zurück zur Übersicht

Nachricht vom 28.10.2018 Jugend & Familie

Dem Roten Kreuz auf den Zahn gefĂĽhlt

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Wie reagieren clevere Erzieherinnen, wenn sich die Kinder beim Freispiel ĂĽber das Thema Unfälle und Blut unterhalten? Sie holen sich Fachleute ins Haus, z.B. vom Roten Kreuz! Genau das tat das Team des Antonius-Kindergartens.

Ein Problem beschäftigte die Kleinen ganz besonders. Verliert ein Mensch nach einem Unfall oder einer Operation viel Blut, dann muss er sterben. Warum müssen aber Menschen, die Blut spenden, nicht sterben? Wie geht eigentlich Blut spenden? Und wie funktioniert das, dass der Körper selber neues Blut bildet? Fragen über Fragen! Mit diesen konnten die Kinder kurz darauf Johannes Sellmeyer, den Leiter der Hirschauer BRK-Bereitschaft, und Ulrich Gerlach, den ehemaligen Wachleiter, ausgiebig löchern. Die Chef-Sanitäter ließen sich nicht lange bitten. Sie folgten spontan der Einladung der KiTa-Leiterinnen Alexandra Birzer und Evelyn Högl und fuhren mit dem Rettungswagen im Hof des Kindergartens vor. Bevor die Kinder diesen inspizieren durften, standen die beiden BRK’ler den Kleinen zu allen nur denkbaren Fragen Rede und Antwort, bewiesen dabei viel Geduld. Sie erklärten u.a., warum Knochen brechen oder warum es weh tut, wenn man sich in den Finger schneidet, man aber beim Haareschneiden keine Schmerzen hat. Geklärt wurde auch, welche Organe der Mensch hat und wie eine Narkose aussieht. Absolutes Highlight war dann die Besichtigung des Rettungswagens und der darin vorhandenen Gerätschaften. Da durften die Kinder ihre Nasen in eine Sauerstoffmaske stecken, durch die 100-prozentiger medizinischer Sauerstoff strömte und beim EKG den eigenen Herzschlag betrachten. Den Ausdruck durften sie mit nach Hause nehmen. Für die Krippenkinder war es eine Freude, mit der höhenverstellbaren Trage Aufzug zu fahren. Nachdem Uli Gerlach die persönliche Ausrüstung der Sanitäter erklärt hatte, tauchte die Frage auf, so diese sich umziehen. Die Kinder dachten, das geschehe daheim, wo sie auch den Rettungswagen vermuteten. Der Irrtum wurde umgehend aufgeklärt! Der steht in der Rettungswache! Diese wurde spontan am nächsten Tag aufgesucht. Selbst die Krippenkinder waren mit von der Partie. Schulungs-, Aufenthalts- Freizeit- und Lagerraum, Büroräume, Küche, Bad, Schlaf- und Ankleidezimmer – überall durften sich die kleinen Gäste umsehen. Bei Daniel Reger, dem Leiter der Helfer Ort, konnte man sich mit Spritzen und Verbandmaterial vertraut machen. Schließlich führte der Weg in die Garage zu den Einsatzfahrzeugen. Dort erwartete die Kinder ein unvergessliches Erlebnis: Sie hörten den Funkverkehr für eine (fingierte) Einsatzmeldung mit, worauf bei den Fahrzeugen das Blaulicht aufblinkte und das Martinshorn losheulte.

Eindrucksvoller – für die Kinder wie ihre Erzieherinnen - hätten die zwei Tage mit neuen und interessanten Informationen gefüllten Tage mit den Sanitätern nicht enden können.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.