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Nachricht vom 29.06.2018 Jugend & Familie

MĂ€rchenkindergarten feiert 65. Geburtstag

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Als der St. Wolfgang-Kindergarten am 28. Juni 1953 eingeweiht wurde, schwĂ€rmte deutschlandweit die Presse, sogar die Wochenschau, von der Eröffnung des MĂ€rchenkindergartens. Am Samstag wird der 65. Geburtstag gefeiert.

Dass die wertvolle Erziehungseinrichtung auf den Tag genau heute vor 65 Jahren eröffnet werden konnte, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Wolfgang Droßbach! Der damalige Direktor der Amberger Kaolinwerke und EhrenbĂŒrger der Stadt - an den eine Gedenktafel im Kindergarteneingang erinnert - war der Vater des beispielgebenden Projektes, mit dessen Bau 1952 begonnen wurde. Am 14. Januar 1953 vereinbarte er mit der Forster-Dorfner-, Dr. FlĂŒgelschen Spital-, Krankenhaus- und Kinderasylstiftung, dass der Kindergarten in deren Besitz ĂŒbergehen sollte. Die Leitung wurde dem Orden der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau” ĂŒbertragen - eine Regelung, die bis 2007 Bestand hatte, als das Kloster aufgelöst wurde.

Die Einweihung geriet, wie die Schwesternchronik belegt, zu einem wahren Volksfest: „Eine große Menschenmenge hatte sich um den Kindergarten versammelt, viele standen auf den HolzstĂ¶ĂŸen des naheliegenden SĂ€gewerkes!“ Kinder der MĂ€dchen- und Knabenschule wirkten mit Gedichten und Liedern an den Feierlichkeiten mit. Die Schnaittenbacher Bergkapelle geleitete die Kleinen zum Kindergarten. Die Schwestern wurden per Auto chauffiert. Nachdem Geistl. Rat Friedrich Zeitler den kirchlichen Segen erteilt hatte und die Kinder mit SĂŒĂŸigkeiten beschenkt waren, wurde der Kindergarten zur Besichtigung freigegeben.

Die Chronik berichtet: „Da war alles eines Staunens ĂŒber dessen Herrlichkeit; besonders bewundert wurde der Hirschauer Bockl.“ Er blieb fĂŒr Jahrzehnte das Lieblingsspielzeug der Wolfgangs-KindergĂ€rtler! Weiter ist nachzulesen: „Seitdem ist kaum ein Tag vergangen, an dem sich nicht Besucher im modernsten Kindergarten Deutschlands einfanden. Von Schweden wurde Besuch angemeldet, von Frankreich kamen zwei Autos!”

Auf die GrĂŒndungsleiterin Sr. Celsina Schaller folgten 1959 Sr. Venerabilis Becher, 1980 Sr. Regine Fechter, 1984 Sr. Elisabeth Peter, 1995 Sr. Luzilla Klein, 2001 Sr. Gabriele Liegl und 2006 Sr. Lydia Bauer. 2007 ĂŒbernahm mit Uta-Maria Kriegler erstmals eine weltliche Kraft die Leitung.

Mit ihr engagieren sich fĂŒnf Erzieherinnen, sechs Kinderpflegerinnen und eine Berufspraktikantin fĂŒr die optimale Betreuung und Förderung der 24 „Kleinen“ in den zwei Krippen-Gruppen und 42 „Großen“ in den beiden Kindergarten-Gruppen. Sie alle beteiligen sich am AOK-Gesundheitsförderprogramm „Jolinchen Kids“. Ganz groß geschrieben wird in der Einrichtung das Singen. Schon mehrfach wurde man dafĂŒr vom Deutschen Chorverband mit dem GĂŒtesiegel „FELIX“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Felix-Projektes wurden schon mehrere CDs aufgenommen

Musik spielt auch eine große Rolle, wenn die St. Wolfgang-Familie am Samstag, 30. Juni, ab 15 Uhr ihren 65. Geburtstag feiert. Als Geschenk und Höhepunkt gibt es ein Donnikl Mitmach-Konzert. Zu diesem Super-Event sind die Krippen- und Kindergartenkinder mit ihren Eltern eingeladen, dazu die ErstklĂ€ssler der Grundschule und alle Kinder, die ab September die KiTa besuchen. Die Karten sind bereits alle vergriffen.

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