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Nachricht vom 16.11.2018 Senioren

Förderkreis Altenhilfe bleibt Anwalt und Sprachrohr der Senioren

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Der Vorsitzende des Förderkreises Altenhilfe heißt fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre weiterhin Werner Schulz. Bei der Jahreshauptversammlung im BRK Seniorenheim St. Barbara wurde er einstimmig in seinem Amt bestĂ€tigt. Überhaupt war KontinuitĂ€t angesagt bei den Vor-standswahlen des Förderkreises. Einstimmige Voten gab es gleichfalls fĂŒr die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Conrad und Hildegard Kohl, Schatzmeister Reinhold Birner und SchriftfĂŒhrer Ernst Mangelberger, ebenso fĂŒr die Beisitzer BĂ€rbel Birner, Heidi Flierl, Lina Ries, Heimleiterin Astrid Geitner, Peter Leitsoni, Helmut Rösch und die neu ins Gremium gewĂ€hlte Leiterin der SolitĂ€ren Tagespflege Birgit Seidl.

Dass sich der Förderkreis auch 34 Jahre nach seiner GrĂŒndung als Anwalt und Sprachrohr der Hirschauer Senioren versteht, unterstrich Werner Schulz zu Beginn seines Berichtes. Als er am 3. November 1984 zur GrĂŒndung eingeladen habe, sei die Schaffung eines Alten- und Pflegeheimes in Hirschau erklĂ€rtes Ziel gewesen. Vom ersten Tag an sei man ideeller und finanzieller Motor des Projektes gewesen. In der Standortfrage habe man sich stark gemacht, das Heim in der Innenstadt zu errichten. Die Bewohner sollten so gut wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, kurze Wege zu Ärzten, Apotheken, Kirche, Sparkassen, GeschĂ€ften usw. haben. Der verstorbene Förderkreisvorsitzende Willi Bösl habe dafĂŒr Anfang der 1980-er Jahre als BĂŒrgermeister mit GrundstĂŒcksankĂ€ufen in der Postgasse die Voraussetzungen geschaffen. Dort sei zunĂ€chst in Anbindung an das Krankenhaus ein Heim mit 20 PlĂ€tzen entstanden. Bei dessen Einweihung im Juni 1991 habe der Förderkreis eine 450 000 DM-Spende an BĂŒrgermeister Helmut Rösch ĂŒbergeben. 300 000 DM stammten vom stellv. Förderkreisvorsitzenden Klaus Conrad, die anderen 150 000 DM aus Aktionserlösen bzw. MitgliedsbeitrĂ€gen. Als das Krankenhaus nicht mehr existenzfĂ€hig war, habe BĂŒrgermeister Rösch die Umwandlung in ein Alten- und Pflegeheim und dessen Verpachtung an das BRK durchgesetzt. Mit Bedauern stellte Schulz fest, dass dafĂŒr die Rathausopposition ihre Zustimmung versagte. Dass die Stadt das Projekt finanzieren konnte, verdanke man dem heuer verstorbenen StaatssekretĂ€r Rudolf Kraus. Er habe eine Förderung des Bundes in Höhe von 1,8 Mio. Euro durchgesetzt. 1,15 Mio. Euro Fördermittel habe der Freistaat dank des Einsatzes des verstorbenen MdL Herbert Falk fĂŒr die Umwandlung von Akut- in Pflegebetten gewĂ€hrt. Dank der Großspenden von Klaus Conrad sei nach der Auflösung des Klosters unmittelbar neben dem Heim die erste Einrichtung fĂŒr Betreutes Wohnen entstanden, heuer die zweite dieser Art und die erste SolitĂ€re Tagespflege im Landkreis. Hirschau habe heute zwischen Kloster- und Postgasse ein Senioren- und Pflegezentrum, das seinesgleichen suche. „Der Förderkreis und seine Mitglieder können stolz sein, bei dessen Entstehung und Gestaltung stets konstruktiv mitgewirkt zu haben. Wir haben weit mehr erreicht, als wir uns bei der GrĂŒndung ertrĂ€umen konnten.“

