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Nachricht vom 29.05.2017 Vereine

Behinderte und Nichtbehinderte feiern gemeinsam 28. Jura-Gartenfest

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit 1990, als der Begriff Inklusion fĂĽr weite Teile der Bevölkerung noch ein Fremdwort war, feiern Behinderte und Nichtbehinderte alljährlich in Hirschau gemeinsam ein Fest – das Jura-Gartenfest. Der seinerzeitige Vorsitzende des TTC Kolping Walter Widder gegrĂĽndete damals die Festtradition. Am Pfingstsonntag, 4. Juni, wird sie fortgesetzt. Unter der Schirmherrschaft von BĂĽrgermeister Hermann Falk steigt ab 14 Uhr im Biergarten des Josefshauses das 28. Jura-Gartenfest. Bei schlechtem Wetter wird in den Josefshaussaal ausgewichen.

„Miteinander – Füreinander“ lautet das altbewährte Motto der Veranstaltung, die heuer erstmals von Uli Günter organisiert wird. Er kann auf die aktive Unterstützung von zwölf örtlichen Vereinen und Organisationen zählen. Mit anpacken werden Mitglieder des Anglervereins, der CSU-Frauen-Union, der Dorfgemeinschaft Ehenfeld, des Festspielvereins, des Gesangvereins 1860, des Heimat- und Trachtenvereins, der IG Bergbau-Chemie- Energie, der Kolping-Theatergruppe, des Musikzugs, des TTC Kolping, des TuS/WE und des Wandervereins. Sie alle helfen beim Auf- und Abbau mit oder sorgen dafür, dass für das leibliche Wohl der Festbesucher bestens gesorgt ist. Auf der Speisenkarte stehen Kaffee, Kuchen, Torten, Bratwüste und Steaks, dazu Bier und nichtalkoholische Getränke.

Wie immer kommt die Unterhaltung nicht zu kurz. Auf dem Programm stehen Tanzauftritte einer Gruppe der Lebenshilfe und der Majorettengruppe des Musikzugs. Für die Musik sind das Musikzug-Jugendorchester, die „Höidlbrumma“ und Franz Hirmer. Gespannt darf man sein auf die Festpremiere der frisch gegründeten Jura-Band, in der Menschen mit Behinderung musizieren. Für die Kinder werden der Schminkstand und die Spielstraße besondere Attraktionen sein. Wie alle Jahre gibt es eine mit lukrativen Preisen ausgestattete Tombola.

Der Reinerlös des Festes, das in dieser Form nach den Worten des Lebenshilfe-Vorsitzenden Eduard Freisinger „einzigartig in der Region ist“, kommt wieder voll und ganz der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach zugute - explizit den Jurawerkstätten. In ihnen sind auch zahlreiche Behinderte aus Hirschau beschäftigt. Mit den in den zurückliegenden 27 Jahren überreichten Geldern konnte die Lebenshilfe viele Anschaffungen verwirklichen, die im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel nicht realisierbar gewesen wären. Die seit der Festpremiere erarbeitete Gesamtspendensumme beträgt exakt 58 280 Euro. Mit Unterstützung der Bevölkerung soll sie am Pfingstsonntag spürbar aufgestockt werden.

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