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Nachricht vom 2019-02-04
Verfasser: Werner Schulz  
Feuerwehr rundet 150-Jähriges mit Festkommers- und Ehrungsabend ab

Eine besondere Ehrung erfuhr der Vorsitzende der Hirschauer Wehr Michael Schuminetz beim Festkommersabend. Er wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach ausgezeichnet. V. l.: 2. Vors. Thomas Maier, Bürgermeister Hermann Falk, Landrat Richard Reisinger, Kreisbrandrat Fredi Weiß, Michael Schuminetz, Kommandant Sebastian Jasinsky und stellv. Kommandant Claus Meyer.
Hirschau. Am 6. Januar 1868 gegründet feierte die Freiwillige Feuerwehr vergangenes Jahr ihren 150. Geburtstag. Letzten Samstag wurde das Jubiläum mit einem Festkommers- und Ehrungsabend im Josefshaus abgerundet.

Drei Tage lang war die Kaolinstadt vom 20. bis 22. Juli im Zeichen des Jubelfestes gestanden. Daran erinnerte Vorstand Michael Schuminetz zu Beginn seiner Festrede. Ausgangspunkt seiner Ausführungen war der kleine Zeichentrick-Drache „Grisu“, dessen Traum es war, Feuerwehrmann zu werden. Als er vor kurzem eine „Grisu-DVD“ in einem Marktregal entdeckte, habe er sich gefragt, ob Feuerwehrmann noch immer „Grisus“ Traumziel wäre. Denn die Herausforderungen seien in den letzten Jahrzehnten immer größer geworden. „Grisu“ habe nicht ahnen können, was Feuerwehrleute heutzutage beherrschen müssen.

Die Bezeichnung Feuerwehr sei immer noch korrekt. Die Brandbekämpfung sei nach wie vor eine zentrale Aufgabe. Darüber hinaus leiste man Hilfe bei Naturkatastrophen, bei Unfällen aller Art und hole auch mal eine Katze vom Dach.

Die technische Ausstattung der Gründungswehr habe nichts mehr mit der heutigen gemein. Eines habe sich nicht geändert: Die Hirschauer Wehr stehe immer bereit, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Die Feuerwehrleute bräuchten viel Mut. Wenn sie Eigentum oder Leben anderer schützen, riskierten sie oft ihr eigenes Leben. Ohne Menschen, die sich wie sie selbstlos für andere einsetzen, könnte die Gesellschaft nicht funktionieren. Ehrenamtlich opfere man Freizeit, Zeit für die Familie und stelle teilweise berufliches Fortkommen hintan.

Man handle nach dem Leitspruch „Retten, Löschen, Bergen, Schützen!“ Lob spendete Schuminetz dem Bürgermeister und dem Stadtrat. Sie hätten ein offenes Ohr für die Wehr und statteten sie mit modernen technischen Geräten aus.

Die Ausrüstung diene ausschließlich der Sicherheit der Bevölkerung. An der Freiwilligen Feuerwehr zu sparen, wäre das teuerste Sparen. Entgegen dem Leitspruch auf der Fahne, schloss der Vorsitzende mit den Worten „Gott schütze unsere Feuerwehrleute! Gott schütze unser Land und unsre Städte.“

Als großartiges Fest bezeichnete Bürgermeister Hermann Falk das letztjährige Jubiläum. Den zur Ehrung Anstehenden bescheinigte er, mit Herzblut Feuerwehrleute zu sein. Ohne sie wäre die Stadt um ein Vielfaches ärmer. Ihre Einsatzbereitschaft sei nicht auf Hirschau beschränkt, wie jüngst die Teilnahme an der Hilfsaktion in Berchtesgaden gezeigt hat. Die Solidarität sei vorbildhaft und ein tiefer Ausdruck von Bürgersinn und Hilfsbereitschaft.

Die Stadt sei gerne bereit, die Feuerwehr technisch immer auf dem neuesten Stand auszurüsten. Deutliche Worte fand Falk für Menschen, die Rettungskräfte gewalttätig in Wort und Tat angehen. Das dürfe nicht sein. Solche Leute müssten unbedingt verurteilt werden.

Auch Kreisbrandrat Fredi Weiß wies auf den Wandel der Feuerwehraufgaben vom klassischen Löschen zur Hilfeleistung bei technischen Einsätzen, Naturkatastrophen usw. hin. Damit einhergehen müsse eine Verbesserung von Einsatzmitteln, Schutzkleidung, Geräten und Fahrzeugen.

