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Nachricht vom 2019-09-10
Verfasser: Uschald-PR Amberg  
Darm im Mittelpunkt des Gesundheitstags

Das 2,05 Meter hohe, begehbare Modell am Stand des Ärzteverbunds Oberpfalz Mitte (ÄVOM) zeigt einen überdimensionalen Darmausschnitt. Es informiert anschaulich über den anatomischen Aufbau des Organs und seine Erkrankungen.
Amberg. Mit dem Schwerpunktthema "Der Darm und seine Erkrankungen" will der Ärzteverbund Oberpfalz Mitte (ÄVOM) beim Gesundheitstag am Sonntag, 15. September, auf die erweiterte Vorsorgemöglichkeit aufmerksam machen.

Seit Juli können Männer bereits mit 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren zweimal eine Darmspiegelung machen lassen.

"Von großer Bedeutung für die Darmkrebsvorsorge sind sogenannte Risikopersonen, bei denen ein Verwandter ersten Grades entweder Darmkrebs oder fortgeschrittene Polypen hatte", betont im Vorfeld des Gesundheitstags ÄVOM-Vorsitzender Dr. Harald Schmaußer. Er steht am Sonntag Nachmittag beim Darm-Großmodell den Besuchern für alle Fragen zur Verfügung.

Risikopersonen sollten sich, unabhängig vom Alter, schon zehn Jahre vor dem Alter des betroffenen Verwandten untersuchen lassen, so der dringende Rat des Fachmanns. Auch diese Kosten werden von den Krankenkassen komplett übernommen.

Zur Veranschaulichung des Darms und seiner möglichen Erkrankungen präsentieren die Veranstalter auch heuer wieder ein Großmodell im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts. Der überdimensionale Darmausschnitt informieren kompakt und anschaulich zum anatomischen Aufbau des Organs und zeigt folgende Darstellungen: chronische Darmerkrankungen in verschiedenen Stadien, unterschiedliche Polypen, Adenome, Divertikel sowie Karzinome.

Darmpolypen sind Schleimhautausstülpungen des Dickdarms. Meist verursachen diese keine Beschwerden. Gefährlich wird es allerdings, wenn die eigentlich gutartigen Schleimhautveränderungen entarten. Im überdimensionalen Darmausschnitt ist unter anderem die übermäßige Vermehrung gesunder Darmzellen dargestellt, daraus können kleine Schleimhautpolypen, Adenome, entstehen. Diese pilzähnlichen Vorwölbungen in den Darmraum sind zwar noch gutartig, werden aber bereits als potentielle Krebsvorstufen betrachtet. Die Entwicklung vom Polypen zum bösartigen Tumor kann Jahre dauern.

Das begehbare Darmmodell beim Gesundheitstag dokumentiert professionell und doch klar verständlich die Dringlichkeit der Vorsorge - somit die Chance der Früherkennung. Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Früherkennungsprogramm für Darmkrebs beginnt mit dem 50. Lebensjahr. Es besteht aus einem jährlichen Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest) in Verbindung mit einer Austastuntersuchung des Enddarms. Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen die Kassen alternativ dazu eine Darmspiegelung (Koloskopie) als Vorsorgeuntersuchung.

Auch in unserer aufgeklärten und aufgeschlossenen Gesellschaft ist heute das Thema Darmkrebs oft noch tabuisiert. Der überdimensionale Darmausschnitt ist ein zeitgemäßes Medium, um ein derartig sensibles Thema angemessen zu vermitteln. Früherkennung durch Aufklärung und fundierte Informationsvermittlung profilieren, das ist das Ziel auch beim diesjährigen Gesundheitstag.

Zum Thema Darm gibt es auch zwei Fachvorträge im kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes (beim Rosengarten). Von 13:30 Uhr bis 14:00 Uhr geht es um das Thema "Darmkrebs: Früherkennung & Vorsorge". Es spricht Chefarzt Vincent W. Wanji vom St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg.

Dr. med. Marc Dauer, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Klinikum St. Marien Amberg, behandelt von 15:30 Uhr bis 16:00 Uhr das Thema "Chronische Magen-Darm-Beschwerden – alles nur Reizdarm".
Bilder:

Foto(s): www.organmodelle.de

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