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Nachricht vom 28.12.2016 Vereine

Herbergssuche Höhepunkt und Abschluss des Lebendigen Adventskalenders

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Einen stimmungsvollen Abschluss fand der Lebendige Adventskalender 2016 am Vortag des Heiligen Abends. Gut 350 Besucher fanden sich im Schlosshof ein, um die traditionelle Herbergssuche mitzuerleben. Mit dem StĂŒck setzte die Kolping-Theatergruppe das i-TĂŒpfelchen auf vorausgehende 22 Dezemberabende, an denen sich tĂ€glich 80 bis 200 Erwachsene und Kinder zum Adventfensterln in der Innenstadt trafen.

Roter Faden des szenischen Spiels aus der Feder von Christina Wisneth waren die biblischen Berichte - beginnend mit der VerkĂŒndigung des Erzengels Gabriel an Maria und endend bei der Ankunft der Heiligen Drei Könige an der Krippe zu Bethlehem. Die das Geschehen erlĂ€uternden Texte wurden von Richard Wisneth vorgetragen. Einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Abends leistete das BlĂ€sersextett JĂŒrgen Enderer, Michael Rindfleisch, Norbert und Nicole Allwang (alle Trompete), Thomas Stark (Tenorhorn) und Alexander Götz (Tuba) mit zum Geschehen passenden Advents- bzw. Weihnachtsmelodien.

Die Darsteller ĂŒberzeugten in ihren Rollen. Sie demonstrierten dabei, dass sich die OberpfĂ€lzer Mundart sehr gut eignet, sowohl die Nöte des nach einer Unterkunft suchenden heiligen Paares als auch die Lieblosigkeit und Profitgier der Quartierbesitzer treffend auszudrĂŒcken. Die Handlung begann mit der VerkĂŒndigung des Erzengels Gabriel (Kerstin Ackermann).

Maximilian Stein (Josef) und Sina Lottner (Maria), die sich nach dem VerkĂŒnden des kaiserlichen Befehls durch den römischen LegionĂ€r (Philipp Amann) auf den Weg nach Betlehem machten, verstanden es glaubwĂŒrdig, ihre Betroffenheit ĂŒber die Hartherzigkeit der Herbergswirte (Hans Fleischmann und Dieter Held) zum Ausdruck zu bringen.

EhrfĂŒrchtig staunend reagierten die Hirten (Ludwig Schmid, Florian Koller, Ludwig Koller, Julius Lottner und Lucas Richter), als ein Stern erstrahlte, eine Schar Engel erschien und die Geburt des Jesuskindes verkĂŒndete. Der Stern wies zunĂ€chst den Hirten, spĂ€ter den Heiligen Drei Königen – Erhard Ackermann (Kaspar), Andy Meindl (Melchior), Markus Dittrich (Balthasar) - den Weg zur Krippe. Das Publikum belohnte die Darbietungen der Akteure mit anhaltendem Beifall.

Der Gewerbeverbandsvorsitzende Alfred HĂ€rtl freute sich ĂŒber den gelungenen Abschluss des 16. Lebendigen Adventskalenders. Angesichts des großen Zuspruchs der Bevölkerung zeigte er sich hoch zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe. Nach vorsichtigen SchĂ€tzungen dĂŒrften es ĂŒber 3 000 Besucher gewesen sein, die sich wĂ€hrend der drei Wochen die vorweihnachtliche AtmosphĂ€re beim Öffnen der Adventfenster nicht entgehen ließen. Seit der EinfĂŒhrung im Jahr 2001 habe man ca. 40 000 Besucher gezĂ€hlt.

Die besinnlich gestalteten Abende sollten „ein Gegenpol zum Konsum auf den WeihnachtsmĂ€rkten und ein Ruhepol in der oft so hektischen Adventszeit sein“. Dies sei Dank der Mitwirkung der Musik- und Gesangsgruppen, der KindergĂ€rten und Schulen sowie der Gedichte- und Geschichtenleser gelungen. Sie alle seien unentgeltlich aufgetreten. HĂ€rtls Dank galt allen Helfern, die im Vorder- wie im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben.

Dem Heimat- und Trachtenverein und der Familie Sommerer sei es zu verdanken, dass das Kulinarische nicht zu kurz gekommen sei. Der Feuerwehr gebĂŒhre Dank fĂŒr das Regeln des Straßenverkehrs. Voraussetzung fĂŒr den 16. Adventskalender sei gewesen, GeschĂ€ftsleute fĂŒr das Mitmachen und Dekorieren ihrer Schaufenster zu gewinnen. Den Trachtlern sei dies in Teamarbeit gelungen. Die anhaltend große Resonanz sein geradezu Verpflichtung, die Veranstaltungsreihe weiterzufĂŒhren. DafĂŒr sei das Mittun der GeschĂ€fte Grundvoraussetzung.

AusdrĂŒcklich unterstrich HĂ€rtl den sozialen Charakter des Lebendigen Adventkalenders. Der Abschlussabend sei die letzte Gelegenheit, fĂŒr das Amberger Tierheim zu spenden.

FĂŒr den Heimat- und Trachtenverein ergriff Alfred Naber das Wort. Er stellte dankbar fest, dass ohne Alfred HĂ€rtl der Lebendige Adventskalender nicht denkbar wĂ€re. In der Tat griff HĂ€rtl 2001 die Josef Dobmeyers „Stadtkalender-Idee“ spontan auf. Seither gab es nicht einen Adventfensterlabend, an dem HĂ€rtl nicht prĂ€sent gewesen ist und die technischen Voraussetzungen fĂŒr das Abhalten der Abende geschaffen hĂ€tte.

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