Dankbar erwähnte er den Einsatz der Hirschauer bei der Bewältigung der Schneekatastrophe in Oberbayern. 130 Kräfte aus dem Landkreis, die über 13 000 Einsatzstunden geleistet haben, hätten sich an der einzigartigen Gemeinschaftsleistung beteiligt.

Unter den ehrenamtlichen Diensten nehme der bei der Feuerwehr eine Sonderstellung ein, weil man sich die Zeit nicht aussuchen kann, wann man tätig sein will.

Nicht nur der Kreisbrandrat, auch Landrat Richard Reisinger war stolz auf die Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft der Feuerwehren im Landkreis, insbesondere die Hirschauer Wehr. Für den Einsatz in Oberbayern sei es in kürzester Zeit gelungen, das Landkreiskontingent in Marsch zu setzen.

In der großen Anzahl der zu Ehrenden sah er einen Beleg für die Wertschätzung, den die Feuerwehr in der Bevölkerung genießt. Sein Glückwunsch galt allen Geehrten, insbesondere dem Vorsitzenden Michael Schuminetz.

Er wurde für seine Dienste von KBR Fredi Weiß mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach ausgezeichnet. Schuminetz sei 1979 der Freiwilligen Feuerwehr Ehenfeld beigetreten. Von 1984 bis 1990 habe er dort als stellvertretender Kommandant Verantwortung übernommen.

1990 sei er als Gruppenführer zur Hirschauer Wehr gewechselt und Mitglied der Vorstandschaft geworden. Von 2000 bis 2006 habe er sich aktiv als stellvertretender Kommandant engagiert. Seit 2010 bekleide er das Amt des Vorsitzenden bis heute mit großem Verantwortungsbewusstsein und Umsicht.

Breiten Raum nahm dann die Ehrung langjähriger Mitglieder ein. Ausgezeichnet wurden:
Aktive: Daniel Brearley, Christian Finster, Sebastian Jasinsky, Simon Streher (alle 10 Jahre),

Günter Ries, Albert Sterk (beide 25 Jahre),

Christian Forster (30 Jahre),

Franz Birner, Alexander Herrmann, Michael Schuminetz (40 Jahre).

Passive: Helmut Birner, Martin Birner, Georg Weinberger, Georg Wittmann (alle 40 Jahre), Xaver Böller, Heinrich Fleischmann, Gerhard Galler, Hermann Mader, Georg Rösch, Josef Siegert, Walter Wiesinger (alle 50 Jahre), Karl Siegler, Hans Stamminger (beide 60 Jahre) und Alfred Bösl (70 Jahre).

Fördernde: Johann Friedl, Thomas Regler, Martin Beck, Erna Brauner, Norbert Demleitner, Joachim Scholz, Hans Baumann, Hans-Joachim Schlaffer, Georg Schlosser, Walter Widder, Ulrich Heldmann, Johannes Piehler, Walter Majecki, Franz Baier, Werner Schulz, Anton Bauer, Josef Holzer, Albert Meindl, Karl Mader, Martin Meier, Martin Dobmeier (alle 25 Jahre),

Karl-Heinz Knorr, Hubert Ritz, Werner Pichl, Josef Wiesnet, Josef Eimer, Karl Merkl, Günter Roth, Heinz Brauner, Karl Forster, Johann Hartinger, Edwin Hauk, Ägid Wolfrath, Heribert Fleischmann, Stefan Stark, Werner Huber, Hans-Jörg Lenz, Peter Meier, Johann Mendl, Harald Schertl, Adalbert Szymczak, Richard Wiesneth, Hans Weich, Bernd Bienert, Anton Luber, Karl Schreiner, Karl-Heinz Schwandner, Wolfgang Schwab, Reinhard Kummer, Manfred Flierl, Josef Strobl, Gerhard Bösl, Rudolf Schweiger (alle 40 Jahre),

Johann Riß, Heinz Kraus, Egon Häring, Walter Vogel, Ernst Mangelberger, Hermann Gebhard, Gerhard Staudigl, Johann Bösl, Helmut Sperber, Konrad Dotzler, Hartwig Langhammer (alle 50 Jahre),

Xaver Flierl und Helmut Meier (beide 60 Jahre).
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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