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Nachricht vom 25.09.2017 Kirchen

ErnÀhrung beeinflusst Emotionen und umgekehrt

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) kennt fĂŒnf Therapieverfahren. Eines davon ist die ErnĂ€hrungslehre. Mit dieser – prĂ€ziser gesagt dem Zusammenhang zwischen ErnĂ€hrung und Emotionen – befasste sich ErnĂ€hrungsberaterin Anita Vigl beim Vortragsabend des Katholischen Frauenbunds im Pfarrheim.

Ausgangspunkt ihres Referats war die These, dass Emotionen das Essverhalten sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können, umgekehrt die ErnĂ€hrung Einfluss auf die GefĂŒhlswelt des Menschen habe. Sie zeigte auf, wie sich die verschiedenen Geschmacksrichtungen im Verlauf der menschlichen Evolution herausgebildet haben.

Schon die frĂŒhen JĂ€ger und Sammler hĂ€tten erkannt, dass in sĂŒĂŸer Nahrung viele Kalorien stecken und diese Nahrung außerdem selten giftig war. Dagegen warnten giftige Pflanzen oft durch bittere Substanzen vor der von ihnen ausgehenden Gefahr. In der traditionellen chinesischen Medizin werde der Mitte des Körpers, also den Verdauungsorgangen, eine besondere Bedeutung bei der ErnĂ€hrung zugemessen. Emotionen wĂŒrden verschiedenen Organen zugeordnet, so stehe z.B. die Niere fĂŒr Angst, das Herz fĂŒr Lebensfreude und die Lunge fĂŒr Trauer.

Die chinesische ErnĂ€hrungslehre teile auch Lebensmittel nach dem Grundprinzip YIN und YANG ein. Es beschreibe die VerhĂ€ltnisse der Dinge zueinander. In Sachen ErnĂ€hrung stehe YIN fĂŒr KĂ€lte, YANG fĂŒr WĂ€rme. FĂŒr die Gesundheit sei es wichtig, YIN und YANG in Einklang zu bringen. Anita Vigl erklĂ€rte, teile die TCM die Lebensmittel nach den fĂŒnf Elementen ein. Holz stehe fĂŒr sauren Geschmack (Essig), Feuer fĂŒr bitteren Geschmack (Rote Beete, Rucola). Dem Element Erde entsprĂ€chen sĂŒĂŸer Geschmack und Lebensmittel wie Mais und Kartoffeln. Zum Element Metall gehörten scharfer Geschmack und Nahrungsmittel wie Zwiebel oder Senf. Dem Element Wasser werde der salzige Geschmack zugeordnet, also Lebensmittel wie Salz oder Fisch.

Nach Aussage der Referentin spiele auch die ErnĂ€hrung im Tages- wie im jahreszeitlichen Rhythmus eine wichtige Rolle. Beim FrĂŒhstĂŒck solle man reichlich essen, mittags dagegen weniger. Abends sollte man nur mehr Gekochtes zu sich nehmen. Abschließend beantwortete Anita Vigl Fragen der Zuhörerinnen und machte mit ihnen eine meditative Übung mit den fĂŒnf heilenden Elementen.

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