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Nachricht vom 2018-09-08
Verfasser: Uschald-PR Amberg  
Funktion des Gehirns im Mittelpunkt des Gesundheitstags

Ärzte aus verschiedenen Fachbereichen stehen beim Gesundheitstag am überdimensionalen Kopfmodell Rede und Antwort für alle Fragen zu Funktion und Schädigungen des Gehirns. Dazu bieten der Ärzteverbund Oberpfalzmitte (ÄVOM) zusammen mit dem mitveranstaltenden Gesundheitsamt mehrere Vorträge an.
Amberg. Ein überdimensionales Kopfmodell, das anschaulich über Aufbau und Funktion des Gehirns informiert, steht heuer als Beitrag des mitveranstaltenden Ärzteverbunds Oberpfalz Mitte (ÄVOM) im Mittelpunkt des Gesundheitstags am Sonntag, 16. September, von 12 bis 17 Uhr, im Landratsamt. Dazu gibt es zwischen 14 und 15.30 Uhr themenbezogene Vorträge im kleinen Saal des Zeughauses.

Die dreidimensionalen Darstellungen unterschiedlicher Krankheitsbilder zeigen beim Großmodell Veränderungen gut verständlich auf. Außerdem wird der Einsatz medizinischer Implantate wie Stents gezeigt. Das "Coiling" stellt die Ausfüllung eines Aneurysmas dar, und eine Bypasslegung ist ebenso sichtbar wie die Gewebereduktion durch Alzheimer. Das Thema Schlaganfall, Hirnzyste sowie Hirntumor werden ebenfalls dargestellt.

Das menschliche Gehirn ähnelt einem Computer, ist aber noch weitaus komplexer, denn es ist fähig, sich zu entwickeln, zu lernen, sich selbst wahrzunehmen, kreativ zu sein und Gefühle zu erzeugen. In Verbindung mit dem Rückenmark regelt es unbewusst Prozesse und koordiniert die meisten willkürlichen Bewegungen.

Jede Sekunde durchlaufen Millionen von chemischen und elektrischen Signalen Gehirn und Nerven, die sich in einem komplizierten Netzwerk über den gesamten Körper erstrecken.

Aber Nervengewebe ist empfindlich. Wird es beschädigt, haben die Folgen daraus eine enorme Tragweite. Außerdem dauert eine eventuelle Regeneration oft sehr lange. Früherkennung durch zeitgemäße Aufklärung, das ist das Ziel. Dazu dienen am Gesundheitstag auch verschiedene Vorträte. Abgesehen von bloßen Statistiken bleibt zu bedenken, wie tiefgreifend Hirnerkrankungen nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihres Umfeldes beeinflussen.

Viele zentralnervöse Störungen erfordern ein interdisziplinäres Vorgehen zur endgültigen Diagnosefindung. Riechstörungen, Schluckstörungen und Schwindel können erste Frühsymptome einer neurologischen Erkrankung sein. Bei einem plötzlichen einseitigen Hörverlust, kombiniert mit Schwindel und einem Ohrgeräusch, sollte neben einem Hörsturz auch eine Raumforderung im Bereich des Hörnervens bedacht werden. Das Riechvermögen nimmt zwar im Laufe des Lebens ab, eine Verschlechterung kann jedoch auch ein erstes Anzeichen einer Multiplen Sklerose, Alzheimer Demenz, Morbus Parkinson oder eines Hirntumors sein. Eine HNO-Fachärztliche Vorstellung ist beim Auftreten unspezifischer Syndrome daher sinnvoll. Zentralnervöse Störungen sollten bei fehlender Diagnosefindung im Fachgebiet differentialdiagnostisch zwingend in Betracht gezogen werden.

Fachvorträge zum Thema

14.00 bis 14.30 Uhr: „Tumortherapie am Gehirn. Was leistet die moderne Strahlentherapie?“.

Dr. med. Matthias Hipp, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, Klinikum St. Marien Amberg

14.30 Uhr bis 15.00 Uhr; “Moderne neuro-chirurgische Behandlung von Hirntumoren im in-terdisziplinären Kontext“. Edgar Kigadye M.D. (Dar), M.Sc, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie, Klinikum St. Marien Amberg-

15.00 bis 15.30 Uhr: „Schädel-Hirnverletzungen – Neues aus der Neurorehabilitation – Nachsorge von Menschen nach Schädel-Hirnverletzungen“ . Armin Nentwig, Bundesvorsitzender Schädel-Hirnpatienten in Not e. V.

15.30 bis 16.00 Uhr: Vorstellung der Psychiatrischen Tagesklinik und Institutsambulanz Amberg. Dr. med. Willy Müller, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberarzt der Psychiatrischen Institutsambulanz Amberg von „medbo“ (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz).

Bilder:

Foto(s): Uschald

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