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Nachricht vom 28.04.2017 Politik

FU-Spende bei Wasserwacht und „Helfern vor Ort“ bestens aufgehoben

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Im September 2016 hielt die CSU-Frauen-Union ihren 39. Herbst-Flohmarkt ab. Als EmpfĂ€nger des Erlöses hatte man die Wasserwacht und die „Helfer vor Ort“ auserkoren. Vor der ScheckĂŒbergabe wollten die FU-Mitglieder aber wissen, wofĂŒr man die beiden Organisationen in Hirschau braucht?

Seit der letzten Mitgliederversammlung wissen die CSU-Frauen Bescheid. Ihre Vorsitzende BĂ€rbel Birner begrĂŒĂŸte dazu den Wasserwacht-Chef Michael Schmid und seine Jugendleiterin Sonja Kuhn sowie die beiden HvO-Leiter Daniel Reger und Johannes Sellmeyer.

Schmid wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. Die Ortsgruppe zĂ€hlt heute 284 Mitglieder, 75 sind jĂŒnger als 18 Jahre. Von allen Wasserwachtaufgaben nimmt die Bevölkerung primĂ€r die Aufsicht im Freibad Monte Kaolino wahr. Sie waren am 16. MĂ€rz 1970 der Anlass fĂŒr die GrĂŒndung durch den damaligen Bademeister Alfons Schwinger. Zwischenzeitlich gehören zu den Aufgaben u.a. die Schwimm-, Rettungsschwimm-, Erste-Hilfe- und SanitĂ€tsausbildung, SanitĂ€tsdienste bei Veranstaltungen, der Rettungs- und Wasserrettungsdienst und der Katastrophenschutz.

2013 war man z.B. bei den Hochwasserkatastrophen in Passau, Osterhofen, Deggendorf und Fischerdorf im Einsatz. Voraussetzung dafĂŒr, all das leisten zu können, sei ein hoher Ausbildungsstand. Die Ortsgruppe habe 53 SanitĂ€ter/Wasserretter, 3 RettungssanitĂ€ter, 3 Rettungsassistenten, 6 Rettungstaucher, 20 MotorbootfĂŒhrer, 4 Einsatzleiter und 2 Ärzte bzw. NotĂ€rzte in ihren Reihen.

Alle Aufgaben wĂŒrden ehrenamtlich erfĂŒllt. In den Ausbau der Fahrzeughalle im alten Stadtbauhof hat man sich mit ĂŒber 2 000 Arbeitsstunden eingebracht. Die Ortsgruppe mĂŒsse sich zu 100 Prozent selbst finanzieren. Das geschehe durch MitgliedsbeitrĂ€ge, Erlöse von Veranstaltungen sowie Spenden und ZuschĂŒsse. „Wir sind fĂŒr jeden Euro dankbar“, unterstrich Michael Schmid.

Ausschließlich auf Spenden angewiesen und zu 100 Prozent ehrenamtlich im Einsatz sind nach Aussage von Daniel Reger auch die „Helfer vor Ort“ (HvO). GegrĂŒndet wurden sie am 13. Oktober 2010. Mit den HvO sollte gewĂ€hrleistet sein, dass im Falle, dass der in Hirschau stationierte BRK-Rettungswagen im Einsatz ist und ein weiterer Notfall im Einzugsgebiet Hirschau, Schnaittenbach und Gebenbach gemeldet wird, bei diesem schnellstmögliche qualifizierte Erste Hilfe geleistet werden kann.

Außerdem unterstĂŒtzt man den Rettungsdienst bei grĂ¶ĂŸeren EinsĂ€tzen. Derzeit stehen zwei Rettungsassistenten, ein RettungssanitĂ€ter und ein Rettungshelfer rund um die Uhr zur VerfĂŒgung. FĂŒr die Helfer bedeutet das spĂŒrbare FreizeiteinschrĂ€nkungen. Ihr Einsatz ist fĂŒr Patienten wie Krankenkassen kostenlos, da keine Abrechnung erfolgt. Die Hirschauer HvO sind mit durchschnittlich 140 EinsĂ€tzen pro Jahr der einsatzreichste HvO im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Entsprechend wurde auch das Einsatzauto der HvO beansprucht. Der gebraucht gekaufte Smart hat bereits 90 000 Kilometer auf dem Buckel. Der Motor des „Rutscherls“ zeigt aufgrund der vielen Kaltstarts deutliche Verschleißerscheinungen. Daher spart man auf einen neuen Kleinwagen. „Die FU-Spende ist ein Baustein dafĂŒr. Wir hoffen, dass die FU noch einige Nachahmer findet, die uns den Fahrzeugkauf ermöglichen“, erklĂ€rten Daniel Reger und Johannes Sellmeyer.

BĂ€rbel Birner fand bei ihren FU-Mitgliedern ungeteilte Zustimmung, mit ihrer Aussage, dass man wohl die richtigen SpendenempfĂ€nger ausgewĂ€hlt hat. Dank sagte sie allen, die bei der Organisation und DurchfĂŒhrung des Flohmarktes mitgeholfen hatten, allen voran dem Ehepaar RenĂ©e und Dieter Hoffmann.

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