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Nachricht vom 20.09.2018 Politik

Ausbau des Tagespflege-Angebots dringend geboten

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)   „Beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat man bisher vorrangig an Betreuungseinrichtungen fĂŒr Kinder gedacht, zu selten an solche fĂŒr Senioren. Der Ausbau des Tagespflege-Angebots fĂŒr diesen Personenkreis ist dringend geboten.“

Klartext zur Situation der pflegenden Angehörigen wie der PflegebedĂŒrftigen sprach MdL Bernhard Seidenath, gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, bei seinem Besuch in der SolitĂ€ren Tagespflege St. Barbara, der ersten im Landkreis. MdL Harald Schwartz hatte zu dem Besuch eingeladen.

Gut acht Wochen nach Eröffnung der Einrichtung, in der bis zu 18 TagesgĂ€ste betreut werden können, zog Birgit Seidl eine positive Bilanz. Die Auslastung liege bereits bei ca. 70 Prozent. Die bisherigen GĂ€ste seien ĂŒberwiegend in die Pflegegrade 2 bis 4 eingestuft. Der Großteil habe seine Buchungstage auf die komplette Woche ausgedehnt.

Die Senioren, denen ein Fahrdienst zur VerfĂŒgung steht, kĂ€men aus Hirschau und Gemeinden im Umkreis von 20 Kilometern. Von Montag bis Freitag werde ihnen zwischen 7.30 und 16.30 Uhr eine Vielfalt an AktivitĂ€ten angeboten, z.B. Gymnastik, GedĂ€chtnistraining oder gemeinsames Backen und Kochen. Einmal im Monat gebe es eine Singstunde mit der Klangbrettgruppe.

BĂŒrgermeister Falk sah in der SolitĂ€ren Tagespflege das i-TĂŒpfelchen auf das breite Angebot an Senioren- und Betreuungseinrichtungen mit Sozialstationen, Pflegeheim und das Betreute Wohnen in Hirschau. Dass man so gut aufgestellt sei, verdanke man Klaus Conrad und seiner 2,5-Mio.-Spende fĂŒr die Projekte.



MdL Schwartz gratulierte den Hirschauern zu ihrem neuesten Pflegeprojekt. Offenbar bestehe auch im lĂ€ndlichen Raum Bedarf fĂŒr eine derartige Einrichtung. Sie bringe Entlastung fĂŒr die pflegenden Angehörigen und erspare den PflegebedĂŒrftigen eine Heimunterbringung.

Beides bekrĂ€ftigte MdL Seidenath. Er unterstrich, dass drei Viertel aller PflegebedĂŒrftigen von Angehörigen betreut werden. Rund 11 Prozent mĂŒssten fĂŒr diese Aufgabe ihren Job aufgeben. Es sei ein Trend erkennbar, dass die Tagespflege auch an Wochenende nachgefragt werde. Sie ist nach den Worten von Birgit Seidl bisher nicht angedacht. Allerdings werde man die Einrichtung an den vier Adventsamstagen zu öffnen. Nicht denkbar sei die von MdL Seidenath angesprochene, in Ballungszentren nachgefragte EinfĂŒhrung der Nachtpflege. DafĂŒr fehle es schon an RĂ€umlichkeiten.

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