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Nachricht vom 15.07.2018 Kultur & Feste

Drei Tage Hochstimmun bei Burgstaller Kirwa!

Burgstall (Bericht von Werner Schulz)  Sie war alles andere als eine 0815-Kirchweih – die 40. Burgstaller Kirwa. Wo sonst singen Dorfkinder unterm Kiwabaum Kirwalieder, zeigen die Burschen akrobatische Plattler-Einlagen und ist ein leibhaftiger Biathlon-Weltmeister zu Gast?

All das war bei der JubilĂ€umskirwa geboten – dazu 15 blitzsaubere Kirwapaare, zĂŒnftig aufspielende Musikanten und drei Tage lang Bilderbuchwetter. Dem Anlass gebĂŒhrend zapfte BĂŒrgermeister Hermann Falk das erste Fass Bier an. Unter die GĂ€ste, die ihm und Ortssprecher Hans Scharl zuprosteten, hatte sich auch Biathlon-Weltmeister Andi Birnbacher gemischt.

Er verbrachte das Wochenende mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Gebenbach. Anlass war die Abschlussfeier der dortigen D-Jugend-Fußballer. Deren Trainer Magnus Deichl, mit Birnbacher seit Jahren befreundet, hatte ihn dazu eingeladen und zum anschließenden Kirwabesuch animiert. Der Oberbayer war beeindruckt, dass ein Dorf mit rund 60 Einwohnern ein solches Fest auf die Beine stellen kann. Auch der 28 Meter hohe Kirwabaum imponierte ihm. Überrascht war er, dass man diesen per Los gewinnen kann. „Das gibt‘s bei uns nicht.“

Dass beim Auftaktabend alles passte, war besonders das Verdienst der Band „Onkel Resi“, zu deren bodenstĂ€ndigen KlĂ€ngen die 15 Kirwapaare ins Festzelt einzogen. Bis in die spĂ€te Nacht sorgte das Quartett fĂŒr Stimmung und animierte so manches Paar, von der Bierbank auf den Tanzboden zu wechseln.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft. Um den Freialtar vor der Dorfkapelle versammelte sich eine große Schar an GlĂ€ubigen. FĂŒr die Kirwapaare war die Teilnahme Ehrensache. In seiner Predigt griff Vikar Preitschaft den Ortsnamen Burgstall auf. Sowohl die Burg als auch der Stall hĂ€tten schon frĂŒher den Menschen und Tieren Schutz und Geborgenheit geboten. Genau dies gebe der Glaube den Christen. Musikalisch umrahmt wurde die Messfeier von der Gebenbacher Blasmusik. Sie unterhielt die GĂ€ste auch beim FrĂŒhschoppen.

Hauptereignis am Nachmittag war das Austanzen des Kirwabaumes. Bis zum Eintreffen der Kirwapaare unterhielten die Burgstaller Nachwuchsmusikerinnen Tamia Stauber und Maria Dotzler, von Rita Dotzler auf der Gitarre begleitet, das Publikum mit Kirwaliedern. Sie erhielten reichlich Applaus fĂŒr „Wenn ich des Morgens frĂŒh aufsteh“, „Bibihenderl“, „Hulapalu“, „Mir homs fĂŒr unser Leben so gern“ und – passend zur WM - „Fußball.“

Dann marschierten die Boum und Moidln, voran das Trio „Tuba-Tobi and Friends“, vor dem Festzelt auf. Sie machten eine gute Figur bei der von den alterfahrenen Kirwapaaren einstudierten Sternpolka, beim Siebenschritt, Zwiefachen, Bauernmoidl und Walzer. Der endete mit der KĂŒr von Thomas Scharl und Stefanie Wisneth zum Oberkirwapaar.

Ein g’stand‘ner Burgstaller Kirwabursch muss aber mehr drauf haben als nur das Tanzen mit seinem Moidl! Wie in den Vorjahren warteten die Boum mit einer Schuhplattler-Einlage auf. Sie gaben den vom „Neidaffer Sepp“ einstudierten „Watschenplattler“ zum Besten, bis die Lederhosen krachten. FĂŒr die teilweise akrobatische Darbietung ernteten sie stĂŒrmischen Beifall. Danach setzte der Run auf das Kuchenbuffet ein, derweil „Tuba-Tobi and Friends die GĂ€ste bis in den Abend bestens unterhielten.

Der Montag brachte noch einmal einen Besucheransturm. Die „Zoigl-Musi“ versetzte das Publikum in Hochstimmung. Als letzter Höhepunkt stand die Verlosung des Kirwabaumes an. Ihn gewann Helmut Götz aus Krondorf. Er stellte den Baum umgehend zur VerfĂŒgung, den u guter Letzt Matthias Schöpf aus Gebenbach ersteigerte.

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