszugs marschierte wie gehabt Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Als auf die Rente zugehender Schul-Hausmeister knöpfte er sich als „Alter Lüftungswart“ den Beschluss des Stadtrats vor, bei der Schulhaussanierung auf die Lüftungsanlage zu verzichten. „Schule sucht für Neubau jungen tüchtigen Lüftungswart!“ - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
An der Spitze des Hirschauer Kinderfaschingszugs marschierte wie gehabt Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Als auf die Rente zugehender Schul-Hausmeister knöpfte er sich als „Alter Lüftungswart“ den Beschluss des Stadtrats vor, bei der Schulhaussanierung auf die Lüftungsanlage zu verzichten. „Schule sucht für Neubau jungen tüchtigen Lüftungswart!“

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Foto: Werner Schulz
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