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Nachricht vom 2019-07-15
Verfasser: Werner Schulz  
Schauspieler verletzt - Regisseur muss selber auf die Bühne

Vor vier Jahren standen beim Festspiel-Stückl „Der Glockenkrieg“ Dieter Held (l.) als Hirschauer Bürgermeister Hitzinger und Erhard Ackermann (r.) als Stadtrat Hafinger auf der Bühne. Dieses Mal wollte Dieter Held bei der „Erbschaft“ eigentlich nur Regie führen, Erhard Ackermann den Diener Johann mimen. Daraus wird nun nichts. Erhard Ackermann fällt wegen einer Verletzung aus. Für ihn springt der Regisseur selbst als Johann in die Bresche.
Hirschau. Auf dem Spielplan der Hirschauer Stückl-Festspiele, die am Freitag beginnen, steht wie 2005 das Volksstück „Die Erbschaft“. Wie damals sollte Erhard Ackermann den Diener Johann verkörpern. Daraus wird nun nichts.
Eine komplizierte Knöchelverletzung lässt seine Mitwirkung nicht zu – wenige Tage vor der Premierenvorstellung eine alles andere als erfreuliche Nachricht für Regisseur Dieter Held.

Erhard Ackermann war bislang bei allen Festspielen eine feste Größe im Darsteller-Ensemble. 2007 spielte er bei der „Steingutfabrik“ einen Schützen, 2009 beim „Braufieber“ einen Freund des Brauereibesitzers, 2011 bei „Exerziert is glei“ einen von drei Spitzbuben, 2013 beim „Klosterkindl“ den Schmied Georg, 2015 beim „Glockenkrieg“ einen Stadtrat und 2017 beim „Heldenstammtisch“ den Bürgermeister.

Dieses Mal sollte er eben wie 2005 den Diener Johann spielen. Sein plötzlicher Ausfall warf unverhofft die Frage auf: Wer kann Erhard Ackermann so kurzfristig ersetzen? Dieter Held wurde rasch fündig. Er springt selbst in die Bresche und schlüpft in die Rolle des Dieners Johann. Der Regiedebutant: „Die Rolle des Johann ist schon eine der wichtigen, aber nicht eine der ganz großen Hauptrollen. Da einzuspringen, ist für mich zu schaffen.

Anders sähe es aus, müsste man einen Roland Fritsch als Herr Buche, Ludwig Koller als Sebastian, Christian Gnan als Dr. Thieme oder eine Meike Birner als Annemarie Buche ersetzen. Würde so jemand ausfallen, bliebe wohl nichts anderes übrig, als die Veranstaltung zu canceln.“ Aber diese Situation mag sich der Regisseur gar nicht erst vorstellen.

Er erinnert sich, dass es das zweite Mal in der Festspielgeschichte ist, dass man einen kurzfristigen Ausfall verkraften muss. „Das war - man glaubt es kaum – ausgerechnet bei „Der Erbschaft“ im Jahr 2005. Erna Künzel, Darstellerin der Frau Wilhelm, war wegen eines Unfalls nicht mehr einsatzfähig.“ Damals, so Held, übernahmen Schauspielerinnen den Part, die zu Künzels Auftrittszeiten nicht auf der Bühne sein mussten. „Sie hatten damals halt das Textheft in der Hand!“

Der verhinderte Diener Johann macht kein Hehl daraus, wie sehr es ihn traurig stimmt, nicht auf der Bühne mit dabei sein zu können: „Die Atmosphäre ist einfach unglaublich schön, auch deshalb, weil der Festspielverein ein toller Haufen ist.“ Was den Heilungsprozess seiner Verletzung angeht, macht ihm der Arzt wenig Hoffnung, dass er noch eine der letzten Vorstellungen bestreiten könnte.

Genauso leid tut Ackermann, seinen Bühnen- und Kulissenbaukollegen Roland Fritsch und Ludwig Koller nicht mehr bei der Fertigstellung der Arbeiten helfen zu können. Diesem Trio zollt Dieter Held allerhöchste Anerkennung für ihre Arbeitsleistung wie den Technikern Alfred Härtl und Jürgen Hartmann und all den anderen vielen fleißigen Helfern. Ein Helfer überrage allerdings alle. Dieter Held: „Der Einsatz von Hans Drexler ist nicht nur unermüdlich. Er ist fast schon unmenschlich.“
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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