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Nachricht vom 2019-01-27
Verfasser: Werner Schulz  
Nach 25 Jahren Führungswechsel beim VdK-Ortsverband

Die Neuwahl eines Vorsitzenden und die Ehrung langjähriger Mitglieder waren die wichtigsten Tagesordnungspunkte der VdK-Jahreshauptversammlung. Vorne v. r.: Ex-Vorsitzender Anton Eisert, Elisabeth Herlein (10 J.), Hubert Fick (30 J.), mittlere Reihe v. l.: Alfred Kunz (30 J.), Elmar Kral (30 J.), 1. Vorsitzender Leonhard Wischer, hintere Reihe v. l.: Bürgermeister Peter Dotzler (Gebenbach), VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty und Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau).
Hirschau. Der VdK-Ortsverband hat mit Leonhard Wischer einen neuen Vorsitzenden. Bei der Jahreshauptversammlung wurde er einstimmig zum Nachfolger von Anton Eisert gewählt, der 25 Jahre an der Spitze des Ortsverbandes stand.

Eisert hatte seinen Rückzug schon letztes Jahr angekündigt. Zählte der Ortsverband 1994 bei seinem Amtsantritt 143 Mitglieder, gehören ihm aktuell 445 an.

In seinem Arbeitsbericht übte Eisert Kritik an der Rentenreform und Sozialpolitik der Bunde- wie Landesregierung. Er bemängelte er das Fehlen des Wortes „Armut“ im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern, dies trotz steigender Armut bei Alleinerziehenden, Kindern, sozial Schwachen und Rentnern.

Auf Ortsebene seien die geplanten Fahrten, das Schlachtschüsselessen und das Ausbuttern wegen zu geringer Beteiligung ausgefallen. Dagegen sei das Fischessen gut besucht gewesen. Beim Volkstrauertag habe man einen Kranz niedergelegt, zu Weihnachten die Senioren mit einem Glas Honig beschenkt. Josef Hösl und Gerda Kropp hätten diese Aufgabe übernommen. Erna Brauner habe wieder die Monats- Kaffeekränzchen organisiert.

Eisert bedauerte, dass es sein Gesundheitszustand nicht länger erlaube, das Vorsitzendenamt so auszuüben, wie es notwendig wäre. Er bleibe dem Ortsverband aber treu und bleibe weiter als Beisitzer im Vorstandsgremium aktiv. Eisert dankte allen, die ihn während seiner 25-jährigen Amtszeit unterstützt hatten auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene.

Als Nachfolger schlug er seinen bisherigen Stellvertreter Leonhard Wischer vor. Mit einem „Glück auf!“ wünschte er ihm viel Erfolg. Die Versammlung folgte einstimmig Eiserts Vorschlag und wählte Wischer zum neuen Vorsitzenden, Ludwig Gruber zu seinem Stellvertreter.

Die Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau) und Peter Dotzler (Gebenbach) sowie die VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty waren sich in ihrem Urteil einig: Anton Eiert habe 25 Jahre lang unermüdliches Engagement für den VdK bewiesen und konstruktive Arbeit geleistet. Bgm. Falk sah im VdK einen modernen Sozialverband, der für soziale Gerechtigkeit kämpft und darüber wacht. In dieser Funktion werde nach Ansicht von Bgm. Dotzler der VdK immer wichtiger, da die Gesetzgebung immer komplexer werde und die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander driftet.

Mit ca. 1,9 Millionen Mitgliedern sei der VdK die bundesweit größte Selbsthilfe-Organisation für sozial benachteiligte Menschen in Deutschland, betonte Kies-Baldasty. Der Kreisverband könne auf 28 Ortsverbände mit zusammen 10 145 Mitgliedern bauen. Seit 2014 habe die VdK-Kreisgeschäftsstelle durch Beratungen, Widersprüche, Klagen und Berufungen 3,3 Millionen Euro erstritten.

Schwerpunktthema im Jahr 2019 werde ein generationengerechtes und zukunftsfähiges Rentenversicherungssystem sein. Dazu werde der VdK eine bundesweite Kampagne starten und seinen Einfluss für jetzige und künftige Rentner und Rentnerinnen geltend machen. Die gesetzliche Rente sei die wichtigste Säule der Alterssicherung. Sie müsse vor Altersarmut schützen. Erziehungs- und Sorgetätigkeiten müssten rentenrechtlich gestärkt werden. Man setze sich für die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung ein und fordere die Barrierefreiheit in Arztpraxen und Geschäften.

Erste Amtshandlung des frisch gebackenen Vorsitzenden, der sich für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankte, war die Ehrung langjähriger Mitglieder.

Zur Ehrung standen an für 10 Jahre: Ella Friedrich, Alexandra Gelumpa, Wilhelm Gevatter, Johanna Hergeth, Elisabeth Herlein, Michaela Kerin, Helmut Luber, Monika Meier, Hans Rumpler, Ulrike Wesnitzer, Ingeborg Dolles, Reinhard Dotzler und Harry Schubert.

Für 25 Jahre: Alexander Markus.

Für 30 Jahre: Hubert Fick, Elmar Kral, Hilde Nagel, Josef Leikam und Alfred Kunz.

Für das Jahr 2019 kündigte Wischer drei Veranstaltungen an – das Sommerfest am 14. Juli, das Fischessen im Oktober und die Teilnahme an den Volkstrauertagfeierlichkeiten.
Bilder:

Foto(s): Wernr Schulz

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