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Nachricht vom 10.11.2019 Politik

Gl├╝ckwunsch von Renate Schmidt zum 100. Geburtstag der Hirschauer SPD.

Hirschau (Bericht von G├╝nther Amann)  ├ťberzeugende Antworten auf Fragen des Klimaschutzes und der sozialen Gerechtigkeit finden, die Welt unter Einbeziehung Russlands und der T├╝rkei befrieden, Visionen entwickeln, um Menschen wieder zu begeistern, diesen Appell richtete Renate Schmidt an ihre Partei, die SPD. Anl├Ąsslich des 100j├Ąhrigen Gr├╝ndungsjubil├Ąums war die Bundesfamilienministerin a.D. auf Einladung des Hirschauer-Ortsvereins in Begleitung ihres Gatten Hasso von Henninges zu einer Sonntagsmatinee mit Lesung in den voll besetzten Schlo├čtreff der Kaolinstadt gekommen.

Der Besuch sei pers├Ânlichen Kontakten zu Hasso von Henningens zu verdanken. ÔÇ×So wie der K├╝nstler gerne mit Farben arbeitet, hat er auch Farbe in das Leben seiner Gattin gebrachtÔÇť, mit diesen Worten begr├╝├čte zweiter B├╝rgermeister Josef Birner das prominente Paar. Bunt und abwechslungsreich sei das Leben von Renate Schmidt fast immer gewesen. Von der Betriebsr├Ątin der Fa. Quelle ins deutsche Parlament, Bundestagsvizepr├Ąsidentin, acht Jahre bayerischer Landtag, Vorsitzende der Bayern SPD und schlie├člich Familienministerin im Kabinett von Gerhard Schr├Âder, skizzierte Birner den Lebenslauf der Familienministerin a.D. Weil sie ihre Politik stets am Lebensgef├╝hl moderner Familien orientierte, gelte sie noch heute als Idealbesetzung. Da sie mit 75 eigentlich jetzt k├╝rzertreten wolle, freue sich die Hirschauer SPD besonders ├╝ber den Besuch.

ÔÇ×Den B├╝rgerinnen und B├╝rgern von Hirschau Wohlergehen und Erfolg und meiner SPD herzlichen Gl├╝ckwunsch zum 100. GeburtstagÔÇť, mit diesem Satz trug sich Renate Schmidt ins Goldene Buch der Stadt Hirschau ein.



ÔÇ×Warum schreibt Renate Schmidt ├╝berhaupt B├╝cher?ÔÇť, mit dieser Frage leitete SPD-Vorsitzender G├╝nther Amann zu einer h├Âchst interessanten Lesung ├╝ber.

ÔÇ×Weil mich in meinem politischen und privaten Leben immer bewegt hat, was kann ich tun, damit unsere Gesellschaft die Welt ein kleines bisschen besser hinterl├Ąsst, als ich sie vorgefunden habe.ÔÇť, zitierte Amann die Autorin aus ihrem Buch ÔÇ×Lasst unsere Kinder w├Ąhlen!ÔÇť Die Lesung daraus geriet zu er einem gl├╝henden Pl├Ądoyer f├╝r mehr und gesicherte Kinderrechte.

ÔÇ×In einer Demokratie werden die ernst genommen, die ein Wahlrecht habenÔÇť, meinte die Renate Schmidt. Kinder seien von Wahlen ausgeschlossen, ihre Interessen w├╝rden daher oft zu wenig beachtet. In den Parlamenten h├Ątten die ├╝ber 60-j├Ąhrigen die Mehrheit. Auch gesellschaftliche Interessensverb├Ąnde vertreten kaum die Belange von Kindern. So habe der ADAC 20 Millionen Mitglieder, Vereine, die sich f├╝r Kinder einsetzten, nur 500 000. Renate Schmidt pl├Ądierte f├╝r ein Wahlrecht von Geburt an, das in den ersten 12 Lebensjahren stellvertretend die Eltern aus├╝ben sollten. Grundrechte st├╝nden jedem zu, unabh├Ąngig vom Alter. Ein Wahlrecht f├╝r alle h├Ątte zahlreiche positive Effekte. So w├╝rde sich die Politik nicht mehr vorwiegend um die Stimmen von Erwachsenen bem├╝hen, sondern gleicherma├čen die Anliegen der J├╝ngeren und Jugendlichen ber├╝cksichtigen. Staatsb├╝rgerlicher Unterricht w├╝rde f├╝r Sch├╝ler interessanter und politische Diskussionen in den Familien intensiviert. Mehr Engagement f├╝r unsere Demokratie w├╝rde unserem Staatswesen gut tun.

