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Nachricht vom 17.08.2018 Vereine

Marktplatz zwei Tage ein großer Biergarten

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Wenn einmal im Jahr der Marktplatz fĂŒr zwei Tage einem großen Biergarten gleicht, hat das seit 1975 nur einen Grund: Der Musikzug lĂ€dt zum Marktplatzfest, letztes Wochenende zum 44. Mal.

Wieder einmal hatte der Musikzug mit St. Petrus einen wohlgesonnenen VerbĂŒndeten. Bei idealem Wetter folgte dem samstĂ€glichen Auftakt nach Maß ein Festsonntag wie aus dem Bilderbuch. Die Konsequenz: Hunderte von Besuchern genossen an beiden Tagen stimmungsvolle musikalische Unterhaltung, eindrucksvolle ShowtĂ€nze, einfallsreiche Kinderbetreuung und beste Bewirtung. Damit das ganze Ambiente fĂŒr die GĂ€steschar stimmte, waren unter der Regie von Vorstand Maximilian Stein rund 75 Helferinnen und Helfer aus den Reihen des Musikzugs, sowie Angehörige, Freunde und Bekannte miteinander etwa 500 Stunden im Einsatz. Sie erbrachten eine organisatorische Meisterleistung.

„Ozapft is, ich wĂŒnsch‘ zwei wunderschöne Festtage mit vielen, vielen GĂ€sten!“ Ein StĂŒck weit erleichtert reckte BĂŒrgermeister Hermann Falk den SchlĂ€gel in die Höhe, nachdem es ihm gelungen war, mit sechs SchlĂ€gen den Zapfhahn in das Festbierfass der Schlossbrauerei zu treiben. Zum Anstoßen der Anzapfprominenz auf das Gelingen des Festes gab es dann eine Premiere.

Erstmals in der Festgeschichte wurde das obligatorische „Prosit der GemĂŒtlichkeit“ von den „Original Fichtelgebirgsmusikanten“ intoniert. Unter der Leitung von Franzl Pscherer legten sich die Kapelle aus Mehlmeisel mĂ€chtig ins Zeug und bewies bis spĂ€t in die Nacht ihre QualitĂ€ten mit traditionellen BlasmusikklĂ€ngen genauso wie mit modernen, rockigen StĂŒcken.

Aufgelockert wurde das Ganze durch die Auftritte der Jugendgarde und der Majoretten. HĂ€tte die deutsche Nationalelf bei der WM in Russland genauso viel Elan und PrĂ€zision an den Tag gelegt wie die im Nationaltrikot auftretenden GardemĂ€dchen bei ihrem fulminanten Tanz zu Sportsongs wie „Es lebe der Sport“, „Das Ding muss rein“ oder „We are the champions“, wĂ€re sie sicher nicht so klĂ€glich gescheitert. Ein Top-Hingucker wurde die von Lilli Pfab einstudierte, tĂ€nzerisch harmonische und exakt abgestimmte Lichtershow der acht MajorettenmĂ€dels zu den Titeln „I’ve got nor roots“ und „He’s a pirate“.

Der Sonntag begann traditionsgemĂ€ĂŸ mit einem Festgottesdienst. Er wurde von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann auf dem Freialtar zelebriert. Die musikalische Gestaltung ĂŒbernahm der von Wolfgang Vögele dirigierte Musikzug. Er spielte auch zum FrĂŒhschoppen. Mittags ließen viele Hirschauer und CampinggĂ€ste auf dem Festplatz ihren Schweinebraten samt Knödel, die Steaks, BratwĂŒrstl oder Forellen schmecken.

Ab dem frĂŒhen Nachmittag sorgte die KJG mit einem interessanten Spieleangebot dafĂŒr, dass den Kindern nicht langweilig wurde. Ob Leitergolf, Cornhole, Holz-Stapelturm oder das Basteln von Notizheften, die mit Perlenstiften verziert worden – alles machte den Kindern sichtlich Spaß.

Auf der BĂŒhne feierte ab 16 Uhr mit der „Original Waidhauser Blasmusik“ die zweite Kapelle ihre Marktplatzfest-Premiere. Sie begeisterten mit ihren böhmisch-bayerischen KlĂ€ngen und gekonnten Gesangseinlagen. Immer wieder brandete tosender Beifall auf. Beim „Prosit der GemĂŒtlichkeit“ folgte das Publikum bereitwillig der Aufforderung „Die KrĂŒge hoch!“. Den Waidhausern waren immer wieder Verschnaufpausen vergönnt.

Die Kindergarde fĂŒllte diese im Dress der Nationalelf mit ihrer Tanz-Interpretation der Sportsongs. Die vier Nachwuchs-Majoretten tanzten zu einem Remix aus „Try Everything“, „Let it go“ und „How far I‘ll go”, allesamt Lieder aus Disney-Filmen. Die Großen prĂ€sentierten nochmals „He’s a pirate“ und tanzten zu „High school musical“.

Am Ende hatte Musikzugvorstand Maximilian Stein allen Grund eine positive Bilanz zu ziehen und seinen Helferinnen und Helfern sowie allen Mitwirkenden zu danken. Freuen kann sich auf jeden Fall der Musikzugnachwuchs. FĂŒr ihn ist der Festerlös bestimmt.

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