Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Seit 2006 engagiert sich die Hilfsorganisation Africa Luz mit mehreren Projekten im Ort Sauraha im Royal Chitwan Nationalpark in Nepal. Morgen macht sich eine Delegation auf die Reise, um dort wieder einmal nach dem Rechten zu sehen.
AngefĂŒhrt wird die Reisegruppe von Africa-Luz-GeschĂ€ftsfĂŒhrerin BĂ€rbel Birner und Isabelle Haustein. Beide waren letztmals im November 2017 zwei Wochen lang vor Ort. Wenige Wochen nach der beispiellosen Hochwasserkatastrophe, von der Nepal im August betroffen war, bot sich ihnen in Sauraha noch weitgehend ein Bild der Zerstörung.
Die Wassermassen hatten u.a. die gesamte Einrichtung des Professor-Dausch-Kinderhauses zerstört und das Inventar der NĂ€hschule durch den Schlamm unbrauchbar gemacht. Es gilt, so BĂ€rbel Birner, sich ein Bild vom Stand der Renovierungsarbeiten zu machen und eventuell noch notwendige Arbeiten zu veranlassen, dafĂŒr auch die Finanzmittel zur VerfĂŒgung zu stellen.
Verschont geblieben war das Ambulatorium. Dorthin wird der Weg der Africa-Luz-Delegation zu allererst fĂŒhren.
2015 hatten Birner und Haustein zur Einweihung eine augenĂ€rztliche Untersuchungseinheit mitgebracht und eigenhĂ€ndig zusammengebaut. Diese ist defekt â so die Nachrichten aus Sauraha und soll nach Möglichkeit von den beiden wieder funktionsfĂ€hig gemacht werden. In ihrem ReisegepĂ€ck befinden sich u.a. Sicherungen und Ersatzlampen.
Die portable Spaltlampe, die von den vor Ort tĂ€tigen AugenĂ€rzten fĂŒr die Untersuchungen in den umliegenden Dörfern gebraucht wird, hat man nicht dabei. Man muss sie erst dort kaufen.
Sehr wohl dabei hat man OP-Material einschlieĂlich Intraocularlinsen fĂŒr 100 Patienten. Die Sachen werden an die beiden einheimischen Operateure ĂŒbergeben, die sich verpflichtet haben, im Africa-Luz-Ambulatorium nicht zahlungsfĂ€hige Patienten unentgeltlich zu operieren.
Fest gebucht im Programm ist ein Unterrichtstag in der auf dem Africa-Luz-GrundstĂŒck errichteten Schule. Die rund 350 Kinder im Alter zwischen vier und fĂŒnfzehn Jahren sollen nicht nur in Sachen Sehen, sondern auch ĂŒber die richtige Zahnpflege aufgeklĂ€rt werden.
Zum dauerhaften Unterrichtserfolg sollen die von Zahnarzt Dr. Roland FĂŒrst gespendeten ZahnbĂŒrsten, Zahnpasten und Zahnputzuhren beitragen, die den Kindern ĂŒbergeben werden. So gut es geht, sollen alle schlecht sehenden Kinder in das Ambulatorium einbestellt und dort untersucht und behandelt werden.
Ein Besuch in der Elefantendungfabrik und dem Laden darf schon deshalb nicht fehlen, weil die Arbeiter und Arbeiterinnen den deutschen Gönnern ihre neuesten Produkte prÀsentieren wollen.
Auf die Africa-Luz-Delegation wartet zehn Tage lang ein umfangreiches Arbeitsprogramm. BĂ€rbel Birner und Isabelle Haustein sind sich auĂerdem sicher: âEs wĂ€re das erste Mal, dass nicht weitere Ăberraschungen auf uns warten.â
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