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Nachricht vom 14.08.2018 Politik

Hirschauer Trinkwasser von hervorragender Qualität

Hirschau (Bericht von Josef Birner)  Die Hirschauer Tiefbrunnen kommen mit der gegenw√§rtigen Hitze- und Trockenperiode gut zurecht. Die Pegelst√§nde w√ľrden durch den erh√∂hten Wasserverbrauch tags√ľber zwar kurzfristig sinken, sich aber in n√§chtlichen Ruhezeiten rasch erholen. Dies erfuhren die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion und eine Reihe interessierter G√§ste von den Wasserwarten Konrad Meyer und Sebastian Jasinsky bei einem Informationsbesuch im Hirschauer Wasserwerk.

Amtierender B√ľrgermeister Josef Birner verwies einleitend darauf, dass Trinkwasser in Deutschland zu den am genauesten kontrollierten Lebensmitteln geh√∂re und meist besser als Mineralwasser in Flaschen sei. SPD-Vorsitzender G√ľnther Amann erg√§nzte, dass der Schutz und die Verf√ľgbarkeit von sauberem Wasser zu den wichtigsten Aufgaben einer Kommune geh√∂ren und angesichts von Klimaerw√§rmung und damit einhergehender Trockenheit mehr und mehr zu einer Herausforderung w√ľrden.



Wasserwart Konrad Meyer begann seine Erl√§uterungen mit einem Ausflug in die Geschichte der √∂rtlichen Wasserversorgung. Erst 1955 habe eine Wasserleitung die Stadtbrunnen abgel√∂st, Hirschau sei damit sp√§t dran gewesen. Noch heute seien teilweise alte Gussleitungen verbaut, die den Nachteil h√§tten, dass sie leicht br√§chen. ‚ÄěWenn wir jedes Jahr einen Kilometer Leitung erneuern w√ľrden, brauchen wir 40 Jahre, um damit fertig zu werden‚Äú, betonte der Wasserwart.

Mitte der neunziger Jahre habe die Hirschauer Wasserversorgung mit einer Bleibelastung zu k√§mpfen gehabt. Zur Sanierung sei der Brunnen II im tieferen Bereich abgedichtet worden, wodurch er erheblich an seiner Sch√ľttungsleistung verloren habe. Heute sei eine Belastung mit Schwermetallen oder anderen Schadstoffen kein Thema mehr.



‚ÄěDas Hirschauer Wasser ist von hervorragender Qualit√§t‚Äú, verdeutlichte Wasserwart Sebastian Jasinsky. Monatlich w√ľrden ca. 100 verschiedene Parameter untersucht. Das reiche √ľber Bakterien und Schwermetallen bis hin zu Pflanzenschutzmitteln. Alle Ergebnisse l√§gen deutlichen unter dem Grenzwert. W√§hrend andere Gemeinden mit hohen Nitratbelastungen zu k√§mpfen h√§tten, werde in Hirschau nur knapp die H√§lfte des zul√§ssigen Grenzwertes erreicht. Besonders der 2013 erschlossene Tiefbrunnen ‚ÄěAm Wolfgangsranken‚Äú liefere beste Qualit√§t.

Zu den aktuellen Verbrauchswerten nannten Konrad Meyer und Sebastian Jasinsky genaue Zahlen. Gegenw√§rtig im hei√üen August w√ľrden t√§glich 1400 Kubikmeter Trinkwasser verbraucht, die Vorjahreszahlen l√§gen ca. 300 Kubikmeter niedriger. Da die Hirschauer Wasserversorgung √ľber gute Reserven verf√ľge, k√§me sie damit problemlos zurecht. Das gef√∂rderte Wasser sei teilweise 40 Jahre alt.

Stadtrat G√ľnther Amann wollte wissen, in welchem Zeitraum die Niederschl√§ge vom Winter und Fr√ľhjahr die Brunnenpegel erreichten. Durch unsere dichten B√∂den dauere das bis zu einem Jahr, antwortete Konrad Meyer. ‚ÄěWas k√∂nnen wir tun, um unsere Grundwasservorr√§te zu erhalten?‚Äú, wollte B√ľrgermeister Josef Birner wissen. Regenwasser m√∂glichst auf dem eigenen Grundst√ľck versickern lassen und nicht in den Kanal ableiten, riet dazu der Wasserwart.



Beim abschlie√üenden Rundgang durch das Wasserwerk erfuhren die Besucher, dass bei der Aufbereitung des Rohwassers auf Aktivkohlefilter verzichtet werden k√∂nne, dass Hirschauer Wasser sehr weich sei und nat√ľrliche Kohlens√§ure entfernt w√ľrde, da sie den Rohrleitungen schade.

Josef Birner bedankte sich bei Konrad Meyer und Sebastian Jasinsky f√ľr die kompetenten und interessanten Ausk√ľnfte. Ihre fachkundige Arbeit trage dazu bei, dass in Hirschau sauberes und hochwertiges Wasser wie selbstverst√§ndlich aus den Leitungen flie√üe.

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