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Nachricht vom 28.08.2016 Sonstiges

Mit Frau Holle Gedächtnis aktivieren

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)   Märchen sprechen in Symbolen und Bildern und oft in einfacher Sprache. So Dadurch bieten sie sich geradezu perfekt an fĂĽr die Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen. Sie gehören dem sog. „Altgedächtnis“ an und können folglich auch von dementiell Kranken mit Hilfe entsprechender Aktivierungselemente wie Lieder, Bilder usw. gut erinnert werden. Mit ihnen kann auf allen Sinnesebenen gearbeitet werden. Sie sind goldene SchlĂĽssel im Labyrinth des Vergessens.

Am kommenden Montag, 5. September, gestaltet die Lehrerin für Pflegeberufe Hildegard Kohl um 15 Uhr im Festsaal des BRK Seniorenwohn- und Pflegeheims St. Barbara wieder eine aktivierende Gedächtnisstunde. Sie hat dafür dieses Mal das bekannte Grimm’sche Märchen „Frau Holle“ ausgewählt.

Es erzählt von einem Mädchen, das von seiner Stiefmutter gegenüber deren leiblicher Tochter ständig zurückgesetzt und gezwungen wird, in einen Brunnen zu springen, um eine verlorene Spindel zu finden. In der Brunnenwelt, die sich über den Wolken befindet, warten auf sie mehrere Bewährungsprüfungen. Ein fertiges Brot will vor dem Verbrennen gerettet und ein Baum mit reifen Äpfeln geschüttelt werden. Das Mädchen kommt den Hilferufen ganz selbstverständlich nach. Zuletzt trifft es Frau Holle, eine „alte Frau mit großen Zähnen“. Es tritt in ihre Dienste und hat vor allem ihre Betten auszuschütteln, worauf es auf der Erde schneit. Bei Frau Holle ergeht es dem Mädchen viel besser als bei der Stiefmutter. Doch nach einiger Zeit bekommt es Heimweh und bittet um seinen Abschied. Das Mädchen wird mit einem Regen von Gold überschüttet und kehrt nach Hause zurück, begrüßt vom Hahnenschrei: „Kikeriki! Unsere goldene Jungfrau ist wieder hie!“ Ihre hässliche, faule Stiefschwester nimmt daraufhin den gleichen Weg, versagt bei den Prüfungen und versieht ihren Dienst ungenügend, wird daher von Frau Holle entlassen und mit einem lebenslang an ihr haftenden „Pechregen“ bestraft.

Musikalisch begleitet wird die aktivierende Gedächtnisstunde von der Klangbrettgruppe der Caritas-Sozialstation. Die Damen werden bekannte Lieder spielen, die bestens zum Mitsingen geeignet sind. Zu der Veranstaltung sind alle Senioren der Stadtgemeinde eingeladen, insbesondere die Bewohner des Hauses Conrad, die Besucher des Seniorentreffs und die Mitglieder des evangelischen Seniorenkreises sowie des Förderkreises Altenhilfe.

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