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Nachricht vom 01.10.2019 Vereine

Hirschauer wollen „In 80 Tagen um die Welt“

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit 2005 bereichert der Festspielverein Hirschaus Kulturszene alle zwei Jahre mit den StĂŒckl-Festspielen, heuer vom 19. Juli bis 3. August mit dem VolksstĂŒck „Die Erbschaft“. 2020 wollen die BĂŒhnenakteure nun „In 80 Tagen um die Welt“.

Das Schauspielerensemble unterbricht damit nicht nur den bisherigen Zwei-Jahres-Turnus der AuffĂŒhrungen. Erstmals steht kein bayerisches VolksstĂŒck mit eingearbeiteten Hirschauer StĂŒckln auf dem Spielplan, sondern eine Abenteuer-Komödie mit vielen skurrilen Figuren, deren Grundlage mit Jules Vernes gleichnamigem Roman ein spannendes StĂŒck Weltliteratur ist. Daher werden die Vorstellungen nicht unter dem Begriff „Hirschauer StĂŒckl-Festspiele“ firmieren. In der AnkĂŒndigung wird es heißen: „Der Festspielverein prĂ€sentiert im Hirschauer MĂ€lzerei-Theater das Freilichtspiel „In 80 Tagen um die Welt“.

StĂŒckl-Festspiele gibt es turnusgemĂ€ĂŸ wieder vom 16. bis 31. Juli 2021. Gespielt wird dann das VolksstĂŒck „Die Pfingstorgel“ aus der Feder von Johannes Lippl.

Nicht nur der Festspielvereins-Vorsitzende AltbĂŒrgermeister Hans Drexler erachtete es als „verrĂŒckte Idee“, 2020 auf der FreilichtbĂŒhne im Schlosshof eine BĂŒhnenfassung des erfolgreichsten Werkes von Jules Verne aufzufĂŒhren. Genauso sahen es die Ideengeber. Und die heißen Roland Fritsch, Ludwig Koller und Evi Fritsch. Die zwei Herren standen bei der „Erbschaft“ als GeschĂ€ftsmann Buche bzw. Liebhaber Sebastian auf der BĂŒhne Im Vorfeld hatten sie ĂŒberaus engagiert am Kulissenbau mitgearbeitet. Roland Fritsch: „Genau dabei sind Ludwig und ich auf die verrĂŒckte Idee gekommen.“ ZunĂ€chst hatten sie an ein paar Einakter wie z. B. das „Königlich Bayerische Amtsgericht“ gedacht. Auch ein ganzes StĂŒck z. B. ein Krimi war im GesprĂ€ch. Aber nichts passte recht mit der Requisite, den Klamotten und schon gar nicht mit den Kulissen zusammen. Also musste etwas ganz anderes sein – aber was? Die zĂŒndende Idee, so Roland Fritsch, ist dann von seiner Frau Evi gekommen. „In 80 Tagen um die Welt“ – es muss ja eh alles neu gemacht werden, also warum nicht gleich richtig
?“, meinte sie.



In der Zwischenzeit haben die Vorbereitungen fĂŒr die „verrĂŒckte Idee“ konkrete Formen angenommen. Das Orga-Team steht zum grĂ¶ĂŸten Teil. Regie fĂŒhrt Dieter Held, unterstĂŒtzt von Co-Regisseurin Saskia KrĂŒgelstein. Sie ist fĂŒr die musikalische Gestaltung zustĂ€ndig, Roland Fritsch fĂŒr die Inszenierung. Den BĂŒhnenbau ĂŒbernehmen Erhard Ackermann, Ludwig Koller und Roland Fritsch, die BĂŒhnentechnik Alfred HĂ€rtl, Holger Schwandner und Stefan Lindner, die Pyrotechnik Roland Fritsch und Ludwig Koller. Um die Kleidung und Ausstattung kĂŒmmern sich Evi Fritsch und Sepp Strobl, um die Requisite Sabine Wopperer, um das Catering Erwin Zach und um die Werbung Alfred HĂ€rtl, Ludwig Koller, Markus Dietrich und Melissa Bosser. Einige wenige Positionen sind noch zu besetzen.

