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Nachricht vom 28.03.2018 Vereine

Feuerwehr 3794 Stunden bei EinsĂ€tzen und Übungen gefordert

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Exakt 3794 Stunden fĂŒr 85 EinsĂ€tze und 162 Übungen/Unterrichte – so liest sich in nĂŒchternen Zahlen die Bilanz der 64 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr, darunter vier Frauen, im Jahr 2017. Kommandant Sebastian Jasinsky prĂ€sentierte sie bei der Jahreshauptversammlung und verband sie mit herzlichen Dankesworten fĂŒr das vorbildliche ehrenamtliche Engagement seiner Mannschaft.

Der RĂŒckblick auf 2017 sowie eine Reihe von Ehrungen und Beförderungen waren die Schwerpunktthemen bei der Veranstaltung im Florians-StĂŒberl des Feuerwehrhauses. Bei den 85 EinsĂ€tzen rĂŒckte man 17-mal zur BrandbekĂ€mpfung aus.14-mal wurde man zu VerkehrsunfĂ€llen gerufen, leider auch zu einem tödlichen, bei dem eine junge Frau ums Leben kam. Der Rest unterteilte sich in EinsĂ€tze zur Verkehrsabsicherung, Fahrbahnreinigung nach VerkehrsunfĂ€llen, Beseitigung von SturmschĂ€den, Dienstleistungen fĂŒr die Stadt und Sonstiges. Die Drehleiter wurde zu fĂŒnf ĂŒberörtlichen EinsĂ€tzen gerufen. Außerdem wurde mit ihr eine EinsatzĂŒbung bei den HochhĂ€usern am alten Brunnen durchgefĂŒhrt. Auch acht Fehlalarme, ausgelöst durch defekte Brandmeldeanlagen, waren zu verzeichnen.

Rein rechnerisch war jeder Feuerwehrmann/jede Feuerwehrfrau ca. 59 Stunden im Einsatz. Die meisten Alarmierungen erfolgten zwischen 6 und 13 Uhr, also zur Hauptarbeitszeit. Im Durchschnitt stĂŒnden um diese Zeit zwölf Feuerwehrleute zur VerfĂŒgung. Sieben davon sind bei der Stadt Hirschau beschĂ€ftigt. In diesem Zusammenhang dankte Jasinsky BĂŒrgermeister Falk dafĂŒr, dass er bei Neueinstellungen immer ein Augenmerk auf die Feuerwehr legt. Es gebe immer mehr Firmen, die Personal fĂŒr einen Feuerwehreinsatz freistellen.

Insgesamt wurden mit den Feuerwehrfahrzeugen 10 004 Kilometer zurĂŒckgelegt. An der 90 Stunden umfassenden Truppmannausbildung, die mit einer theoretischen und praktischen PrĂŒfung abgeschlossen wurde, haben sich elf Aktive mit Erfolg beteiligt. Auf Landkreisebene habe man an einem Schaumtrainer- und einem Auffrischungslehrgang Gefahrgut teilgenommen.

Die vier Löschgruppen hatten mit Franziska Igl, Jacqueline Schmid, Christian Birner vier NeuzugÀnge zu verzeichnen. Leider haben sechs Aktive die Wehr verlassen.

Eine Gruppe habe mit Erfolg die LeistungsprĂŒfung THL absolviert. Mehrere Aktive haben LehrgĂ€nge als Maschinist, AtemschutztrĂ€ger, AtemschutzgerĂ€tewart, Sprechfunker, GerĂ€tewart, ZugfĂŒhrer, GruppenfĂŒhrer, Ausbilder fĂŒr MotorsĂ€gen und Modulare Truppmannausbildung besucht.

GrĂ¶ĂŸte Anschaffung des Jahres 2017 war das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Außerdem wurden SchlĂ€uche, FunkgerĂ€te, ein Rollwagen fĂŒr die AtemschutzĂŒberwachung und ErgĂ€nzungsmaterial fĂŒr die Absturzsicherung der Drehleiter beschafft.

FĂŒr 2018 plane man den Kauf von Einsatzspinden und von roten Winter- und Jugendjacken. Im Feuerwehrhaus sei die Sanierung einer Toilette und der Fenster im Unterrichts- und Wachraum sowie im Kommandantenzimmer geplant. Dass in naher Zukunft weitere Fahrzeugneubeschaffungen nötig werden, zeigte die von Jasinsky prĂ€sentierte Statistik. Das LF 8 ist bereits 31 Jahre alt, das TLF 29 Jahre und das MFZ 20 Jahre alt.

Gemeinsam mit Vorstand Michael Schuminetz nahm Jasinsky die Ehrung langjĂ€hriger aktiver Mitglieder vor. Erwin Panzer wurde fĂŒr 30 Jahre ausgezeichnet, Albert Sterk fĂŒr 25 Jahre, stellv. Kommandant Claus Meyer, Michael Lang, Patrick und Marco KĂŒnzel fĂŒr jeweils 20 Jahre und Tobias Fehlner fĂŒr 10 Jahre. Jacqueline Schmid sowie Lukas Haas und Stefan Rieck konnte zur Beförderung zum Feuerwehrfrau bzw. zu FeuerwehrmĂ€nnern gratuliert werden.

Seinen Dank an alle Aktiven, GruppenfĂŒhrer und Vorstandsmitglieder verband Jasinsky mit der Hoffnung, dass alle 2018 dieselbe Einsatzbereitschaft zeigen. Besonders erfreulich sei es fĂŒr ihn, dass alle EinsĂ€tze und Übungen ohne UnfĂ€lle und Blessuren gemeistert wurden. Ein großer Dank galt der Stadt Hirschau und dem Stadtrat fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Belange der Feuerwehr. Nur so könne man den Brandschutz und die vielfĂ€ltigen Hilfeleistungen fĂŒr die Stadt und ihre BĂŒrger sicherstellen.

Eine Sorge wollte der Kommandant abschließend nicht verhehlen – der Feuerwehr fehlt es an Nachwuchs. Er appellierte an alle Aktiven, Werbung fĂŒr die Wehr zu machen. Freunde und Bekannte könnten z.B. zu Besichtigungen eingeladen werde. Er bat um UnterstĂŒtzung fĂŒr Jugendwart Nico Schuminetz, damit man 2019 weiter eine schlagkrĂ€ftige Jugendgruppe in Hirschau habe.

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