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Nachricht vom 25.07.2017 Schule

FĂĽr Kinder in Burkina Faso auf Schusters Rappen von Hirschau bis Valencia

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Ein beispielgebendes Zeichen der Solidarität mit ihren Altersgenossen in Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, setzten die Mädchen und Jungen der Grund- und Mittelschule vergangene Woche. „Lauf mit fĂĽr Afrika“ lautete zum sechsten Mal das Motto des Solidaritätslaufs, den die Schulkinder auf Initiative des Lehrerehepaares Hildegard und Alois Feyrer anstatt eines normalen Wandertages absolvierten.

Zusammen mit ihren Lehrkräften, Bürgermeister Hermann Falk und Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann legten sie rund 1 800 Kilometer zurück. Das entspricht ziemlich genau der Strecke zwischen Hirschau und der spanischen Stadt Valencia. Die Kinder hatten für ihr Wanderprojekt selbst Sponsoren besorgt. Dank ihrer Wander- und Laufleistung kamen stattliche 2780,76 Euro zusammen. Der Betrag wurde von Busunternehmer Harald Herrmann großzügig auf 3333,33 Euro aufgerundet.

Die Summe wird für die „Projekthilfe Dr. Luppa“ gespendet und dem Amberger Kinderarzt Dr. Ulrich Siebenbürger übergeben. Er wirbt mit dem Slogan „Hilfe, die ankommt!“

Zum Auftakt hatte man sich in der Schulaula getroffen. Nach dem gemeinsam gesungenen, von der Flötengruppe der Klasse 3/4 begleiteten Lied „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten können das Gesicht der Welt verändern“, wurden die Kinder mit einer Bilder-Show über das Projekt von Dr. Siebenbürger und die Situation der Menschen in Burkina Faso eingestimmt.

In einem Rollenspiel wurde die Bedeutung des Begriffs Solidaritätslauf erklärt und aufgezeigt, wie man mit wenig Geld den Kindern dort einen Schulbesuch oder eine Berufsausbildung ermöglichen oder auch Brunnen bauen kann, um ihnen den kilometerweiten Weg zur nächsten Wasserstelle zu ersparen. Dann machte man sich bei idealem Wanderwetter auf zur Wanderung durch den Frühmesswald. Sogar die Kleinsten aus den ersten Klassen liefen tapfer mit und schwenkten ihr Transparent. Nach der Rückkehr konnten sich die Wanderer bei einem Buffet mit Brezen und Obst stärken.

Zum Abschluss ging auf den Schulsportplatz. Dort drehten die Kinder mit Begeisterung ihre 250-Meter-Runden. Jede gelaufene Runde wurde von den Klassenleitern auf der Laufkarte abgestempelt. Im Schnitt legte jedes Kind 10 Kilometer zurück. Die Freude, durch Laufen helfen zu können, war bei jedem Kind zu spüren.

Rektorin Birgit Härtl freute sich über die gelungene Veranstaltung. Gutes tun und sportliche Aktivitäten seien damit sinnvoll miteinander verknüpft. Ihr Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem Lehrerehepaar Hildegard und Alois Feyrer. Zu schätzen wisse man auch, dass sich Bürgermeister Falk und Pfarrer Bergmann für die Teilnahme an der Solidaritätsaktion Zeit genommen haben. Seit der Einführung des Solidaritätslaufes wurden schon ca. 10 800 Kilometer zurückgelegt – eine Strecke von Hirschau bis zur philippinischen Hauptstadt Manila.

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