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Nachricht vom 16.08.2018 Sonstiges

Freudiges Wiedersehen zum FĂĽnfundsechzigsten

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Ein freudiges und gemĂĽtliches Wiedersehen feierten 13 Mädels und 12 Jungs des SchĂĽlerjahrgangs 1952/53 dieser Tage anlässlich ihres 65. Geburtstags.

Als für sie im September 1959 der „Ernst des Lebens“ begann, waren die ABC-Schützen noch sauber nach Geschlechtern getrennt. Die mit Schultüten bewaffneten 38 Buben wurden von Lehrer Wolfgang Leitermann empfangen, die 30 Mädchen von Schwester Agnieska.

Ausgerechnet Carmen Renner, die das Wiedersehen organisierte, war damals nicht unter den Schulneulingen.

Die kleine Maria del Carmen Juanes Alonso lebte bei ihrer Familie zu diesem Zeitpunkt noch in Salamanca, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der autonomen spanischen Region Kastilien-León. Als ihr Vater Jose Juanes Hernandez 1961 erfuhr, dass die Amberger Kaolinwerke in Spanien auf der Suche nach Arbeitskräften sind, wagten zunächst er und die Mama Teresa Alonso Perez den Schritt nach Hirschau.

In der „Spaniersiedlung", die die AKW gegenüber dem Werk errichteten, fanden sie eine neue Heimat. Carmen blieb noch zwei Jahre in Spanien bei ihrer Oma. Als sie 1963 als Elfjährige nach Hirschau kam, wurde sie in die 1. Klasse aufgenommen. Ihre Mitschüler waren also ca. fünf Jahre jünger als sie. Mit ihnen absolvierte sie auch noch die 2. Klasse und die Hälfte der 3. Klasse.

Ihre Leistungen waren so gut, dass sie während des Schuljahres in die 6. Klasse versetzt wurde, wo sie altersmäßig hingehörte. Damit war sie bei den Klassenkameradinnen und Kameraden gelandet, mit denen sie später den Schulabschluss machte und für die sie – wie schon vor fünf Jahren zum Sechzigsten – das Klassentreffen organisierte.



Dass der Wiedersehens-Abend im von ihrem Mann Christian und ihr bewirtschafteten Conrad-Sportstüberl stattfand, verstand sich von selbst. Begonnen hat das Treffen am Nachmittag mit einem Friedhofsbesuch, um dort an den Gräbern der verstorbenen drei Mitschülerinnen, der sechs Klassenkameraden und der Lehrkräfte zu gedenken. Derer wurde anschließend auch beim von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann zelebrierten Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gedacht.

Ab 20 Uhr waren dann im CSV-Sportstüberl ein Feinschmecker-Abendessen, Gemütlichkeit und beste Unterhaltung Trumpf. Es lag in der Natur der Sache, dass bis in die späte Nacht hinein alte Erinnerungen aufgefrischt und Anekdoten aus der Jugendzeit erzählt wurden.

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