Zur Vereinsgeschichte gehöre zudem die finanzielle UnterstĂŒtzung der Caritas-Sozialstation, der man Fahrzeuge gespendet und Spezialgeschirre fĂŒr „Essen auf RĂ€dern“ zur VerfĂŒgung gestellt hat. Auch der Seniorentreff wurde mit Spenden bedacht. Seit der Stadtrat 1999 dem Förderkreis-Vorschlag gefolgt ist, dem Heim den Namen St. Barbara zu geben, bedenke man es jedes Jahr am Barbaratag mit Geschenken. Wie der Bericht von Schatzmeister Birner bestĂ€tigte, hat man 2015 Sitzmöbel angeschafft, 2016 die Jahresmiete fĂŒr Tablets und 2017 ein großes Sonnensegel bezahlt, fĂŒr das Personal alljĂ€hrlich 65 Pfund Kaffee mitgebracht. Schwerpunkt der AktivitĂ€ten in den letzten Monaten sei die Einrichtung der SolitĂ€ren Tagespflege gewesen. Mit dieser habe man sich bei Vorstandssitzungen und Besichtigungen vor und nach der Inbetriebnahme intensiv beschĂ€ftigt. „Sie ist das vorlĂ€ufige i-TĂŒpfelchen auf das Betreuungs- und Pflegeangebot in Hirschau“.

Birgit Seidl, die Leiterin der Einrichtung, konnte mit positiven Nachrichten aufwarten. Man habe am 2. Juli mit dem Betrieb begonnen. Seither habe man 21 TagesgĂ€ste begrĂŒĂŸen können. Ihre Buchungszeiten seien unterschiedlich, reichten von einem Tag bis zur ganzen Woche. In der Bevölkerung herrsche noch viel Unklarheit ĂŒber die Finanzierung der Betreuung in der SolitĂ€ren Tagespflege. Daher sei sie gerne bereit, die Einrichtung bei Vereinen und Organisationen vorzustellen und auch ĂŒber die Kostenfrage aufzuklĂ€ren. PersonalmĂ€ĂŸig sei man sehr gut aufgestellt. Nicht so rosig, so der Bericht von Heimleiterin Astrid Geitner, sieht dagegen die Personalsituation im Seniorenwohn- und Pflegeheim aus.

Man sei vom allgemeinen Mangel an PflegekrĂ€ften nicht verschont. Es sei sowohl schwierig, vorhandenes Personal zu binden als auch neues zu akquirieren. Seit geraumer Zeit habe man mit einem nicht der Pflege zuzuordnenden Problem zu kĂ€mpfen - der Behebung des vom Fronleichnamsunwetter verursachten Überschwemmungsschadens. WĂ€hrend der an die Postgasse angrenzende Keller ohne Bauarbeiten getrocknet und dort der Fußboden neu verlegt werden konnte, sehe das im ehemaligen Krankenhauskeller ganz anders aus. Dort mĂŒsse der Estrich herausgestemmt, der Boden getrocknet und neu verlegt werden. Man kalkuliere mit Kosten in Höhe von 150 000 Euro. Die neuen Brandschutzauflagen fĂŒr das Neubau- Obergeschoss hĂ€tten zur Folge, dass der Festsaal wegen der NutzungsbeschrĂ€nkung auf 20 Personen nicht mehr wie bisher fĂŒr Veranstaltungen genutzt werden kann. Erfreulich sei, dass das Haus voll belegt ist. Einmal monatlich treffe man sich mit den Bewohnern des Hauses Conrad. FĂŒr die UnterstĂŒtzung durch den Förderkreis sei man sehr dankbar. Das im Vorjahr gestiftete Sonnensegel habe sich bestens bewĂ€hrt. Auch 3. BĂŒrgermeister Peter Leitsoni lobte das dauerhafte Engagement des Förderkreises. Hirschaus Senioren hĂ€tten ihm viel zu verdanken.

Schatzmeister Reinhold Birner erklÀrte, dass auch der Förderkreis Grund zur Dankbarkeit habe. So habe man z.B. vom aufgelösten Wenzelkreis eine Spende von 1 000 Euro erhalten. Aktuell zÀhle der Verein 99 Mitglieder. Ziel sei es, das 100. Mitglied zu gewinnen.

Die Ergebnisse der Neuwahlen: 1. Vorsitzender: Werner Schulz, Stellvertretende Vorsitzende: Klaus Conrad und Hildegard Kohl, Schatzmeister Reinhold Birner, SchriftfĂŒhrer: Ernst Mangelberger, Beisitzer: Beisitzer: BĂ€rbel Birner, Heidi Flierl, Astrid Geitner, Birgit Seidl, Lina Ries, 3. BĂŒrgermeister Peter Leitsoni und AltbĂŒrgermeister Helmut Rösch.

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