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Nachricht vom 26.08.2016 Kultur & Feste

Hirschau feiert seine Kirchweih

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Die “Hirschauer Kirwa” ist eines der Kirchweihfeste in der Region, deren Termin einen historischen Bezug zur tatsächlichen Weihe ihres Gotteshauses hat. Man kennt den genauen Weihetag der Stadtpfarrkirche “Mariä Himmelfahrt”. Es ist der Sonntag vor dem Fest “Mariä Geburt”, das am 8. September gefeiert wird - also der erste Sonntag im September. Die Pfarrei-Chronik berichtet, dass die Kirche 1848 unter Leitung von Stadtpfarrer Johann Baptist Kotz grundlegend saniert wurde. Nach 22 Wochen Bauzeit wurde sie am Sonntag vor „Mariä Geburt“ wieder feierlich eingeweiht. Dieses Jahr trifft die Kirwa somit auf Sonntag, den 4. September.

In den letzten Jahrzehnten hat die Hirschauer Kirwa ein Auf und Ab erlebt. In den 1960-er Jahren war sie fast in Vergessenheit geraten. 1975 erweckte sie Gastwirt Hans Weich wieder zum Leben. Mehr als zwei Jahrzehnte wurde die Kirwa drei Tage lang im Festzelt des Gschrei-Gartens gefeiert, ab 1980 in Zusammenarbeit mit dem Wenzelkreis. Neben dem Ausrufen eines “Hirschauer Wenzels” fand von 1981 bis 1988 am Kirwamontag das Aussingen statt. Dabei wurden Hirschauer Begebenheiten von der „Feieraoumd-Muse“ pointenreich derbleckt. Ab 2000 taten sich der Heimat- und Trachtenverein und die TuS/WE-Fußballer zusammen. Sie organisierten neun Jahre lang auf dem Ex-WE-Sportplatz eine dreitägige Kirwa. Unter der Regie von Bürgermeister Hans Drexler wurde samstags ein Kirwabaum aufgestellt, der am Sonntag von den Kirwapaaren ausgetanzt wurde. Mike Klier und Maria Hausmann wurden 2008 zum Oberkirwa-Paar gekürt. Sie haben bis heute keine Nachfolger.

Ab 2009, als sich die Trachtler und Fußballer zurückgezogen hatten, wurde das Fest nur mehr am Sonntag mit einem Gottesdienst einem Frühschoppen im Pfarrheim gefeiert. Diakon Richard Sellmeyer und Musikzug-Chef Werner Stein hatten sich stark gemacht, die „Hirschauer Kirwa“ nicht ganz sterben zu lassen. Vor drei Jahren fanden beide im Festspielverein einen Verbündeten. Diesem ist es zu verdanken, dass der Kirwa neues Leben eingehaucht wurde. Sie wurde wieder zwei Tage lang gefeiert. Erstmals gab es wieder einen Kirwabaum. Ausgetanzt wurde und wird dieser mangels Kirwapaaren auch heuer nicht.

Am Wochenende 3./4. September sind wieder die Stadtpfarrkirche und der Schlosshof bzw. die „Alte Mälzerei“ die Zentren des Geschehens. Damit die Kirwa gelingt, helfen Festspielverein, Musikzug und Pfarrgemeinderat zusammen. Am Samstag (3. September) laden sie um 17 Uhr in den Schlosshof zum Aufstellen des Kirwabaums ein. Danach herrscht Festbetrieb. Für zünftig-originelle Musikunterhaltung sorgen die zehn Musikanten der „Staaleithn-Musi“ von und mit Saskia Krügelstein.

Am Sonntag stellen sich die Vereine mit möglichst großen Abordnungen – gerne in Tracht, Uniform oder sonstigem „Kirwagwand“ – um 8.45 Uhr vor der Mälzerei zum Kirchenzug auf, der vom Musikzug angeführt wird. Er übernimmt auch die musikalische Gestaltung des um 9 Uhr in der Stadtpfarrkirche beginnenden Festgottesdienstes.

Danach geht es unter den Klängen des Musikzugs zum Frühschoppen zur „Alten Mälzerei“. Für den musikalischen Rahmen ist weiter der Musikzug zuständig. Am Nachmittag herrscht ab 14 Uhr Festbetrieb bei Kaffee, Kuchen und Köichln, Grillgerichten und Frischgetränken. Um 16 Uhr wird noch einmal der Grill angeschürt. Damit die Kirwa bei jedem Wetter gefeiert werden kann, wird ein beheizbares Zelt aufgestellt.

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