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Nachricht vom 01.07.2018 Kultur & Feste

In Burgstall, daou is zum 40. Mal Kirwa

Burgstall (Bericht von Werner Schulz)  â€žIn Burgstall, daou is Kirwa, mei Liaba, mei Liaba!“ Diese Parole gilt am kommenden Wochenende zum 40. Mal in der kleinen Ortschaft Burgstall. Von Samstag, 7. Juli, bis Montag, 9. Juli, geht er wieder hoch her in dem Dorf, das politisch seit 1972 zur Stadt Hirschau gehört, kirchlich zur Pfarrei Gebenbach.

Im JubilĂ€umsjahr sollte es erlaubt sein, einen Blick zurĂŒck auf die Entstehung der Burgstaller Kirwa zu werfen. Bis vor 40 Jahren wurden die Glocken der 1925 erbauten, dem heiligen Martin geweihten Kapelle tĂ€glich dreimal von Hand von der Familie Schönberger (jetzt Scherer) gelĂ€utet. Aus AltersgrĂŒnden konnte die Familie dies nicht mehr machen. So wurde beschlossen, ein elektrisches GelĂ€ut anzuschaffen. In einer Ortsversammlung wurde der Gedanke geboren, ein Fest zur Mitfinanzierung des GelĂ€uts zu organisieren. Mit Blick auf den kirchlichen Verwendungsweck des Erlöses nannte man das Fest Kirwa. Seither findet die Burgstaller Kirwa alljĂ€hrlich am zweiten Juli-Wochenende statt. Den Termin wĂ€hlte man, da damals an diesem Wochenende keine weiteren Veranstaltungen in der Gemeinde und Pfarrei stattfanden.

GemeinnĂŒtziges Engagement war das entscheidende Motiv fĂŒr die GrĂŒndung der Burgstaller Kirwa und gemeinnĂŒtziges, soziales Engagement ist in den zurĂŒckliegenden 40 Jahren ein herausragendes Markenzeichen des Brauchtumsfestes geblieben. Jahr fĂŒr Jahr werden mit dem Kirwa-Erlös gemeinnĂŒtzige und soziale Einrichtungen unterstĂŒtzt. Vom Gemeinsinn der Burgstaller profitierten zuletzt die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder, die Hirschauer Helfer-vor-Ort-Gruppe, die Aphasie-Selbsthilfegruppe Amberg-Sulzbach und letztes Jahr zum wiederholten Mal die Hirschauer Caritas-Sozialstation. Sie alle kamen in den Genuss großzĂŒgiger Spenden, finanziert aus dem Erlös der Kirchweihtage. War der Erlös der ersten Kirwa fĂŒr die Finanzierung des KapellengelĂ€utes bestimmt, soll der heurige Erlös fĂŒr den Bau des geplanten Gemeinschaftshauses vorgesehen.

Damit die Kirwa ihrem hervorragenden Ruf wieder gerecht wird und sich die GĂ€ste rundum wohl fĂŒhlen, legt sich die Dorfgemeinschaft um ihren Ortssprecher Hans Scharl wieder mĂ€chtig ins Zeug. Er kann mit berechtigtem Stolz darauf verweisen, dass 35 der aktuell 62 Einwohner bei der Vorbereitung, Organisation und DurchfĂŒhrung des dreitĂ€gigen Festes aktiv mithelfen.

Das Kirwaprogramm beginnt am Samstag (7. Juli) um 20 Uhr. Dann ist es an der Gruppe „Onkel Resi“ im Festzelt fĂŒr stimmungsvolle Tanzmusik zu sorgen.

Der Festgottesdienst am Sonntag (8. Juli) wird um 9.30 Uhr an der St. Martin-Dorfkapelle vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft zelebriert. Musikalisch gestaltet wird die Messe von der Gebenbacher Blasmusik. Sie spielt auch beim anschließenden FrĂŒhschoppen auf. Zum Mittagessen werden Grillschmankerln wie Steaks und BratwĂŒrstl angeboten.

Das Nachmittagsprogramm wird um 15 Uhr von den Nachwuchsmusikern Tamia und Maria sowie Rita Butz eröffnet. Danach marschieren um 15.30 Uhr die 15 Kirwapaare zum Austanzen des Kirwabaumes vor dem Festzelt auf. Der Baum stammt aus dem Gebenbacher Kirchwald. Die TĂ€nze wurden in den letzten Wochen unter Anleitung der Ă€lteren Kirwaburschen und -moidln fleißig eingeĂŒbt. Als spektakulĂ€re Dreingabe warten die Kirwaboum mit einer Schuhplattl-Einlage auf. Sie wird von Josef Richthammer vom „Neidaffer Plattlclub“ einstudiert. Danach sorgt die Gruppe „Tuba-Tobi and Friends“ bis in die Nacht hinein fĂŒr die entsprechende Stimmung.

Zum Ausklang herrscht am Montag (9. Juli) ab Mittag buntes Kirwatreiben. Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen. Abends spielt ab 19.30 Uhr die „Zoigl-Musi“ zum Tanz auf. Gegen 22 Uhr werden der Kirwabaum und weitere Preise verlost. FĂŒr das leibliche Wohl der GĂ€ste ist an allen drei Kirchweihtagen bestens gesorgt. Die Weinbar ist tĂ€glich geöffnet. Die Bevölkerung aus nah und fern ist herzlich eingeladen.

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