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Nachricht vom 31.08.2019 Vereine

Die Erbschaft – für den Festspielverein eine Erfolgsgeschichte

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Vom 19. Juli bis 3. August fanden auf der FreilichtbĂĽhne im Schlosshof die 8. Hirschauer StĂĽckl-Festspiele statt - auf dem Spielplan das VolksstĂĽck „Die Erbschaft“. FĂĽr den Festspielverein wurde sie in jeder Hinsicht zu einer Erfolgsgeschichte.

Mit ein paar Wochen Abstand konnte der Vereinsvorsitzende Altbürgermeister Hans Drexler ein positives Fazit ziehen. Bei den Besucherzahlen wurden die Erwartungen voll erfüllt. Zu den acht Aufführungen kamen knapp 2 400 Zuschauer. Bei ihnen kam das Stück bestens an. Sie sparten durchwegs nicht mit Applaus und lobenden Kommentaren für die Leistungen des 68-köpfigen Darstellerensembles, bei dem nicht nur „alte Festspielhasen“ wie Roland Fritsch, Christian Gnan oder Kerstin Ackermann ihre Rollen überzeugend verkörperten.

Dass dies auch auf weniger bühnenerfahrene Akteure und Neulinge zutraf, darf in hohem Maß dem Regiegeschick von Dieter Held und Saskia Krügelstein zugeschrieben werden. Beide feierten ein glänzendes Regiedebut. Zum Glück spielte auch das Wetter fast perfekt mit. Einmal Nieselregen vor, einmal gegen Ende einer Aufführung, das war verkraftbar. Sogar beim Gewitter am 27. Juli kam man glimpflich davon. Der Regenguss prasselte fast auf die Minute genau zur Pause nieder.

Das Publikum war aber nicht nur vom Inhalt des Stücks und von den Schauspielerleistungen angetan. Allseits bewundert wurde der Aaglander, mit dem Roland Fritsch (Otmar Buche) bzw. seine Tochter Annemarie (Meike Birner) chauffiert wurden. „Wo haben’s denn das tolle Ding herbekommen?“, wird noch heute gefragt. Hans Drexler: „Die Idee ist im Hause Fritsch entstanden. Evi ist im Internet bei der Suchfunktion „Kutschen, Kutschenfahrten“ auf das Gefährt mit dem Motto „Luxus der Langsamkeit“ gestoßen. Roland hat über die Stadt Pottenstein, wo die Aaglander-Produktion in Kühlenfels ursprünglich beheimatet war, Kontakt zur Inhaberin Irmgard Belz aufgenommen. Bei einem Besuch gab es nach der Erklärung, wofür man das Fahrzeug gerne hätte, eine Einweisungsfahrt. Dann stand der Ausleihe des 70 000 Euro teuren Fahrzeugs nichts mehr im Weg.“



Allgemein großes Lob gab es ebenso für das Bühnenbild. In unzähligen Arbeitsstunden hatten die Kulissenbauer Roland Fritsch, Erhard Ackermann, Ludwig Koller und Lothar Fischer ganze Arbeit geleistet. Professionelle Unterstützung erhielt man vom freischaffenden Künstler und Bühnenmaler Fredi Neubauer aus Ingolstadt. Ausgezeichnete Arbeit leisteten wie bei allen vorausgehenden Festspielen die Schneiderinnen Ingrid Dobat und Elisabeth Ernstberger. Sie staffierten die Darsteller wieder mit feinstem „Biedermeier-Zwirn“ aus. Dass die Akteure, ihre Kostüme, die Kulissen und die musikalischen Beiträge akustisch bzw. optisch optimal in Szene gesetzt wurden, dafür sorgten in bewährter Manier Alfred Härtl, Sepp Strobl und Rudi Richthammer.

Eine organisatorische Neuerung gab es bei der Bewirtung der Theaterbesucher. Die von Erwin Zach perfekt organisierte lange, mit Fingerfood bestückte Theke wurde bestens angenommen. Optimal bewährt haben sich die zwei größten Neuerungen. Die neue fest installierte, durch mobile Elemente ergänzte und dadurch vergrößerte Bühne eröffnete den Regisseuren, Schauspielern und Kulissenbauern neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die neue Tribüne bot den Zuschauern eine deutlich verbesserte Sicht auf das Bühnengeschehen.

Dass sowohl Bühne als auch Tribüne, samt darunter untergebrachter Sanitäranlagen, rechtzeitig fertig wurden, ist das Verdienst zahlreicher freiwilliger Helfer aus den Reihen des Festspielvereins, in ganz außerordentlicher Weise das des Vorsitzenden Hans Drexler. Regisseur Dieter Held brachte es auf den Punkt: „Der Einsatz von Hans Drexler war nicht nur unermüdlich. Er war fast unmenschlich.“ Der so Gelobte sieht den erfolgreichen Verlauf der 8. Hirschauer Stückl-Festspiele bescheiden als große Gemeinschaftsleistung, zu der viele beigetragen haben, vor wie hinter den Kulissen.

Schauspielerisch überzeugende Leistungen bot das 68-köpfige Darstellerensemble bei den 8. Hirschauer Stückl-Festspielen und dem Volksstück „Die Erbschaft“. Dass dies auf „alte Hasen“ wie Bühnenneulinge zutraf, darf in hohem Maß den Regisseurdebütanten Dieter Held (15.v.l.) und Saskia Krügelstein (14.v.l.) zugeschrieben werden. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Schauspielerisch überzeugende Leistungen bot das 68-köpfige Darstellerensemble bei den 8. Hirschauer Stückl-Festspielen und dem Volksstück „Die Erbschaft“. Dass dies auf „alte Hasen“ wie Bühnenneulinge zutraf, darf in hohem Maß den Regisseurdebütanten Dieter Held (15.v.l.) und Saskia Krügelstein (14.v.l.) zugeschrieben werden.

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Foto: Werner Schulz
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