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Nachricht vom 2019-07-17
Verfasser: Werner Schulz  
Stimmungsvolle Sommerserenade im Schlosshof

Die Sommerserenade zählt zu den Events, ohne die Hirschaus Kulturszene ein gutes Stück ärmer wäre. Am Sonntag lieferte der Gemischte Chor und Leitung von Jana Müller, am E-Piano von Roman Podokschik begleitet, mit seinen gekonnten Darbietungen einen eindrucksvollen Beweis.
Hirschau. Die Sommerserenade zählt zu den Events, ohne die Hirschaus Kulturszene ein gutes Stück ärmer wäre. Am Sonntag lieferten der Gemischte Chor, Sopranistin Jana Müller und Pianist Roman Podokschik mit ihren Darbietungen den Beweis.

Vermisst hätten die Veranstaltung auf jeden Fall die fast 400 Besucher, die sich auf der neuen Festspieltribüne im Schlosshof einfanden. Wenige Tage vor der Premiere der diesjährigen Stückl-Festspiele war die Serenade die erste öffentliche Veranstaltung, die auf der ebenfalls neuen Bühne stattfand. Die Gesangvereinsvorsitzende Renée Ehringer-Hoffmann bedankte sich dann auch in ihrer Begrüßung beim Festspielverein dafür, dass der Chor die „Bühne praktisch entjungfern“ durfte.

Unter Leitung von Jana Müller hatten dies die Sängerinnen und Sänger beschwingt mit der heiter swingenden Komposition „Have a nice day“. Zu einem wohl klingenden Ohrenschmaus ließ das Ensemble die alt bekannten Volkslieder „Horch, was kommt von draußen rein“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Als wir jüngst in Regensburg waren“ werden, ebenso den Nacheinand-Jodler „Hätt i di, hob i di“.

Ein bisschen zum Träumen und zum Nachdenken animierte Roman Podokschik das Publikum mit der ruhig vorgetragenen, operettenhaften Pop-Song-Melodie „Smoke gets in your eyes“ und dem märchenhafte Situationen beschreibenden Stück „Somewhere over the Rainbow“ aus dem Film „Wizard of Oz“.

Nicht nur zu einem gesanglichen, auch zu einem emotionalen, fast zu Tränen rührenden Höhepunkt wurde Jana Müllers ans Herz gehende Interpretation der Ballade „I dreamed a Dream“ aus dem Musical „Les Miserables“. Nach einem kurzen Kostümwechsel gelang der Sopranistin ebenso überzeugend der Vortrag des aus ihrer tschechischen Heimat stammenden Slow Fox „Hotel Modrá hvezda – Slunecnice“.

Eine ausgezeichnete Leistung bot der Chor anschließend mit „Hello my baby“, dem einst durch Elvis Presley berühmt gewordenen Pop-Song „Can’t help falling in love“ und dem Millionenseller „Aquarius“ aus dem Musical „Hair“. Einen Hauch von Romantik zauberte dann Roman Podokschik mit Glenn Millers „Moonlight Serenade“ in die Festspielarena. Mit den alten Schellackschlagern „Irgendwo auf der Welt“ und „Wochenend und Sonnenschein“ gelang dem Chor schließlich eine perfekte Hommage an die „Comedian Harmonists“.

Den langanhaltenden Beifall und die Zugaberufe der begeisterten Zuschauer konnte man nur mit dem erneut angestimmten Jodler „Hätt i di, hob i di“ beenden. Bilderbuchmäßig abgerundet wurde die Serenade mit dem Kanon „Abendstille überall“, in den das Publikum andächtig einstimmte. Dieses geizte nicht nur mit seinem Applaus. Es belohnte die eindrucksvolle Leistung aller Mitwirkenden mit großzügigen Gaben in das bereitgestellte Spendenkörbchen.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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