zurück zur Übersicht

Nachricht vom 24.05.2019 Politik

CSU sichert Steininglohern UnterstĂŒtzung zu

Steiningloh (Bericht von Werner Schulz)  Die Steiningloher plagen Sorgen: Bauland, Radweg, Hochwasserschutz, Kapellensanierung! Deswegen flehten die Walperer 2018 Markus Söder, 2019 gar die Gottesmutter Maria um Hilfe an. Beim BĂŒrgergesprĂ€ch versprach die CSU UnterstĂŒtzung.

Wunder können aber weder BĂŒrgermeister Hermann Falk noch die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Dr. Hans-JĂŒrgen Schönberger wirken. Beide rĂ€umten dies bei der intensiven Diskussion im gut besetzten Gemeinschaftshaus ohne Umschweife ein. Vorsichtig optimistisch sah Falk die Ausweisung eines Baugebietes.

Eine junge Steiningloherin hatte noch einmal eindringlich ihren Wunsch geschildert und begrĂŒndet, warum sie mit ihrer Familie in ihrem Heimatdorf bleiben und bauen wolle, aber „nicht irgendwann einmal, sondern in nĂ€chster Zeit.“ Sie bedauerte, dass mangels Baumöglichkeiten sich einige schon anders orientiert haben.

Laut Falk liegt zwischenzeitlich eine vom Landschaftsarchitekten Siegfried Lösch erarbeitete Grundplanung fĂŒr ein Baugebiet vor, das von den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen fĂŒr gut befunden wurde. Er fĂŒhre derzeit GrundstĂŒcksverhandlungen, die hoffentlich zum Erfolg fĂŒhren. Dann könne weiter geplant werden.

Schlechte Nachrichten musste das Stadtoberhaupt in Sachen Radweg zwischen Steiningloh und Immenstetten verkĂŒnden. Er wird dieses Jahr nicht gebaut, weil dort die Wasserversorgungsleitung der Stadt Amberg verlĂ€uft, die erneuert werden muss. Vor Abschluss dieser Maßnahme werde das Straßenbauamt nicht tĂ€tig. Von Anwesenden wurden Zweifel geĂ€ußert, dass die Leitung unmittelbar unter dem Weg verlĂ€uft. BĂŒrgermeister Falk sicherte zu, zur KlĂ€rung des Sachverhalts Bauoberrat Stefan Noll vom Straßenbauamt und Stadtwerke-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stephan Prechtl nach Steiningloh einzuladen, um mit den BĂŒrgern die erneute Verzögerung und weitere Planung zu besprechen.

Ihr Unbehagen Ă€ußerten die Versammlungsteilnehmer auch zum Thema Hochwasserschutz. Vor gut vier Monaten habe das Amt fĂŒr lĂ€ndliche Entwicklung nachvollziehbare Planungen bezĂŒglich der notwendigen GrundstĂŒcke vorgelegt. Sie seien fĂŒr die GrundstĂŒckseigentĂŒmer akzeptabel gewesen. Die jetzt wiederum vorgelegten Planunterlagen stimmten jedoch nicht mit den ursprĂŒnglichen ĂŒberein. Sie seien so nicht annehmbar. Es mĂŒsse wieder verhandelt werden. Die EigentĂŒmer fĂŒhlten sich nicht ernst genommen, eher „verarscht“. Sie ließen sich nicht wieder den schwarzen Peter zuschieben, zur GrundstĂŒcksabgabe nicht bereit zu sein.

Fortschritte macht die Sanierung der Dorfkapelle, auch wenn beklagt wird, dass viel Zeit vergeht, bis man die einzelnen Gewerke angehen und die Eigenleistungen einbringen könne. Wenn Fördergelder in Anspruch genommen werden, so Falk, sei es unumgĂ€nglich, dass die einzelnen Bauabschnitte erst von den Geldgebern geprĂŒft werden, bevor die Fördermittel freigegeben werden. FĂŒr das Umfeld der Kapelle liege ebenfalls bereits eine Planung vor. FĂŒr sie mĂŒssen noch einige Details geklĂ€rt werden. Es gehe aber voran.

Große Anerkennung zollten Falk und CSU-Fraktions-Chef Dr. Schönberger Ortssprecher Erich Stauber fĂŒr sein vorbildliches Engagement bei der Kapellensanierung. Er lasse sich auch durch RĂŒckschlĂ€ge nicht entmutigen. Überhaupt verdienten die erbrachten Eigenleistungen der Einwohner alle Achtung. Nicht geklĂ€rt werden konnte die Frage, ob man fĂŒr den Kapellenumbau eine finanzielle Beteiligung der Diözese erwarten könne.

Mit einem Wunsch warteten die Feuerwehrler auf. FĂŒr das Ansaugen von Löschwasser zu Übungszwecken sollten Schachtringe in den Krumbach eingebracht werden. Dadurch werde die Ansaugpumpe in Zukunft weniger reparaturanfĂ€llig. Zum Thema Kernwegenetz gab es Erfreuliches zu vermelden. Der Abschnitt Gebenbach – Urspring ist ebenso in das Programm aufgenommen wie der Bereich Gebenbach – Burgstall. Dort erfolge innerorts nur ein Ausbau mit einer ca. zehn Zentimeter starken Teerschicht.



Trotz der vielen lokalen Themen blieben die Stadt- und die „große“ Politik nicht ausgespart.

BĂŒrgermeister Falk griff bei der ErlĂ€uterung der wichtigsten Stadthaushaltsdaten die Grundsteuerproblematik auf. Heuer seien fĂŒr die Grundsteuer A und B zusammen rund 670 000 Euro veranschlagt. Man sei gespannt, ob die Neuregelung eine bundeseinheitliche oder lĂ€nderspezifische wird.

Ein hoher Ausgabeposten im Stadthaushalt seien die Personalkosten. Sie belaufen sich auf ca. 4,470 Mio. Euro. Falk gab zu bedenken, dass in Hirschau im Gegensatz zu anderen Gemeinden alle Einrichtungen von der Stadt betrieben werden. Alleine fĂŒr die KindergĂ€rten bezifferten sich die Personalkosten auf eine Mio. Euro. Dr. Schönberger unterstrich den hohen Stellenwert, den die CSU den vorschulischen Einrichtungen beimesse. Dort werde ausgezeichnete Erziehungs- und Bildungsarbeit geleistet.

Kurz vor den Europawahlen durfte diese Thematik nicht fehlen. Der CSU-Ortsvorsitzenden Florentin Siegert appellierte eindringlich, am 26. Mai bei den Europawahlen vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Sie böten die einmalige Chance, dass mit Manfred Weber ein CSU-Politiker und Bayer PrĂ€sident der EU-Kommission werde. Es sei dringend geboten, den populistischen Parteien von rechts- bis linksaußen eine klare Absage zu erteilen.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.