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Nachricht vom 13.08.2016 Rathaus

Missionskreuz erstrahlt in neuem Glanz

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit fast 200 Jahren steht auf dem Marktplatz vor dem Ostgiebel des Rathauses ein sog. Missionskreuz. An ihm hatte kr√§ftig der Zahn der Zeit genagt. Angesichts des sanierten Marktplatzes f√ľr Stadtheimatpfleger Sepp Strobl Grund genug, sich f√ľr eine Generalrestaurierung des Kreuzes stark zu machen. Seit Wochenbeginn ist das Werk vollbracht. Das Missionskreuz erstrahlt in neuem Glanz. Morgen erh√§lt es von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann den kirchlichen Segen.

Von B√ľrgermeister Hermann Falk stammt der Satz, die ‚ÄěInnenstadt wird nach der Sanierung ein Wohnzimmer f√ľr alle sein.‚Äú In diesem war nach Meinung von Sepp Strobl das ‚Äěin nicht mehr so ganz ansehnlichem Zustand befindliche Missionskreuz‚Äú ein optischer St√∂rfaktor ‚Äď eine Auffassung, die der B√ľrgermeister teilte.

Zahlreiche Schaulustige waren dabei, als unter Strobls Regie das rund 6 Meter hohe und 800 Kilogramm schwere gusseiserne Kreuz am 20. April dieses Jahres abgebaut wurde. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sicherten die Aktion mit einem Bagger ab. Dann begannen die umfangreichen Restaurierungsarbeiten. Erster Akt war das Demontieren des Kreuzes und das Abnehmen des Kreuzes in der Werkstatt der Firma Seidl und Pöppl. Schadhafte Kreuzteile wurden ausgebessert und eine neue Haltevorrichtung gefertigt.

Das renovierte Kreuz wurde √ľber den am Granitsockel verbliebenen alten Teil geschoben und verbohrt. Es brauchte nicht mehr vor Ort geschwei√üt werden ein Vorteil f√ľr sp√§tere Restaurierungen. Im Zuge der Renovierung wurde eine neue √úberdachung gefertigt. √Ąltere Hirschauer erinnern sich, dass am Vorg√§ngerkreuz bis zur Altstadtsanierung 1963 √ľber dem Christusk√∂rper eine Schutz√ľberdachung angebracht war. Sie fiel damals dem Zeitgeist zum Opfer. Auf Strobls Anregung und zu seiner Freude entschied man sich zur Wiederherstellung des Originalzustandes.

Nach den Metallarbeiten wurden Kreuz und Corpus sandgestrahlt und von der Firma M√§rkl durch thermisches Spritzverzinken vor Korrosion gesch√ľtzt. Der Anstrich des Kreuzes war Sache des Meisterbetriebs Hauk. Der Christusk√∂rper und die ebenfalls neu angefertigte Kreuzesinschrift INRI sowie Teile der √úberdachung bekamen nach 50 Jahren durch Kirchenmaler und Restaurator Gruber eine neue Vergoldung.

In der Zwischenzeit hatte Sepp Strobl den Sockel, der zu großen Teilen mit Teerfarbe bestrichen war, mit einem Nadelhammer gereinigt. Dabei kam die am unteren im Sockel verbliebenen Teil des Kreuzes eingegossene Jahreszahl 1896 zum Vorschein. In diesem Jahr soll ein Sturm das alte, hölzerne Missionskreuz umgeworfen und schwer beschädigt haben, weshalb sich der Magistrat zum Aufstellen eines Kreuzes aus Gusseisen entschloss.

Rechtzeitig zum 42. Marktplatzfest des Musikzugs war das Missionskreuz fertig. Mit Hilfe eines Kranes der Firma Falk wurde es aufgerichtet und schm√ľckt nun vor dem zuk√ľnftigen Haupteingang zum Rathaus das ‚ÄěWohnzimmer Innenstadt‚Äú.

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