ÔÇ×Wer heute den Kopf in den Sand steckt, der knirscht morgen mit den Z├ĄhnenÔÇť, damit er├Âffnete Renate Schmidt den zweiten Teil ihrer Lesung. Sie beschrieb mit drastischen Beispielen die Schicksale von Frauen, die durch Familienarbeit und Minijob in Altersarmut geraten seien. In ihrem Buch ÔÇ×Ein Mann ist keine AltersversorgungÔÇť, geschrieben mit Co-Autorin Helma Sick, r├Ąt sie zu Partnerschafts- und Ehevertr├Ągen, am besten, wenn die Liebe noch jung ist. ÔÇ×Sp├Ąter wirdÔÇÖs schwierig.ÔÇť Obwohl 40 Prozent aller Ehen geschieden w├╝rden, seien solche Vertr├Ąge aber die Ausnahme. Minijobs zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf seien f├╝r Frauen im Alter desastr├Âs. 15 Jahre Minijob erg├Ąben 70,- ÔéČ Monatsrente. In deutschen Familien gebe es ├╝berwiegend noch immer die klassische Rollenverteilung und die Frauen f├Ąnden sich damit ab. So w├╝rden 69 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiten, aber nur 5 Prozent der M├Ąnner. Scheitere die Ehe oder versterbe der Partner seien die Folgen verheerend. Praktische L├Âsungen seien ├╝berschau- und machbar. ÔÇ×Er kann nicht sein, dass gemeinsame Lebensentscheidungen, wie die Familienplanung ausschlie├člich zulasten der Frau gehenÔÇť, so Renate Schmidt.

Eine lebhafte Diskussion unterstrich die Aktualt├Ąt der gelesenen Texte. Karin Waldhauser betonte, dass nach ihren Erfahrungen als Familienrichterin eine Grundsicherung f├╝r Kinder viel zu wenig diskutiert werde. Reinhold Strobl verdeutlichte die Bedeutung von Pflege und Grundrente.

ÔÇ×Wohlergehen und ErfolgÔÇť w├╝nschte Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt den Hirschauer B├╝rgerinnen und B├╝rgern beim Eintrag ins Goldene Buch und ÔÇ×ihrer SPDÔÇť alles Gute zum 100. Geburtstag.
├ťber ihren Besuch in der Kaolinstadt freuen sich (von links) Landrat a.D. Armin Nentwig, SPD-Vorsitzender G├╝nther Amann, 2. B├╝rgermeister Josef Birner, Landratskandidat Michael Rischke, stellvertretende Landr├Ątin Brigitte Bachmann, Bezirksrat Richard Gassner und MdL a.D. Reinhold Strobl.
 - Foto von G├╝nther AmannFoto: G├╝nther Amann
ÔÇ×Wohlergehen und ErfolgÔÇť w├╝nschte Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt den Hirschauer B├╝rgerinnen und B├╝rgern beim Eintrag ins Goldene Buch und ÔÇ×ihrer SPDÔÇť alles Gute zum 100. Geburtstag. ├ťber ihren Besuch in der Kaolinstadt freuen sich (von links) Landrat a.D. Armin Nentwig, SPD-Vorsitzender G├╝nther Amann, 2. B├╝rgermeister Josef Birner, Landratskandidat Michael Rischke, stellvertretende Landr├Ątin Brigitte Bachmann, Bezirksrat Richard Gassner und MdL a.D. Reinhold Strobl.

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Foto: G├╝nther Amann