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Nachricht vom 02.05.2017 Senioren

Senioren ins Hirschau der 1950-er und 60-er Jahre zurĂŒckversetzt

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Er erwies sich als der erwartete Besuchermagnet – der zweite Teil des Bildervortrags „Hirschau von 1950 bis 1965“, den Stadtheimatpfleger Sepp Strobl beim Senioren-FrĂŒhlingsfest der Pfarrei zeigte. Die Vorfreude darauf war groß bei den Senioren. Sie hatten fast ein Jahr auf die versprochene Fortsetzung der Bilderreise warten mĂŒssen.

Wie im Vorjahr konnte Pfarrgemeinderatssprecherin Michaela Fellner gut 100 Senioren und Seniorinnen im Pfarrheim zu der BilderprĂ€sentation begrĂŒĂŸen, dessen Grundlage eine alte, mit Musik unterlegte Sprachaufzeichnung eines Diavortrags ist, den der verstorbene Hans Fleischmann 1965 im Josefshaus gezeigt hatte.

Bevor Sepp Strobl loslegen konnte, wĂŒrdigte 3. BĂŒrgermeister Peter Leitsoni die aktive Seniorenarbeit der Pfarrgemeinde. Er bezeichnete Hirschau als eine seniorenfreundliche Stadt. Zuletzt habe man bei der Sanierung der Innenstadt sorgfĂ€ltig auf Barrierefreiheit geachtet. Der Bevölkerung stehe eine Vielfalt von Senioreneinrichtungen zur VerfĂŒgung, angefangen vom Seniorentreff, ĂŒber die Caritas-Sozialstation und das BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Barbara bis hin zum „Betreuten Wohnen“. Letzteres habe man ganz wesentlich dem sozialen Engagement von Klaus Conrad zu verdanken.

Die folgende Stunde bewies, dass es Sepp Strobl wie kein Zweiter versteht, vergangene Hirschauer Zeiten lebendig werden zu lassen. Mit dem Hinweis auf das Seniorenheim hatte ihm BĂŒrgermeister Leitsoni das richtige Stichwort fĂŒr den Einstieg geliefert. Bis 1993 war dort das Stiftungskrankenhaus untergebracht. Wie notwendig dessen 1965 erfolgter Neubau war, zeigten Blicke in die damaligen Krankenzimmer und in die KrankenhauskĂŒche. WehmĂŒtig erinnerte man sich an die Mallersdorfer Schwestern mit ihrer Oberin Schwester Farah.

An die Einweihung des St. Wolfgang-Kindergartens mit dem „Hirschauer Bockl“ als Spielzeugattraktion wurde ebenso erinnert wie an die erheblichen VerĂ€nderungen der Marktplatzgestaltung, als der Ostgiebel des Rathauses noch fast hinter einer ĂŒppigen Baumgruppe verschwand. Die UrsprĂŒnge der Freizeitanlage am Monte Kaolino wurden lebendig, als prominenente SkilĂ€uferinnen wie die Olympia-Dritte Barbi Henneberger oder Vizeweltmeisterin Sonja Sperl den Sandberg hinunterbretterten.

Die Erinnerung an JubilĂ€en örtlicher Vereine mit imposanten FestzĂŒgen wurde genauso wachgerufen wie die an die Primizfeiern der Geistlichen Helmut Huber und Georg Dobmeier. Ein optisches Schmankerl war der Schönheitswettbewerb beim deutsch-amerikanischen Volksfest in Grafenwöhr im Jahr 1964. Das Bierzelt soll einem Hexenkessel geglichen haben, als sich 15 Grazien aus Amberg, Weiden, Grafenwöhr, Auerbach, Vilseck und Hirschau prĂ€sentierten. Die Konkurrenz endete mit einem Dreifachtriumph der Hirschauer Damen. Siegerin wurde Marianne Riese (spĂ€ter Brinster), auf die PlĂ€tze zwei und drei kamen Luise Mendl (spĂ€ter Macziol) und Karin Pröls.

Stadtratssitzungen mit einem „hĂ€nderingenden Dobmeier Schorsch“ wurden ebenso prĂ€sentiert und von den Besuchern kommentiert wie Fotos von Persönlichkeiten wie AKW-Direktor Wolfgang Droßbach oder Geistlichem Rat Friedrich Zeitler. Schließlich erfuhren die GĂ€ste, wie und von wem das 200 Jahre alte Missionskreuz letztes Jahr restauriert wurde und wie Sepp Strobl die Technik des Vergoldens erlernte.

Wie schon im Vorjahr wurde die Zeit wieder knapp. Sepp Strobl erntete anhaltenden Beifall fĂŒr seinen kurzweilig und humorvoll gehaltenen Vortrag. Bei lebhafter Unterhaltung genossen die Besucher anschließend ihren Kaffee und Nusszopf bzw. die herzhaften Wiener WĂŒrstl samt Semmel. Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann dankte Sepp Strobl fĂŒr seinen gelungenen Vortrag ebenso wie den Pfarrgemeinderatsmitgliedern fĂŒr die Ausrichtung der Veranstaltung und ermutigte die Senioren, weiter an gemeinsamen AktivitĂ€ten teilzunehmen.

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