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Nachricht vom 30.03.2017 Vereine

Ziel des Festspielvereins – Kulturzentrum fĂŒr Hirschau

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Kurzfristig stehen fĂŒr den Festspielverein Ende Juli und Anfang August die „7. Hirschauer StĂŒckl-Spiele“ mit dem VolksstĂŒck „Der Heldenstammtisch“ auf der Agenda. Langfristig hat man sich ein großes Ziel gesteckt. Man will ein Kulturzentrum mit FestspielbĂŒhne, Museum und „kleiner BĂŒhne“ schaffen.



Bevor sich der Festspielvereinsvorsitzende AltbĂŒrgermeister Hans Drexler bei der Jahreshauptversammlung den Zukunftsprojekten zuwandte, zog er eine positive Bilanz ĂŒber das Berichtsjahr. Zum 1. Januar 2017 sei der 91 Mitglieder starke Verein Mitglied beim Verband Bayerischer Amateurtheater (VBAT). Durch den Beitritt genieße man einen besseren Versicherungsschutz. Außerdem könne man die Weiterbildungsangebote des VBAT nutzen.

Als fĂŒr die Vereinsplanungen wichtigste Entscheidung erachtete Drexler die VerlĂ€ngerung des ursprĂŒnglich bis 2017 laufenden Pachtvertrags fĂŒr die Nutzung der „Alten MĂ€lzerei“ und deren Vorplatz beim Pflegschloss bis zum 1. November 2047. Der Vertrag wurde von ihm und vom Schlossherrn Clemens Dorfner im August 2016 unterzeichnet.

Erfreuliches hatte der Vorsitzende in Sachen Steingutausstellung zu berichten. „Sie wĂ€chst und etabliert sich.“ Von Mai bis September waren im sanierten Erdgeschoss der „Alten MĂ€lzerei“ rund 700 Exponate aus den Epochen Dorfner, Carstens und Luckscha in acht Vitrinen zu besichtigen gewesen. Vom 16. September bis zum 4. Dezember habe die allgemeine Ausstellung Platz gemacht fĂŒr die von Kulturdirektor Michael Popp initiierte und organisierte Sonderausstellung „Siegfried Möller – KeramikentwĂŒrfe fĂŒr Hirschau“. Sie habe insgesamt 933, ĂŒberwiegend auswĂ€rtige Besucher angelockt. Die Hirschauer hĂ€tten sich mit Besuchen etwas zurĂŒckgehalten.

Der Popp-Aufruf „Rettet das Hirschauer Steingut“ habe offenkundig Wirkung gezeigt. WĂ€hrend der Möller-Ausstellung habe der Verein 292 StĂŒcke als Einzelspende erhalten, dazu 104 Leihgaben. Insgesamt sind nun 1 359 EinzelstĂŒcke im Besitz des Vereins.

Am ersten Septemberwochenende habe man sich zum vierten Mal aktiv an der Gestaltung der Hirschauer Kirwa beteiligt. Chef-Organisator Christian Gnan und sein Helferteam habe sehr gute Arbeit geleistet. UnterstĂŒtzt worden sei man wie schon zuletzt vom Musikzug und vom Pfarrgemeinderat. Beim Jura-Gartenfest habe man die Abbauarbeiten ĂŒbernommen. Erfreulich sei, dass man durch den Anschluss an das FernwĂ€rmenetz erhebliche Kosten sparen konnte. Außerdem seien in der „Alten MĂ€lzerei“ die Treppen betoniert und der Abstellraum fertiggestellt worden.

Drexlers Dank galt den Spendern Dobmeyer und Falk. FĂŒr den Aus- und Umbau des Festspielareals seien die Planunterlagen und die Kostenerfassung erledigt. Die Gesamtsumme betrage brutto 292 000 Euro. Die Eigenleistung sei mit 44 000 Euro veranschlagt, der zu erwartende Eigenfinanzanteil liege bei 88 000 Euro. Die Baugenehmigung stehe noch aus. Der Denkmalschutz sei involviert. Dank Clemens Dorfner liege die Baustatik vor. Bei der Stadt und beim Bayerischen Kulturfonds habe man FörderantrĂ€ge eingereicht. In der Zwischenzeit seien erste Spenden eingegangen. FĂŒr Interessierte sei eine Fondsbildung möglich.

Mit dem BĂŒhnenbau werde im Oktober begonnen, der TribĂŒnenbau folge in den Jahren 2018/2019. Je nach Eingang der Fördermittel und der Spenden rechnete Drexler damit, dass die gesamte Baumaßnahme einschließlich der MĂ€lzerei mindestens bis 2022 dauert. Letztlich sei es Ziel, ein Kulturzentrum fĂŒr Hirschau mit FestspielbĂŒhne, Museum und „kleiner BĂŒhne“ zu schaffen.

Nach Beendigung der Möller-Sonderausstellung habe man in der MĂ€lzerei bereits wieder eine umfassende Steingutausstellung zusammengestellt, die jederzeit von Besuchergruppen geordert werden kann. Ab Ostern werde man die Ausstellung jeweils sonntags von 15 bis 16 Uhr öffnen. Die Betreuung ĂŒbernehme Lothar Fischer. Außerdem sei fĂŒr den Herbst eine Sonderausstellung mit Werken der Designerin Helen „Mau“ Fischer geplant. Organisiert werde diese von Volker Zelinsky. Er habe auch schon zur Möller-Ausstellung beigetragen.

Jetzt gelte es den Focus auf die diesjĂ€hrigen Festspiele zu richten. Das VolksstĂŒck „Der Heldenstammtisch werde insgesamt neunmal aufgefĂŒhrt. Premiere sei am Freitag, den 21. Juli. Karten gibt es in Hirschau im „ReisebĂŒro Am Markt“ oder ĂŒber NT-Ticket. Das BauerntheaterstĂŒck mit seinen 26 Sprechrollen habe man fĂŒr die FestspielbĂŒhne ausgeweitet. Die Rollen wurden auf 44 Akteure verteilt. Regie fĂŒhrt dieses Mal Hans Drexler selber. Die musikalische Leitung hat Saskia KrĂŒgelstein. Mit den Proben starte man Mitte Mai. Der Kulissen- und BĂŒhnenbau sei bereits im Gange. Gesucht werden noch Ziegen oder Schafe.

Die FreilichtbĂŒhne werde schon vor den Festspielen gebraucht. Das OVIGO-Theater fĂŒhrt am Sonntag, 14. Mai, um 19 Uhr die Boulevardkomödie „Der MĂ€nnerhort“ auf. Zum vierköpfigen Schauspielerensemble gehören mit Roland Fritsch und Christian Gnan zwei Akteure aus den Reihen des Festspielvereins. Außerdem werde sich auf dem Festspielareal am Feiertag Christi Himmelfahrt (25. Mai) eine der neun VeranstaltungsbĂŒhnen des „dousamma“ befinden. Den aktuellen Planungsstand des Volksmusikspektakels erlĂ€uterte der NBMB-Kreisvorsitzende Werner Stein.

Schließlich kĂŒndigte Drexler an, dass die Vereinsmitglieder am 9. Juli wieder eingeladen sind, am Biedermeierfest in Bad Steben teilzunehmen.

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