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Nachricht vom 06.08.2018 Politik

Mehr Sicherheit durch FußgĂ€ngerampel

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Gute Nachricht fĂŒr alle, die als FußgĂ€nger die B 14 auf Höhe der Amberger Kaolinwerke ĂŒberqueren mĂŒssen. Noch in diesem Jahr wird dort eine Druckknopfampel installiert, die höchstmögliche Sicherheit gewĂ€hrleistet.

Eine kompetente Runde fand sich auf Einladung von MdB Alois Karl (CSU) zum Ortstermin ein: Mit Landrat Richard Reisinger waren der Leiter seiner Verkehrsbehörde Christian Luber und dessen Stellvertreter Matthias Viehauser gekommen. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach war mit Leitendem Baudirektor Henner Wasmuth und Bauoberrat Stefan Noll vertreten, die Stadt Hirschau durch 2. BĂŒrgermeister Josef Birner.

GeschĂ€ftsfĂŒhrer Otto Hieber und Divisionsleiter Ralf Jeffraim fĂŒhrten die AKW-Delegation an, zu der Werkleiter Bernhard Neudecker, Betriebsratsvorsitzender Christian Hartmann und Hubert Posset, zustĂ€ndig fĂŒr den Arbeitsschutz gehörten. Komplettiert wurde die Runde durch MdL Dr. Harald Schwartz (CSU).



In diesem B 14-Abschnitt gab es frĂŒher bereits eine Überquerungshilfe in Form eines Zebrastreifens. Er wurde am 19. Juli 2017 auf Anordnung der Unteren Verkehrsbehörde rĂŒckgebaut, weil die Voraussetzungen fĂŒr einen FußgĂ€ngerĂŒberweg aus einer Reihe von GrĂŒnden nicht gegeben waren. Die Frequentierung war deutlich geringer als in den amtlichen Vorschriften gefordert. Mit dem Fehlen eines beidseitigen Gehwegs, wie es die „Richtlinie fĂŒr die Anlage und Ausstattung von FußgĂ€ngerĂŒberwegen“ (R-FGÜ) vorschreibt, war eine weitere Vorgabe nicht erfĂŒllt. Auch die Beleuchtung war gemĂ€ĂŸ R-FGÜ unzureichend.

Beim Stadtrat und vor allem bei der Betriebsleitung und den BeschĂ€ftigten der AKW stieß die Maßnahme nicht auf VerstĂ€ndnis, sondern auf Widerstand. Sowohl BĂŒrgermeister Hermann Falk als auch AKW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Otto Hieber wandten sich an MdB Karl mit der Bitte um UnterstĂŒtzung fĂŒr die Wiedererrichtung eines Zebrastreifens. Beim Landratsamt sah man dafĂŒr absolut keine Möglichkeit. MdB Karl erhielt aber die positive RĂŒckmeldung, man prĂŒfe seine Anregung auf Errichtung einer Druckknopfampel.

Nach GesprĂ€chen mit BOR Noll hat Landrat Reisinger die entsprechende verkehrsrechtliche Anordnung inzwischen erlassen, damit „FlexibilitĂ€t und KreativitĂ€t“ bewiesen, wie MdB Karl sagte. In seinen Dank an den Landkreis-Chef schloss er ROI Luber, Baudirektor Wasmuth, BOR Noll, BĂŒrgermeister Falk, MdL Schwartz und AKW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hieber mit ein. „Eine konzertierte Aktion ohne Misstöne hat zum Erfolg gefĂŒhrt.“

Als „positives Hirschauer StĂŒckl“, dem ein politikfreier Prozess vorausgegangen ist, sah der Landkreis-Chef die Errichtung der Ampel. Beim FĂŒr und Wider sei abzuwĂ€gen gewesen zwischen durch Vorschriften festgelegte „objektive Kriterien“ und dem „subjektiven Sicherheitsempfinden“. Bei der Verkehrsschau, an der auch das Straßenbauamt, die Polizei und die Stadt Hirschau beteiligt waren, sei man zu der Überzeugung gekommen, dass eine Druckknopfampel den querenden FußgĂ€ngern deutlich mehr Sicherheit bringe als ein Zebrastreifen. „Eine rote Ampel ist fĂŒr den deutschen BĂŒrger noch immer ein Signal, das er befolgt.“

In diese Kerbe schlug auch Baudirektor Wasmuth mit seiner Aussage, dass ein Zebrastreifen oft mehr Sicherheit suggeriert als er tatsĂ€chlich bietet. Um die vernĂŒnftigste Lösung zu finden, bedĂŒrfe es noch einiger Abstimmungen.

Das Staatliche Bauamt werde alles fĂŒr die schnellstmögliche Realisierung der Ampel tun. Bleibe zu hoffen, dass sich eine Firma findet, die das Projekt zeitnah umsetzt. Mit der Planung, so BOR Noll, sei ein BĂŒro in Stuttgart beauftragt. In das Konzept mĂŒsse die jenseits der Bahngleise befindliche Werksampel integriert werden, ebenso die Bushaltestelle auf der AKW-Seite. Man mĂŒsse sich auch noch mit den Betreibern der Leitungen abstimmen, die in diesem Bereich vorhanden sind.

Hoch erfreut ĂŒber das nach lĂ€ngerem hartnĂ€ckigem DrĂ€ngen und Bohren zeigte sich AKW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hieber. Den beteiligten Fachstellen gebĂŒhre Dank, dass sie die Sicherheit der Menschen, insbesondere der AKW-Mitarbeiter und der Anwohner in der AKW-Siedlung, in den Mittelpunkt ihrer Entscheidung gestellt haben. Diesem Dank schloss sich BĂŒrgermeister Birner vollinhaltlich an.

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