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Nachricht vom 2019-07-10
Verfasser: Werner Schulz  
Jura-Gartenfest – Familienfeier von Menschen mit und ohne Behinderung

Nach den Reden und dem Gedenken an den im April verstorbenen Festbegründer Walter Widder eröffnete die Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang mit einem fetzigen Tanz das Unterhaltungsprogramm des 30. Jura-Gartenfestes.
Hirschau. Hochsommerliche Temperaturen, ein Top-Unterhaltungsprogramm, beste Bewirtung, eine lukrative Tombola und das Gedenken an den verstorbenen Festbegründer Walter Widder – das waren die Markenzeichen des 30. Jura-Gartenfestes.

Unter dem Motto „Miteinander – füreinander“ feierten Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg im Josefshausgarten fünf Stunden lang unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hermann Falk ungezwungen und ausgelassen miteinander. Möglich machten diese „Inklusion pur“ die Mitglieder von 13 Hirschauer Vereinen. Unter der Regie von Uli Günter sorgten sie dafür, dass sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten.

Einer wurde in der Gästeschar, zu der auch der Lebenshilfe-Vorsitzende Eduard Freisinger und Jurawerkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht gehörten, schmerzlich vermisst – Walter Widder. Der Festbegründer ist am 17. April verstorben. Zwanzig Jura-Feste hatte er selbst organisiert, ehe er 2010 diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr übernehmen konnte.

In seiner Eröffnungsrede betonte Uli Günter, dass es ohne Walter Widder das Jura-Gartenfest überhaupt nicht geben würde. Die freundschaftlichen Kontakte des TTC Kolping, dessen Vorsitzender Widder war, hätten ihn 1990 auf die Idee gebracht, ein Fest auszurichten, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung miteinander feiern. Es sei ihm gelungen, für die Organisation und Durchführung des Festes eine Reihe Hirschauer Vereine zu gewinnen.

In diesem Jahre seien es die Mitglieder des Anglervereins, der CSU-Frauen-Union, der Dorfgemeinschaft Ehenfeld, des Festspielvereins, des Gesangvereins 1860, des Heimat- und Trachtenvereins, der IG Bergbau-Chemie-Energie, der Kolping-Theatergruppe, des Musikzugs, des TTC Kolping, des TuS/WE und des Schwimmvereins. Ihnen sagte Günter Dank für die großartige Unterstützung. „Ohne euch könnte das Fest nicht stattfinden!“

Auch Bürgermeister Falk und der stellvertretende Lebenshilfe-Vorsitzende Bernhard Vahle würdigten Walter Widder als Pionier der Inklusion. Ihr Dank galt allen Vereinen und deren Mitgliedern, die sich für die Idee gewinnen ließen und sich bis heute engagieren. Ein Extra-Danke ging an Uli Günter, der zum dritten Mal die Festorganisation übernommen hatte. Vahle unterstrich, wie sehr man bei der Lebenshilfe und in den Jura-Werkstätten das seit 1990 währende Engagement der Hirschauer Vereine zu schätzen weiß. Dank der Spenden habe man sich manchen Wunsch erfüllen können, dessen Finanzierung das normale Haushaltsbudget nicht hergegeben hätte. Das Fest sei einzigartig in der Region.

Den kurzen Reden folgte eine fetzige Tanzeinlage der Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang. Dann übernahm die von Miriam Kotz geleitete „Jura-Goes-Music-Band“ das Kommando im Unterhaltungsprogramm. Die Gruppe, zusammengesetzt aus Musikern mit und ohne Behinderung, erntete viel Applaus für ihre Darbietungen.

Den gab es auch für die Jackson-Girls der Kinder-und Jugendgarde des Musikzugs und ihre Showtänze zu den Hits They don’t care about us“, „Thriller“ und „Beat me“. Mit flotten Blasmusikmelodien unterhielt das von Tim Winkler dirigierte Musikzug-Jugendorchester die Festbesucher. Perfekt abgerundet wurde das Musikprogramm von Franz Hirmer. Mit den von ihm dargebotenen Hits und Evergreens traf er ganz den Geschmack der Gäste.

Dass den Kindern nicht langweilige wurde, dafür sorgten Maria Segerer und ihr Spielstraßen-Team sowie Julia Stang mit ihrem Schminkstand. Auch die von Brunhilde Fehlner organisierte Tombola erwies sich als Volltreffer.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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