Offen ist noch, nach welchem Textbuch das StĂŒck aufgefĂŒhrt wird. Zur Auswahl stehen die Texte von Claus Martin (Cantus-Verlag), Christina Stauber und Evelyne Brader (Paulus-Verlag) und von Susanne Heydenreich und Katharina Scholl (Henschel-Verlag). Stattfinden werden die sieben Vorstellungen (davon zwei an Sonntagnachmittagen) in der Zeit vom 12. bis 21. Juni 2020.

Am Donnerstag, 3. Oktober, lĂ€dt der Festspielverein um 19 Uhr in die Alte MĂ€lzerei zur Einstimmung auf das StĂŒck zu einem Filmabend „In 80 Tagen um die Welt“ ein. Außerdem findet am Wochenende vom 22. bis 24. November fĂŒr alle, die Interesse an dem StĂŒck haben, im Herbert-Kießling-Wanderheim in Ödpielmannsberg bei Moosbach ein Workshop statt.

Der am 30. Januar 1873 erschienene Roman von Jule Vernes basiert auf einer wahren Begebenheit. Vorbild war die Weltreise des Amerikaners George Francis Train im Jahr 1870.

Der Inhalt:

Im London um 1880 wird die Bank of England um 55 000 Pfund bestohlen. Im exklusiven Reformclub diskutieren die edlen Herren, beim Kartenspiel, ob der BankrĂ€uber wohl schnell gefasst werde. Die Chance sei gering, meinen die einen, da die Erde groß sei. Ganz anderer Meinung ist da der exzentrische Gentleman Phileas Fogg. Um zu beweisen, dass die Erde klein ist, wettet er um 20 000 Pfund, dass es ihm mit Hilfe der modernen Verkehrsmittel gelingen wird, in 80 Tagen um die Welt zu reisen. 20 000 Pfund sind die HĂ€lfte seines Vermögens. Die andere HĂ€lfte benötigt Fogg fĂŒr die DurchfĂŒhrung der Weltreise. Falls er die Wette verliert, wird er finanziell ruiniert sein. In Begleitung seines französischen Dieners Passepartout bricht Fogg sofort auf. Wegen der ĂŒberstĂŒrzten Abreise gerĂ€t er in den Verdacht, der gesuchte BankrĂ€uber zu sein, und Fix, ein eifriger Detektiv von Scotland Yard, heftet sich an seine Fersen. Die Wette hĂ€lt Fix fĂŒr ein TĂ€uschungsmanöver. Das Londoner Volk wird vom Wettfieber gepackt und hofft, dass Mr. Fogg‘s Reise gelingt. Gespannt verfolgen sie alle Reiseberichte, die bis nach London dringen. Unterwegs erleben Fogg und Passepartout eine Vielzahl von Abenteuern, ob in Suez, Kalkutta, Bombay, Yokohama, San Franzisco oder New York. Ob Mr. Fogg noch rechtzeitig in seinen Club zurĂŒckkehren und die Wette einlösen kann, wird auch das Freilichtspiel im Hirschauer MĂ€lzerei-Theater zeigen.

Sie nennen es eine „verrĂŒckte Idee“, die das Schauspielerensemble des Festspielvereins im Juni 2020 in die Tat umsetzen will – die BĂŒhnenauffĂŒhrung des Erfolgsromans von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“ im Hirschauer MĂ€lzerei-Theater. Von vorne nach hinten: Stellv. Vorsitzender Alfred HĂ€rtl, Regisseur Dieter Held, Ideengeber Roland Fritsch, Ideengeber Ludwig Koller und Festspielvereinsvorsitzender AltbĂŒrgermeister Hans Drexler. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Sie nennen es eine „verrĂŒckte Idee“, die das Schauspielerensemble des Festspielvereins im Juni 2020 in die Tat umsetzen will – die BĂŒhnenauffĂŒhrung des Erfolgsromans von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“ im Hirschauer MĂ€lzerei-Theater. Von vorne nach hinten: Stellv. Vorsitzender Alfred HĂ€rtl, Regisseur Dieter Held, Ideengeber Roland Fritsch, Ideengeber Ludwig Koller und Festspielvereinsvorsitzender AltbĂŒrgermeister Hans Drexler.

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