zurück zur Übersicht

Nachricht vom 19.03.2018 Vereine

Steingutausstellung erinnert an 130 Jahre Hirschauer Wirtschafts- und Kulturgeschichte

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Sie begann im April 1826 und endete im Dezember 1956 - die ├ära der Hirschauer Steingutproduktion. An dieses 130 Jahre w├Ąhrende Kapitel Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt erinnert eine Ausstellung, die der Festspielverein ab Ostersonntag in der alten M├Ąlzerei pr├Ąsentiert.

Nachdem 2016 und 2017 zwei Sonderausstellungen dem Wirken der zur Carstens-Zeit in Hirschau t├Ątigen K├╝nstler Siegfried M├Âller bzw. Helene Fischer und Maria Piffl gewidmet waren, sind jetzt in acht Vitrinen exakt 742 in der alten bzw. neuen Fabrik hergestellte Steingutst├╝cke - Gebrauchsgeschirr genauso wie dekorative und k├╝nstlerisch gestaltete Exemplare - aus den drei Epochen Dorfner (1826 bis 1918), Carstens (1918 bis 1936) und Luckscha (1936 bis 1956) im Erdgeschoss der alten M├Ąlzerei im Pflegschloss zu besichtigen. 243 Exponate stammen aus der Dorfner-, 170 aus der Carstens- und 329 aus der Luckscha-Zeit.

Aus der Dorfner-├ära sind auch Druckplatten f├╝r den Umdruck zu sehen. Unter den Ausstellungsst├╝cken sind ca. 40 Kr├╝ge. Hauptattraktion darunter ist ein Reservistenkrug des 6. Amberger Regiments aus der Zeit 1896 bis 1898. Au├čerdem sind in Regalen ├╝ber 30 verschiedene Dekore auf Tassen und Michk├Ąnnchen zu bewundern. Insgesamt verf├╝gt der Verein, so der Vorsitzende Altb├╝rgermeister Hans Drexler, zwischenzeitlich ├╝ber ca. 1 500 Einzelst├╝cke. Sie sind zum allergr├Â├čten Teil im Eigentum des Vereins. Bei den anderen Exponaten handelt es sich um Leihgaben.

36 an den W├Ąnden des Ausstellungsraumes angebrachte Schautafeln machen deutlich, dass die beiden Hirschauer Steingutfabriken einst zu den gr├Â├čten der Oberpfalz geh├Ârten. Die dort produzierten Waren wurden in die ganze Welt exportiert. Die Schautafeln erz├Ąhlen die Geschichte der Fabriken von der Gr├╝ndung bis zum Konkurs. Zeitdokumente informieren ├╝ber ihre Besitzer und ├╝ber einige in ihren Betrieben t├Ątige namhafte K├╝nstler. Sie schildern ebenso den Alltag der Arbeiter, Dreher und Maler. Die Tafeln erkl├Ąren, welche Rohstoffe f├╝r die Herstellung der Steingutwaren ben├Âtigt wurden und beschreiben die Fertigungsprozesse.

Ge├Âffnet ist die Ausstellung jeden ersten Sonntag im Monat, jeweils von 14 bis 17 Uhr ÔÇô erstmals am Ostersonntag (1. April) und auch am Ostermontag (2. April). Besuchergruppen k├Ânnen mit dem Vereinsvorsitzenden Hans Drexler, Tel. 09622/5675, extra Besichtigungstermine vereinbaren. Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne angenommen. Sie werden f├╝r den Aufbau eines Steingutmuseums verwendet.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.