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Nachricht vom 07.06.2017 Sonstiges

Allerhand Turbulenzen beim „Heldenstammtisch“

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Kaum war Hirschau mit dem „dousamma“ am Himmelfahrtstag die Oberpfälzer Hauptstadt der Volksmusik, gibt es vom 21. Juli bis 6. August in der Kaolinmetropole das nächste kulturelle Highlight. Auf der FreilichtbĂĽhne im Schlosshof öffnen zum siebten Mal die „Hirschauer-StĂĽckl-Festspiele“ ihren Vorhang mit dem bayerischen VolksstĂĽck „Der Heldenstammtisch“ von Werner Asam. Der Autor wird bei der Premierenvorstellung am 21. Juli selber persönlich mit dabei sein.

Dass es seit 2005 alle zwei Jahre „Stückl-Festspiele“ gibt, ist dem Festspielverein mit seinem Vorsitzenden Hans Drexler zu verdanken. Nach "Die Erbschaft" (2005), "Die Steingutfabrik" (2007), "'s Braufieber" (2009), "Exerziert is glei" (2011), "Das Klosterkindl" (2013) und "Der Glockenkrieg" (2015) erwarten die Besucher heuer an neun Abenden allerhand Turbulenzen auf der „Heldenstammtisch-Bühne“. Wie in den Vorjahren werden auch diesmal nicht einfach angebliche oder tatsächliche Schelmenstreiche der Hirschauer aneinandergereiht. Insider werden z.B. das Stückl vom „Bürgermeister, der mit seiner Hose redet“ oder von „der Fußverwechslung“ wiederfinden. Auch die aktuellen „Hirschauer Stückln“ vom neuen Markplatzbrunnen und vom Lalehaus sorgen bei den Akteuren für Aufregung und Verwirrung.

Daran mangelt es im gesamten Schwank ohnehin nicht, bei dem dieses Mal Hans Drexler Regie führt. Unter seinen Fittichen bereiten sich derzeit 43 Darsteller, 24 Männer und 17 Frauen, auf die Aufführungen vor. Auch beim Kulissenbau legt der Altbürgermeister seit geraumer Zeit kräftig Hand an, unterstützt von Lothar Fischer und vom Schnaittenbacher Künstler Jürgen Hartmann. Er betätigt sich als kreativer Kulissenmaler. Auf der Bühne sind in den Hauptrollen bekannte Gesichter zu sehen. Roland Fritsch spielt den Posthalter Ignaz Kaitmeier, Dieter Held den Bräu Wiggerl Wochinger, Erhard Ackermann den Bürgermeister Schorsch Lackner und Christian Gnan den Großbauern und Veteranenvorstand Josef Lindinger. Diese vier Helden sind es, die jedes Jahr den Tag feiern, an dem sie beim bereits 25 Jahre zurückliegenden Krieg gegen die Franzosen mit dem bayrischen Armeekorps unter General von der Tann Orleans erstürmt haben. Bei ihren Stammtischgesprächen vergessen sie geflissentlich, dass sie eigentlich gar nicht in den Krieg ziehen wollten. Unverhofft taucht in der Stadt ein hübsches junges Moidl (Christina Wisneth) namens Isabella auf, Tochter der früheren Magd beim Bräu. Denkbar, dass einer der vier Helden ihr Vater ist. Davon will – zunächst - keiner von ihnen etwas wissen. Das ändert sich schlagartig, als bekannt wird, dass Isabell eine große Wiese erben soll, auf die jeder aus dem Heldenquartett schon lange scharf ist. Auf einmal hat sie vier Väter, weil bei einem Verkauf der Wiese der leibliche Vater zustimmen muss. Prekär wird die Situation für den Bräu, als sein Sohn Rudolf (Markus Dittrich) sich in das Mädchen verliebt hat. Verständlich, dass der Bräu eine Liaison zwischen den potentiellen Geschwistern verhindern muss. Es geht hoch her im Ort. Bei einer Rauferei wird die Einrichtung der Wirtsstube zerschlagen. Die vier Freunde sind zerstritten. Da treten die Frauen der vier Helden auf den Plan. Kaitmeiers Haushälterin Aurelia (Kerstin Ackermann), ein richtiger Besen, der sich mit dem Posthalter herrlich fetzen kann, Anneliese Wochinger (Saskia Krügelstein), Hedwig Lackner (Corinna Falk) und die Französin Julie Lindinger (Meike Birner) übernehmen das Regiment. Die Folge – der Schwank wird immer turbulenter. Mit dabei ist auch eine Hühnerschar von Fritzi Dobmeyer. Mitglieder des Musikzugs und Georg Kustner mit seiner Diatonischen sorgen für die passende Musik. Die Besucher dürfen sich also auf eine haarscharfe, liebevolle Komödie freuen.

Die Premierenvorstellung findet am Freitag, 21. Juli, um 20.30 Uhr im Schlosshof statt. Auch die weiteren Aufführungen am 22. Juli (Samstag), 26. Juli (Mittwoch), 28. Juli (Freitag), 29. Juli (Samstag), 2. August (Mittwoch), 4. August (Freitag), 5. August (Samstag) und 6. August (Sonntag) beginnen jeweils um 20.30 Uhr (Einlass stets ab 18.30 Uhr). Eintrittskarten bzw. Gutscheine sind erhältlich im Reisebüro am Markt, Hauptstraße 50, oder online bei „NT-Ticket.de“ bzw. einer der vielen Vorverkaufsstellen. In den Reihen 1 bis 9 kosten die Karten im Vorverkauf 14 Euro, in den Reihen 10 bis 15 sind es 12 Euro. An der Abendkasse werden die Karten 16 bzw. 14 Euro kosten.

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